Der ejw-blog kann als RSS-Feed abonniert werden. Mehr dazu
Wir freuen uns auf Eure Kommentare. Einfach unten eintragen.

Achtsamkeit bedarf der Wahrnehmung und des Einübens, das oft mit der Beantwortung von einfachen Fragen beginnen kann:
Das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit hat seine Wurzeln in der Glaubenspraxis der sogenannten „Gewissenserforschung“ in der alten Kirche. Je nach Verständnis und Persönlichkeit führte diese Praxis zu einem Wühlen in den Fehlern und zur anschließenden Selbstverurteilung und Abwertung.
Aus dem Geist des Evangeliums heraus verstanden, lädt das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit uns ein, unser Leben mit seinen guten und seinen bösen Seiten vor Gott zu bedenken, ihm das Unlösbare zu überlassen und ihn zu bitten, dass er uns verwandelt und unserem Leben Hoffnung und Zuversicht schenkt.
Gott will unser Heil. Die Erlösung aus allen Bindungen ist seine Idee. Die Zukunft unseres Lebens und dieser Welt liegt bei ihm. Im Gebet der liebenden Aufmerksamkeit, für das sich der Abend anbietet, können uns folgende Fragen begleiten:
■ Gönnst du dir Unterbrechung oder bist du nur getrieben?
■ Werde ich in meinem Alltag auf Gott hin gegenwärtig oder lebe ich nur in der Vergangenheit (Angst vor dem, was sich rächen könnte) oder in der Zukunft (Sorge vor dem, was kommt)?
■ Wofür bist du dankbar? Das, wofür wir dankbar sind, gehört uns wirklich.
■ Welche Anerkennung der Wahrheit würde mich frei machen? Das heißt, wie finde ich ein Ja zu meinen Fehlern, zu meiner Schuld, um nicht ständig Schuldige zu suchen? Glaube ich dem Zuspruch der unbedingten Vergebung?
■ Lebst du vertrauend und hoffend auf die Zukunft hin, die in der Hand Gottes liegt?
Alma Ulmer
ejw-Landesjugendreferentin
Studienleiterin Bernhäuser Forst
alma.ulmer@ejwue.de
Webcode 352au04
Bitte geben Sie Ihren Beitrag in die nachfolgenden Eingabefelder ein. |