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Popularmusik > Forderungen
An der Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen soll zusätzlich ein eigener Hauptfachstudiengang Popularmusik mit spezifischen Aufnahmebedingungen eingerichtet werden. Damit wird einer neuen Generation von Musikerinnen und Musikern der Zugang zur evangelischen Kirchenmusik eröffnet.

Mit den gegenwärtigen Kriterien bei den Eignungsprüfungen an den (staatlichen und kirchlichen) Hochschulen werden für ein Kirchenmusikstudium nur diejenigen angesprochen, die ohnehin „klassisch" sozialisiert und in diesem Bereich solide grundausgebildet sind. Popularmusik ist zwar „Pflichtfach" an der HKM Tübingen, das „obligatorische Nebenfach" nimmt jedoch nur ca. 3,5% der gesamten Diplomstudienzeit in Anspruch, für das Wahlhauptfach Popularmusik werden ca. 7% angesetzt. Dieser Umfang ist in keiner Weise ausreichend. Einen professionellen Anspruch an die Popularmusik gibt es im Kirchenmusikstudium bislang nicht! Wenn die Kirche im Bereich der Popularmusik mittelfristig nicht alle Kompetenzen aus der Hand geben will, braucht sie gerade auch hier ernstzunehmende professionelle Multiplikatoren. Begabte Popmusikerinnen und -musiker haben mit dem derzeitigen Anforderungsprofil allerdings keine Chance, sich in der Kirche zur Profimusikerin/zum Profimusiker ausbilden zu lassen. „Es sind zwar fundamentale Wandlungen in der Ausbildung, der Finanzierung und der Personalstruktur notwendig, aber diesen Prozess gilt es positiv anzunehmen und zu gestalten."7

7„Kirche klingt", EKD-Texte Nr. 99, 2009, S. 34

Stand Juni 2009

Forderung 1 Regelmäßiger Gottesdienst
Forderung 2 Hauptamtliche Stellenanteile und Bezirksbeauftragte
Forderung 3 Hauptfachstudiengang Popularmusik

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Informationen und Kontaktadressen
www.ejwue.de/mukubi

 

Webcode 150rh02-3

 

geschrieben von bk-rr am 25.06.2009 um 15:14 Uhr.
 


1.

Das habe ich heute gefunden: Florian Sitzmann (u.a. Söhne Mannheims und Dozent an der Popakademie) wurde kürzlich interviewt. Dabei gab es auch Bemerkungen zur Professionalität und zum Qualitätsanspruch von Popularmusik in der Kirche. Vielleicht regt es ja die Diskussion an, wenn solche Leute aus ihrer Sicht etwas zu dem Spannungsfeld sagen, in dem wir uns befinden. Das Interview findet sich auf www.gerwin.de

 

robby Höschele am 01.11.2009 um 22:43 Uhr ( E-Mail )

2.

Ein Traum wird wahr? Was kann ich tun, um diese Idee zu unterstützen? Wie ging es mir damals als Jugendlicher (was heißt damals???), wenn ich mich danach sehnte, im Gottesdienst auch etwas 'zeitgenössischere' Musikrichtungen (nichts gegen die gute alte Orgel - aber eben nicht ausschließlich!) zu erleben? Vielleicht gelingt es eines Tages, Konfirmanden nicht nur durch das 'Bonusheftprinzip' in den Gottesdienst zu bringen... Dieser Vorstoß klingt wie eine zukunftsweisende Strategie in genau die richtige Richtung. Weiter so!!!
Stefan Schubbaeus am 09.11.2009 um 05:20 Uhr ( E-Mail )

3.

Hallo, ich finde es für die Gemeinden und Kirchenbezirke nicht hilfreich, wenn die Kantoren entweder klassisch oder popular ausgebildet sind. Dafür wird es, auch im Hinblick auf die Finanzierung, in Zukunft kaum Bedarf, bzw. Verwendungen geben. Es macht doch keinen Sinn, Ausbildungsgänge zu schaffen bzw. zu erhalten, für die es keine berufliche Zukunft in der Kirche gibt. Und um eine Berufsausbildung handelt es sich hierbei. Die Gemeinden und Bezirke benötigen Kirchenmusiker die sowohl das eine als auch das andere beherrschen. Da das Problem zum einen am prozentualen Anteil der Popularmusik bei der Ausbildung, und zum anderen die Studiumseinstiegschancen von popular geprägten Musikern, liegt, sollte auch an diesen Problemen gearbeitet werden, dies kann und möchte ich unterstützen. Diese Schwellwerte und Vorstellungen gehören benannt und beschrieben, 10% oder 20% Popularmusikanteil. Wie sollen die zukünftigen Zulassungskriterien aussehen, dass auch Popularmusiker der Zugang zum Studium ermöglicht wird. Für reine „Fachidioten“ jedoch, sollte es keine Ausbildungsstellen geben weder für die einen weiterhin, noch für die andere zukünftig. Die paar Stellen in der Landeskirche und den dazugehörigen Werken, die nur klassische bzw. populare Prägung bedürfen, kann man mit den jeweils so oder so mehr begabten aber universell Ausgebildeten Kandidaten besetzten. Es wäre für diese vielleicht sogar hilfreich wenn sie auf Grund ihres Studiums von der anderen Seite auch möglichst viel mitbekommen hätten. Ich finde es in unsere Kirche nicht erstrebenswert, die Trennung zwischen Klassikern und Popularen, Orgel, E-Gitarre, Schlagzeug, Trompete usw. zu fordern bzw. zu fördern. Morgen brauchen wir dann den Pfarrer für fünfzehn-, dreißig-, fünfzig- und siebzigjährigen Gemeindegliedern.
Dietmar Walter am 01.03.2010 um 18:29 Uhr ( E-Mail )

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