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Bei manchen Zeitgenossen ist die anfängliche Begeisterung über das, was sie am Pfingstfest miterlebt haben, einer kritischen Distanz gewichen. Als dann auch noch ein Gelähmter wieder laufen kann, ist das Maß voll. Man schleppt die Boten Jesu Christi vor den Hohen Rat. Das Verhör bleibt ohne Ergebnis. Man kann ihnen nichts nachweisen. Sie werden aufgefordert, ihren Mund zu halten.
Ihre Antwort: „Es ist völlig unmöglich, von dem zu schweigen, was wir gesehen und gehört haben und was unsere Herzen erfüllt." Was sie mit Jesus erlebt haben, lässt sie nicht mehr los. Zu tief haben sich die Worte der Liebe und die Bilder der Hoffnung in ihren Herzen eingegraben. Davon können und wollen sie nicht schweigen. Bilder, die sich in unsere Seele eingeprägt haben, lassen uns nicht mehr los. Worte, die uns fasziniert haben, können wir noch nach Jahren wiederholen.
Mission heißt „Von dem reden, was wir lieben", sagt Fulbert Steffensky. Es geht also nicht darum, andere mit Argumenten zu überzeugen, sondern ihnen Einblick in die Botschaft zu geben, die unser Herz bewegt und der Grund unserer Hoffnung ist.
Das Evangelium von Jesus Christus meint immer den Menschen mit seiner Angst und Orientierungslosigkeit, mit seiner Sehnsucht nach Hoffnung und Heil. Diese alte Botschaft ist bis heute nicht außer Kraft gesetzt. Die Geschichten der Bibel machen deutlich, dass der Mensch nicht sich selbst und seinen Verhältnissen ausgeliefert ist. Seit Jesus am Kreuz gestorben und wieder auferstanden ist, hat jedes Leben das Vorzeichen der Hoffnung bekommen. Die Männer und Frauen, die Jesus damals gefolgt waren, haben die Auswirkungen dieser Botschaft mitbekommen. Blinde konnten wieder sehen, Hungrige bekamen zu essen, lebensbedrohlichen Kräften wurde Einhalt geboten und Unrecht beim Namen genannt. Davon haben sie weiter erzählt im Vertrauen darauf, dass durch das Wirken des Heiligen Geistes bei ihren Zuhörerinnen und Zuhörern Glaube entsteht. An diesem Auftrag hat sich nichts geändert.
Alma Ulmer
352AU01
Aus: Geht nicht - gibt's nicht ejw-Andachten 2009
Bezugsadresse: www.ejw-buch.de
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