12.07.2017 - Autor: Eberhard Fuhr

Vom Werkzeugmacher zum „Werkzeugemacher“

Foto: Julian Meinhardt (EJW)

Jürgen Kehrberger bei großem Grillfest im „Bernhäuser Forst“ verabschiedet

Zehn Jahre lang war Jürgen Kehrberger der Fachliche Leiter im EJW. In den letzten sechs Monaten zusätzlich auch kommissarischer Leiter des größten konfessionellen Jugendverbands in Baden-Württemberg. Am vergangenen Sonntag ist er beim EJW-Fest, bei dem auch Cornelius Kuttler als Leiter des EJW und Dieter Braun als Fachlicher Leiter des EJW in ihre Ämter eingeführt wurden, in den Ruhestand verabschiedet worden. Kehrberger wünschte sich als Rahmen ein lockeres Grillfest im EJW-Tagungszentrum Bernhäuser Forst. Mehr als 500 Gäste sind der Einladung gefolgt.

In seinem Grußwort ging Andreas Lämmle, Vorsitzender des EJW, auf den beruflichen Lebenslauf des 64-Jährigen ein, der nach seinem Zivildienst zunächst eine Lehre als Werkzeugmacher absolvierte. „Du hast aus jungen Menschen Werkzeuge gemacht, die auf den Baustellen Gottes arbeiten können.“ Lämmle überreichte Jürgen Kehrberger das „älteste Spezialwerkzeug“, einen Stab, der von Menschen geprägt sei.

Alma Ulmer und Helmut Häussler, EJW-Landesreferenten im Werks- und Personalbereich, bezeichneten Kehrberger als Quer- und Neudenker: „Du hast Dinge immer wieder von der anderen Seite aus angesehen.“ Kehrberger sei im guten Sinne streitbar, aber nicht nachtragend gewesen. Sie überreichten ihm eine Schatzkiste mit Wünschen der EJW-Mitarbeitenden.

Beeindruckend war der „Flashmob“ von über 60 jungen Leuten, die aktuell einen Freiwilligendienst in der evangelischen Jugendarbeit in Württemberg machen oder diesen in den letzten Jahren abgeschlossen haben. Zum ersten Mal wurden sie anlässlich des EJW-Festes zu einem „Alumni-Treffen“ eingeladen. Kehrberger hat sich als Fachlicher Leiter stark dafür eingesetzt, dass das EJW eigener Träger für den Freiwilligendienst wird. Aktuell gibt es rund 125 Plätze in ganz Württemberg, von denen rund 35 noch nicht besetzt sind.

Die Vertreter des VCP Württemberg erinnerten an Baden Powell, den Gründer der Pfadfinder und an sein Motto „"Versucht die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt." Kehrberger sei dies gelungen. Sie dankten für seine fruchtbare Arbeit mit einem großen Früchtekorb.

Manfred Bletgen, Mitglied im Vorstand des EJW-Fördervereins, erinnerte an sein persönliches „Schicksalsdatum“, den 15. September 1971, an dem er Kehrberger als „saucoolen Blondschopf“ im CVJM Möhringen kennengelernt habe. Bletgen, langjähriger Wegbegleiter von Kehrberger, zeigte auf, wie Jesus Menschen verabschiedet habe. „Jesus betete für die Welt und seine Jünger.“ Und zu Kehrberger gewandt sagte Bletgen: „Dein Glaube ist ein von Jesus Christus erbetener Glaube, er hat dich gehalten und durch getragen.“

Von Landesjugendpfarrer Bernd Wildermuth wurde Jürgen Kehrberger als bodenständig, grundehrlich, manchmal stur und als „treue Socke“ bezeichnet. Er sei ein Garant für die sogenannte Schwabenformel „das EJW arbeitet selbständig im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg“. Eigentlich sei der gebürtige Stuttgarter gar kein Schwabe, sondern wie er ein Ostwestfale, denn als Praxisdozent der Evangelistenschule Johanneum habe er ja auch 17 Jahre in Wuppertal gelebt. Als Dank bekam Kehrberger von ihm deshalb einen Korb mit ostwestfälischen Köstlichkeiten.

Als Überraschungsgast kam Gottfried Heinzmann, bis Januar 2017 Leiter des EJW, zu Wort. Er bezeichnete Kehrberger als unbequemen Frager, loyalen Kollegen und leidenschaftlichen Theologen. „Du warst Jugendreferent mit Leib und Seele, dem das Gebet und das Schriftstudium wichtig sind.“

In seinem Schlusswort bekannte Kehrberger, dass er kein „abschiedlicher Mensch“ sei. Er habe die letzten Monate auch dafür genutzt, um die Zeit in der Jugendarbeit Revue passieren zu lassen. Für ihn sei es ein Privileg gewesen, Hauptamtlicher in der Jugendarbeit zu sein, denn Jugendreferent sei der zweitbeste Beruf der Welt. Den besten Beruf habe er jedoch noch nicht gefunden. Für die evangelische Jugendarbeit sei eine klare Ausrichtung auf Christus notwendig. Sie müsse auch eine Gebetsbewegung sein. „Was wäre denn, wenn ein Jahr lang gebetet wird, bevor klar wird, was man macht?“

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Ingo Rust

Ingo Rust

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