Pop-Messias 2015

…die Idee – ein großes Werk in neuem Outfit.

…die Ausführenden – der LAKI-PopChor, Solisten, ein Streichorchester, eine Band.

…das Equipment – ausgefeilte Soundtechnik, beeindruckende Lichteffekte.

…das Programm – Georg Friedrich Händels „Messias“.

 

Wie das alles zusammenpasst?

1741 – Georg Friedrich Händel komponiert das Oratorium „Der Messias“.
1742 – Uraufführung des „Messias“.
1992 – Exakt 250 Jahre nach der Uraufführung produziert Mervyn Warren (Take 6) das amerikanische CD-Projekt “The Young Messiah – A Soulful Celebration“. Er sorgt damit international für Aufsehen.
1995 – In Deutschland wird ebenfalls eine Pop-Version des „Messias“ auf den Weg gebracht, diesmal in deutscher Sprache. Die Arrangeure sind Florian Sitzmann und Helmut Jost zusammen mit Lothar Kosse und David Plüss. Das Projekt nennt sich: „Der Messias – Händel meets Pop“. Auch dieses Projekt erlangt Beachtung, da die Arrangeure respektvoll, mutig und originell mit den Ideen Händels umgehen.
2010 – Die deutsche Fassung von 1995 wird von Hans-Joachim Eißler editiert, überarbeitet und an manchen Stellen ergänzt. Es entsteht „Der Pop-Messias“.
2011 – Der Pop-Messias ist an 8 Orten in Württemberg zu Gast.

2015 - Der Pop-Messias wird an weiteren 8 Orten mit Unterstützung von regionalen Projektchören aufgeführt (u.a. beim DEKT in der Porsche Arena Stuttgart).

 

Was sich dahinter verbirgt?

Abwechslungsreiche Instrumentierung und der charmante Wechsel zwischen klassischen Zitaten und frischen Grooves ist charakteristisch. Stilistisch bewegt sich das Werk zwischen Soul, Gospel und Pop, aber auch ein swingendes A-cappella-Stück („Doch du ließest ihn im Grabe nicht“) bereichert die dynamische Farbpalette. Es erklingen bekannte Stücke wie „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ und natürlich auch das berühmte „Halleluja“.

Der Zuhörer ist überrascht, welch rhythmische Umsetzung des klassischen Originals zu hören ist! Und doch sind es unverkennbar die zeitlosen Melodien Händels, die sich in einem neuen Gewand präsentieren. Bemerkenswert ist, dass vor allem der Chor immer wieder auf überraschend andere Weise eingesetzt wird und beim Pop-Messias an vielen Stellen in Aktion tritt. „Geht als Friedensboten nach Jerusalem!“ – eine packende Aufforderung! „Doch wer kann ertragen?“ – ein explodierendes Feuer!
„Halleluja!“ – ein grandioser Schluss. Durch Texte zum „Messias“ und zu „Georg Friedrich Händel“ verbindet Pfarrer Gottfried Heinzmann die musikalischen Teile des „Pop-Messias“.

 

Beim Projekt 2015 waren dabei:

LAKI-PopChor, regionale Projektchöre, Band, Orchester, Solisten

Solisten: Stefanie Neumann, Katja Zimmermann, Victor Derksen, Claus-Peter Eberwein

Bandleitung: Hans-Joachim Eißler

Gesamtleitung: KMD Hans-Martin Sauter

 

KMD Hans-Martin Sauter und Hans-Joachim Eißler sind Referenten des Arbeitsbereichs musikplus im Evang. Jugendwerk in Württemberg (EJW), Pfarrer Gottfried Heinzmann ist der Leiter des EJW.

 

Hintergrund:

(von Hans-Joachim Eißler aus: „Töne, Klänge, starke Stimmen“ – Kirchenmusik-Special des Evangelischen Gemeindeblatts, Heft 2)

„Haendel Meets Pop“

Das Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel wurde im Sommer 1741 komponiert und im Frühjahr 1742 uraufgeführt. Es war also exakt 250 Jahre später, als 1992 das amerikanische CD-Projekt „The Young Messiah – A Soulful Celebration“, von Mervyn Warren (Take 6) produziert, für Aufsehen sorgte.

Die Idee war somit nicht ganz neu, als auch in Deutschland im Jahr 1995 eine Pop-Bearbeitung von Händels „Messias“ auf den Weg gebracht wurde. Im Auftrag des Pila-Verlags machten sich die Arrangeure Helmut Jost und Florian Sitzmann an das Projekt „Haendel Meets Pop“.

Der Anspruch war hoch, und das nicht nur, weil das Vorbild mehrfach ausgezeichnet war – „A Soulful Celebration“ erhielt u.a. den Grammy Award und den Dove Award. Die Frage war berechtigt: Wird die deutsche Fassung da nicht nur eine müde Kopie? Auf den ersten Blick könnte man bei diesem Eindruck hängen bleiben, weil das amerikanische Vorbild mit großer stilistischer Vielfalt überzeugt (Gospel, Blues, Ragtime, Big Band, Jazz Fusion, Hip Hop), während das deutsche Pendant eher im gemäßigten Pop-Bereich bleibt.

Doch auf den zweiten Blick sieht man: Es ist beachtlich, wie die Arrangeure mit den Ideen Händels umgehen – behutsam, respektvoll, mutig und originell. Wie Melodien und Motive aufgenommen und kreativ modifiziert werden. Wie etwa Charakterwechsel innerhalb eines Stücks noch deutlicher herausgearbeitet werden. Und nicht zuletzt wie aus langatmigen Arien spannende Pop-Songs werden.

Aus den 3 Teilen des Oratoriums haben die Arrangeure insgesamt 20 Stücke für ihre Adaption ausgewählt. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass mehr „Arien“ als „Chöre“ bearbeitet wurden. Doch gerade der Chor wird auf andere Weise eingesetzt und tritt beim „Pop-Messias“ an vielen Stellen in Aktion, wo er im Original schweigen würde (etwa in den Arien). Packend erklingt so z.B. die Aufforderung „Geht als Friedensboten nach Jerusalem“ (bei „Tröstet diese Menschen“), oder das geradezu auflodernde „Denn er ist wie ein Feuer“ bei „Doch wer kann ertragen“. Auch bei anderen Arien wird die Solo-Stimme eindrucksvoll vom Chor unterstützt.

Abwechslungsreich ist auch die Instrumentierung. „Uns ist zum Heil ein Kind geboren“ ist beispielsweise sehr witzig arrangiert zwischen klassischen Zitaten und funky Band-Grooves und mit einem entspannt-virtuosen Flügelhorn-Solo von Helmut Jost am Ende des Stücks. „Seht an das Gotteslamm“, im Original ein „Chor“, ist nur instrumental umgesetzt, während „Doch du ließest ihn im Grabe nicht“ als swingendes Männerchor-Arrangement mit jazzigen Harmonien und Fingerschnipsen überraschend leicht daher kommt und die Osterfreude deutlich hervorblitzen lässt.

An manchen Stellen würde man sich noch mehr Eigenständigkeit und Originalität wünschen – einzelne Passagen wirken noch zu sehr am Original „entlanggehangelt“. Der Gesamteindruck allerdings ist sehr positiv, die überzeugenden Aha-Erlebnisse beim Hören überwiegen.

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