Kooperationsmöglichkeiten zwischen Posaunenchören und Instrumentalpädagogen

Die Jungbläserausbildung im Posaunenchor verändert sich. Es wird zunehmend schwieriger, Jungbläser zu gewinnen und auszubilden. Häufig stellt sich dabei die Frage nach der Ausbildungs- und Unterrichtsart. Zusätzlich zur klassischen Jungbläsergruppe spielen dabei externe Instrumentalpädagogen eine immer größere Rolle, die eine sinnvolle Ergänzung zur Jungbläsergruppe sein können und eine individuelle Förderung ermöglichen.

Die Bandbreite von Ausbildungs- und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Posaunenchören und Instrumentalpädagogen reicht von zusätzlichem Unterricht einzelner Jungbläser an einer Musikschule bis hin zu einer festen, dauerhaften Kooperation eines Posaunenchors (oder mehrerer Posaunenchöre, die sich zusammenschließen) mit Musikschulen und Instrumentalpädagogen.

Darüber hinaus gibt es Kooperationsmöglichkeiten mit Instrumentalpädagogen auch auf Bezirksebene - sozusagen eine Art BezirksPosaunenchorSchule, bei der an mehreren Standorten des Bezirks Unterricht angeboten wird. Die Posaunenchöre (Jungbläser, junge Bläser und Erwachsene) können dieses Angebot des Bezirks wahrnehmen und Unterricht am nächst gelegenen Unterrichtsstandort bekommen.

Bei Fragen zur Ausbildungskonzeption oder Kooperationsmöglichkeiten mit Musikschulen und Instrumentalpädagogen, beim Aufbau neuer Ausbildungskonzepte und bei der Suche nach Lehrkräften bin ich gerne Euer Ansprechpartner.  Ich freue mich, Euch meine Arbeit und verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten bei Chorleitersitzungen in Eurem Bezirk vorzustellen und neue Kooperationen und Konzepte mit euch zu entwickeln.

Besteht Interesse einzelner Bläserinnen und Bläser sich instrumentenspezifisch weiterzubilden, bietet sich Unterricht an einer Musikschule oder bei einem privaten Instrumentalpädagogen an. Der Posaunenchor kann bei der Vermittlung von Lehrern und evtl. auch bei der Finanzierung helfen.

An wen wende ich mich bei Interesse?

a) Unterricht an Musikschulen

  • Musikschulen verfügen meist über ausführliche Informationen (Flyer, Internetauftritt) zu den beschäftigten Instrumentallehrern, Kosten und Richtlinien. Eine Übersicht aller Musikschulen im Land findet sich auf der Homepage des Landesverbands der Musikschulen Baden-Württembergs
  • Das Musikschuljahr unterteilt sich halbjährig. (April/Oktober). Zu diesen Monaten ist eine Anmeldung/Abmeldung möglich
  • Musikschulen verfügen teilweise über Wartelisten
  • Die Ausbildung der Trompeten an Musikschulen erfolgt im Regelfall in B (nicht Posaunenchornotation). Auf Wunsch unterrichten viele Lehrkräfte auch in C (Posaunenchornotation). Im Vorfeld ist daher eine Absprache unbedingt notwendig. Die Posaunen betrifft dies nicht. Euphonien und Tenorhörner sollten auch angeben, dass sie den Bassschlüssel in C (Posaunenchornotation) lesen
  • Der Unterricht findet im Normalfall in den Räumen der Musikschule statt
  • Musikschulen bieten teilweise Vereinsermäßigungen an. Die Unterrichtskosten von Mitgliedern musikalischer Gruppen der Gemeinde können dadurch günstiger ausfallen

b) Privater Instrumentalunterricht

  • Bei der Suche nach geeigneten Instrumentalpädagogen kann es hilfreich sein, bei Kantoren, Musikschulen oder Musikvereinen nachzufragen. Ich unterstütze euch dabei gerne
  • Je nach Unterrichtssituation können private Instrumentalpädagogen bei den Kosten sowie bei Unterrichtszeiten und Räumlichkeiten flexibler sein

Unterricht durch ein Posaunenchormitglied?

Neben dem zusätzlichen Unterricht durch professionelle Musikpädagogen besteht die Möglichkeit, die Jungbläsergruppe durch Einzelunterricht von Posaunenchormitgliedern (die eventuell selbst langjährige Erfahrungen durch Einzelunterricht gesammelt haben) zu ergänzen. Dieses Modell greift die Idee der Patenschaften auf, bei der jedem Jungbläser ein Pate zur Seite gestellt wird, welcher den Jungbläser unterstützt, ihm bei allen Fragen rund um den Posaunenchor zur Seite steht und Vertrauensperson ist.

Besteht Interesse an zusätzlichem Unterricht vieler Bläserinnen und Bläser, oder soll eine ganze Jungbläsergruppe zusätzlich Einzelunterricht bekommen, bieten sich dauerhafte Kooperationen mit Instrumentalpädagogen oder Musikschulen an. Der Posaunenchor organisiert den Unterricht und kann bei der Finanzierung unterstützen.

Für allgemeine Informationen siehe Musikschulunterricht und privater Instrumentalunterricht. Folgende Fragen sind für dauerhafte Kooperationen weiterführend zu klären:

  • Verfügt die Musikschule/der Privatlehrer über ausreichend Kapazitäten für mehrere Schülerinnen und Schüler?
  • Bietet die Musikschule/der Privatlehrer Einzel- und/oder Gruppenunterricht an? (unterschiedliche Unterrichtspreise)
  • Kann die Musikschule/der Privatlehrer ein spezielles Angebot für die Posaunenchorbläser anbieten? (Schülervorspiele, Blechbläserensemble, Trompeten in C)
  • Kann diese Kooperation dauerhaft bestehen, so dass mit diesem Konzept auch für künftige Jungbläsergruppen geworben werden kann?
  • Kann der Unterricht in der Nähe des Posaunenchores stattfinden? (Gemeindehaus/Probenort)

Verträge und Handreichung

Um Verträge mit Instrumentalpädagogen abzuschließen, bedarf es eines Rechtssubjekts (Träger von eigenen Rechten und Pflichten) als Vertragspartner. Handelt es sich beim Posaunenchor um ein eigenständiges Rechtssubjekt (eingetragener Verein) oder um eine (unselbständige) Gruppe einer Kirchengemeinde?

Instrumentalunterricht - Handreichung für Posaunenchöre

Honorarvertrag - Posaunenchor und Instrumentallehrer (ersetzt nicht die individuelle Vertragsgestaltung)

Was ist eine Bezirks-Posaunenchor-Schule?

  • Durch den Bezirk werden Unterrichtsmöglichkeiten für Jungbläser und interessierte Bläser angeboten
  • Der Unterricht findet an verschiedenen Orten im Bezirk statt, die Posaunenchöre können auf den nächstliegenden Standort zugreifen
  • Der Unterricht soll eine Ergänzung zur örtlichen Jungbläsergruppe bieten, individuell fördern und die Blastechnik vertiefen
  • Der Unterricht findet in C (Posaunenchornotation) statt, die Unterrichts-Literatur soll der Jungbläserausbildung entsprechen und diese ergänzen

Wie finanziert sich die Bezirks-Posaunenchor-Schule?

  • Der Unterricht wird von den Bläserinnen und Bläsern durch Unterrichtsgebühren finanziert
  • Die Chöre können den Unterricht finanziell unterstützen
  • Die Kosten für den Aufbau des Unterrichtssystems sollen möglichst gering gehalten werden (Unterricht in Gemeindehäusern, Verwaltung über das Sekretariat des Bezirksjugendwerks oder des Dekanats)

Wie wird die Bezirks-Posaunenchor-Schule verwaltet?

  • Die Planung und Verwaltung sollte durch den Bezirk, stellvertretend durch die Bezirksposaunenwarte in Zusammenarbeit mit dem Bezirksjugendwerk geschehen
  • Um Verträge mit Instrumentalpädagogen abzuschließen, bedarf es eines Rechtssubjekts (Träger von eigenen Rechten und Pflichten) als Vertragspartner
  • Vertragspartner ist der Kirchenbezirk, entweder direkt über das Dekanat oder über die Dienststelle/Einrichtung des Bezirksjugendwerks


Wer unterrichtet an der Bezirks-Posaunenchor-Schule?

  • Der Unterricht sollte von professionellen Instrumentallehrern durchgeführt werden
  • Geeignete Lehrkräfte müssen angefragt werden (fertig ausgebildete Lehrkräfte oder angehende Instrumentalpädagogen im Studium)
  • Die Instrumentalpädagogen schließen Verträge mit dem Rechtssubjekt ab

Bezirks-Posaunenchor-Schule Handreichung für Bezirke


Bezirks-Posaunenchor-Schulen:

 

 

Auf dieser Seite sollen Projekte und Kooperationen aus Bezirken und Orten vorgestellt werden. Falls ihr von eurem Jungbläserausbildungskonzept oder ggf. Kooperationen mit Musikschulen und Instrumentalpädagogen berichten wollt, wendet euch per Mail an Friedrich Veil.

 

Aktuelles:

  • Am 9. November 2015 startete die Bezirks-Posaunenchor-Schule FiLEON . Drei Instrumentalpädagogen unterrichten an zwei Standorten im Bezirk Bernhausen in den Fächern Trompete und Tiefes Blech. Wir wünschen allen Schülern und Lehrern viel Freude am gemeinsamen Lehren und Lernen und an der Musik. Bezirks-Posaunenchor-Schule FiLEON

 

 

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