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Jugendgemeinden - Thesen > Thesen
Solche aus Jugendgottesdiensten erwachsenen Jugendgemeinden arbeiten auf einer überparochialen Ebene im Rahmen des Evangelischen Bezirksjugendwerks selbständig im Auftrag eines Kirchenbezirks.

5.1 Jugendgemeinden haben in aller Regel einen Einzugsbereich, der weit über den einer einzelnen Parochie hinausgeht. Deshalb ist es notwendig, sie auch strukturell überparochial, d.h. auf der Ebene eines Distrikts oder Kirchenbezirks zu verorten.


5.2 Um die Jugendgemeinden strukturell mit der sonstigen Jugendarbeit zu verbinden, müssen die Jugendgemeinden als besonderer Arbeitsbereich innerhalb des Evangelischen Bezirksjugendwerks angesiedelt werden.


5.3 Entsprechend der kirchlichen Ordnungen für Studenten- oder Hochschulgemeinden werden Strukturen geschaffen, die es Jugendgemeinden möglich machen, selbständig zu arbeiten.


5.4 Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die eine junge Gemeinde besuchen, verfügen über eine „Doppelmitgliedschaft". Sie gehören sowohl zu ihrer Parochie als auch zu der Jugendgemeinde, deren Gottesdienste sie regelmäßig besuchen.


5.5 Die Jugendgemeinden werden von einem Jugendkirchengemeinderat geleitet, der personell sowohl mit den Gremien des Bezirksjugendwerks als auch mit den Gremien des Kirchenbezirks verbunden ist.

These 1  Regelmäßiges Gottesdienstangebot
These 2  Ergänzungsmodell
These 3  Partizipation
These 4  Kooperation
These 5  Selbständig im Auftrag
These 6  Budget
These 7  Räume
These 8  Personelle Ressourcen
These 9  Begleitung
These 10 Rahmenbedingungen

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Webcode 216gh10-5

geschrieben am 11.06.2009 um 14:00 Uhr.
 


1.

• Eia wär'n wir da...
Die These setzt voraus, dass es eine Jugendgemeinde im Bezirk gibt. Von welcher Seite (Jugendarbeit, Konfirmandenarbeit) geht die Initiative dazu aus?
• Wollen Konfis in die Jugendgottesdienste gefahren werden? Oder sitzen sie lieber Sonntag morgens ihren lokalen Gottesdienst ab?
• Erfahrung aus Wuppertal: Das TEN SING-Konzept auf eine größere Konfirmandengruppe (fünf Pfarrbezirke) übertragen mit verschiedenen kreativen AGs zur Gestaltung eines Jugendgottesdienstes >> 300 Besucher Daraus entstanden kontinuierliche Aktivgruppen >>> Aufbau von Jugendarbeit.
• Ein bezirksweiter Jugendgottesdienst, der durch den Bezirk wandert nach dem Wanderzirkus-Modell, kann szenebildend wirken (wenn Gottesdienst und Begegnungszeit gleichrangig ist).
• Teenie-Kirche (alle, die aus der Kinderkirche herauswachsen, also Teenies aus der 6. und 7. Klasse) kann "vorspuren" für das Konfirmandenjah >> Brücke zwischen Kinderkirche und Konfirmandenarbeit? Teenie-Kirche bereitet dann auf das Erleben der Jugendgemeinde vor, z.B. durch Bibel teilen, Dialogstruktur, interaktive Verkündigung, Mitgestaltung.
• Mitarbeit der Konfirmanden und Konfirmandinnen ist unverzichtbar, wenn ein Jugendgottesdienst „ihr“ Jugendgottesdienst werden soll.
• Problemanzeige: "Gottesdienst-Pflicht" >> Jugo-Teilnahme kann zum "Unterschriften sammeln" werden. Ist die Konfirmation das Fest der Befreiung von der Gottesdienstpflicht? Verbuchen Konfis ihr Konfirmandenjahr unter der Rubrik "Schule"?
• Warum nicht Konfirmandenarbeit konsequent als Teil der Jugendarbeit denken – und an sie delegieren? Viele Pfarrerinnen und Pfarrer leiden an ihrem Konfirmandenunterricht - können diese nicht von ihrer KU-Pflicht befreit werden indem sie das Konfirmandenjahr an die Jugendarbeit delegieren? Welche Ressourcen müssten dann neu zugeteilt werden? Müsste es nicht wie im dänischen CVJM Erprobungsprojekte dazu geben? Wie kann Konfirmandenarbeit aussehen, wenn sie in eine bestehende Jugendarbeit voll integriert und Teil von ihr ist?
• Müssten nicht die Bezirksjugendwerke ihre Jugendgottesdienste so planen, dass sie zum Konfirmandenjahr passen? Wenn diese Termine in die örtlichen ersten Konfirmandenelternabende eingespielt werden, eine bestimmte Anzahl von Jugos "Standard" für das Konfirmandenjahr ist, profitieren dann nicht beide Seiten? Das setzt aber ein vernetztes Denken mit Reich Gottes-Horizont voraus.
Reinhold Krebs
aus einer  Arbeitsgruppe der ejw-Referentenkonferenz

Reinhold Krebs am 14.01.2010 um 12:18 Uhr ( E-Mail | Homepage )

2.

• Muss eine Jugendgemeinde immer aus dem Jugendgottesdienst erwachsen?
• Ortsstrukturen sind verschieden: z.B. Stadtjugendwerke, CVJM
• Muss eine Jugendgemeinde überparochial sein?
• Kann eine Ortsgemeinde eine Jugendgemeinde starten, auch wenn später alle wollen?
• Wer bestimmt im „Streitfall“? Das Evang. Bezirksjugendwerk?
• Kritischer Blick von außen: ejw hat eine „eigene Kirche“
• 13 bis 15jährige, 16 bis 18jährige sind verschieden. verschiedene Angebote nötig?

Beitrag vom ejw-Studientag „Junge Gemeinden“

Reinhold Krebs am 26.01.2010 um 11:33 Uhr ( E-Mail )

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