

von links nach rechts: Albert Kober, Andrea Kalmbach, Ursula Hettinger, Dr. Waghee (YMCA Khartoum),Dr. Roland Werner
Die Delegation des Sudan-Unterausschusses hatte die Gelegenheit in Khartoum Dr. Roland Werner, den Generalsekretär des CVJM Gesamtverbandes in Deutschland, zu treffen, um gemeinsam mit ihm und den Partnern über die weiteren Schritte im Sudan und dem Südsudan nachzudenken und die Situation vor Ort zu erfassen. Ein Gespräch mit IAS (Internationale Hilfsdienste) zeigte auf, dass der YMCA mit seinem Ansatz und Profil Menschen Hoffnung schenkt und wesentlich zur Wertevermittlung und friedlichen Verständigung beiträgt. Mr. Hillary, ein junger Projektkoordinator für Wasser und Bildungsprojekte, erzählte: „Ich bin als Jugendlicher ebenfalls immer in den YMCA gegangen, die Leiterschafts-Trainings finde ich toll, genau solche Menschen, die den Leuten Struktur geben und sie an die Hand nehmen, benötigen wir in der jetzigen Situation.“

Der YMCA in Port Sudan engagiert sich im Flüchtlingslager Engaz mit einer Schule für Kinder aus den Krisengebieten Darfur und den Nuba-Mountains, die weiterhin zum Norden gehören. Das Team des ejw-Weltdienstes besuchte die Lehrer und die Kinder und gemeinsam wurde gemalt, gebastelt und musiziert. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit, bei einem Basketballspiel der erfolgreichen Mannschaft des YMCA Port Sudan teilzunehmen, die gegen eine Mannschaft der örtlichen Moschee antrat. Ebenfalls ergab sich die Gelegenheit, die Frauengruppe des YMCA Port Sudan zu treffen und über ihre Aktivitäten zu sprechen. Im vergangenen Jahr haben sich knapp 40 Frauen für einen Kochkurs getroffen. Die Frauen erzählen begeistert von der tollen Möglichkeit, sich weiterzubilden und sich auszutauschen. Die Frauengruppe wächst stetig an und so gibt es nun weitere wichtige Kurse zum Thema Kindererziehung und Gesundheitsvorsorge. Ebenfalls möchten sich die Frauen für andere engagieren. Sie betonen, dass es viele Kinder gibt, die in großer Armut auf der Straße leben und es immer noch sehr wenig Schulen gibt. Sie bemerken, dass vor allem Mädchen benachteiligt behandelt werden und oft nicht die Möglichkeit eröffnet bekommen, zur Schule zu gehen. Gemeinsam mit den Partnern überlegen wir an neuen Projekten. Wir sind beeindruckt von dem vielseitigen Engagement und der großen Gastfreundschaft in den YMCA und bedanken uns auf diesem Wege im Namen der Partner für alle Gebete und Spenden.
Weitere Informationen:
Projekte im Sudan
Redaktion: Eberhard Fuhr (ejw)
Spendenkonto:
EKK
BLZ 520 604 10
Konto-Nr. 400 405 485
Projekt-Nr. SUD100