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Mitarbeiter müssen ein Stück Weg mit ihren Teilnehmern gehen, bevor diese sich aussprechen. Sie müssen den Jungen Gelegenheit geben Zweifel und Unverständnis über die Kirche und den Glauben auszusprechen. Daraus können sich Gesprächseinstiege entwickeln.
Zum Verstehen helfen
Es wird in einer Jungenarbeit, die ein missionarisches Anliegen hat, darum gehen müssen, unverstandene Glaubensinhalte zu klären. Dies gilt für übernommene Inhalte in gleicher Weise wie für abgelehnte und ist als ein Beitrag hin zu einem reflektierten Glauben zu sehen. Die Bibel soll wiederentdeckt werden, als ein Buch, das zur Lebenssituation von Jugendlichen und insbesondere auch von Männern etwas zu sagen hat. Das kann durch die Auswahl geeigneter Inhalte und die Umdeutung derselben in lebensrelevante Aussagen für Jungen geschehen. Jesus von Nazareth bietet sich als Mann für eine Auseinandersetzung mit einem biblischen Männerbild an. Er ist streitbar, hält massiven Auseinandersetzungen stand. Er durchbricht patriarchale Strukturen, begegnet Frauen mit Achtung und Wertschätzung und lässt sich von notleidenden, bedürftigen Menschen berühren.
Das Evangelium im Lebensvollzug entdecken
So wie Christus mit den Jüngern im gemeinsamen Mahl ein Stück Lebenswelt geteilt hat, woran sie ihn letztlich erkannt haben, so müssen Mitarbeiter Räume der gemeinsamen Lebensgestaltung finden. Im Lebensvollzug können die Jungen Christus erkennen, an dem wie Mitarbeiter Reden und Handeln in Übereinstimmung bringen. Hervorragende Möglichkeiten dafür sind sicherlich Aktionen über mehrere Tage, Freizeiten, Fahrten und Ähnliches. Dort können sich Gespräche ergeben, die dazu führen, dass Jungen ihre Blickrichtung auf Christus hin korrigieren.
Rückkehr zum Leib Christi
Die Jungen, die vielfach in eine gewisse Distanz zur kirchlichen Gemeinde gegangen sind, sollen eingeladen werden, sich als Teil der Kirchengemeinde zu begreifen und sich aktiv am Gemeindeleben zu beteiligen. Es werden kleine Schritte gegangen werden müssen und Rückkehr darf zunächst nicht mit dem regelmäßigen Besuch von Gottesdiensten gleichgesetzt werden. Anfänge könnten die Mitgestaltung eines Jugendgottesdienstes oder Aktionen, die mit der Kirchengemeinde zusammenhängen, sein. Zielpunkt muss sein, für die Jungen Voraussetzungen zu schaffen, damit sie ihren Platz in der Gemeinde finden.
Angelehnt an ein Seelsorgekonzept von Friedhardt Gutsche
Webcode 252ro01
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