
2 von 5000: Frischgebackene Schülermentorinnen
im Programm "Soziale Verantwortung lernen"
Beim Treffen der Vorsitzenden von Bezirks- uund Ortsjugendwerken am Samstag, 19.11.2011 stand das Thema "Jugendarbeit und Schule" auf der Tagesordnung. Kaum ein anderer Bereich der Jugendarbeit entwickelt sich so dynamisch wie dieses Kooperationsfeld. Zugleich sind die Herausforderungen für die Orte und Bezirke aber groß. "Die Schulen können vom Reichtum unserer Arbeit enorm profitieren, aber wir landen an der Schule nur dann, wenn wir hauptamtliche Stellenanteile haben" resümierte ein Teilnehmer. Möglichkeiten, wie solche hauptamtlichen Stellenanteile zu gewinnen sein könnten, wurden vorgestellt - beispielsweise durch (Teil-)Anstellungen im Bereich Schulsozialarbeit in evangelischer Trägerschaft.
Alma Ulmer und Jürgen Kehrberger, die das Treffen leiteten, stellten ein hohes Engagement bei den ehrenamtlich Verantwortlichen fest. "Die Schule ist zum Lebensraum der Jugendlichen geworden. Und weil Jugendarbeit dorthin geht, wo Jugendliche sind, kann und will sie auch an der Schule andocken". Allerdings bedarf es guter fachlicher Begleitung, wenn sich Jugendwerke auf den Weg an die Schule machen: "Hier stehen wir als ejw vor großen Aufgaben, in den aktuellen Veränderungsprozesse beratend zur Seite zu stehen", so Kehrberger.
Welche Möglichkeiten es in der Kooperation von Jugendarbeit und Schule gibt, zeigte Landesschülerpfarrer Wolfgang Ilg in seinem Referat auf. Er ermutigte dazu, in der Kooperation mit Schule neue Wege auszuprobieren. Zugleich wies er darauf hin, dass die evangelische Jugendarbeit in Württemberg schon seit langer Zeit ein geschätzter Partner für viele Schulen sei. "Das Schülermentorenprogramm 'Soziale Verantwortung lernen' gehört zu den Vorzeigeprojekten in Baden-Württemberg". Ilg verwies auf die verschiedenen Möglichkeiten, die seitens der Schülerinnen- und Schülerarbeit für lokale Kooperationen angeboten werden. Neben dem Schülermentorenprogramm gibt es beispielsweise die "Tage der Orientierung", das Gewaltpräventionsprojekt "Schritte gegen Tritte", Arbeitshilfen für Schülerbibelkreise und zahlreiche Fortbildungsangebote für Hauptamtliche.
Das Referat mündete in sieben Thesen zum Verhältnis von evangelischer Jugendarbeit und Schule: