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Plötzlich, jäh, mit Urgewalt,
sich der Tod ins Leben krallt.
Verletzt und tötet ohne Grund,
zieht in seinen dunklen Schlund.

Fassungslos mit vielen Fragen,
steh ich hier mit meinen Klagen.
Worte klingen hohl und leer -
und oft hab ich gar keine mehr.

Warum, weshalb, wieso, wozu -
die Fragen lassen keine Ruh.
Was soll ich tun, wo soll ich hin,
es macht doch alles keinen Sinn.

Wer hört mein Klagen, sieht die Tränen?
Wen kümmert meines Herzens Sehnen?

Wo bist du Gott, hörst du mein Schreien?
Bin ich dir wirklich nicht zu klein?

Hörst du mich denn, bin ich hier richtig?
Sind dir auch meine Tränen wichtig?
Kannst du verstehen, was ich fühle?
In welchem Dunkel ich hier wühle?

Du hast es auch mit angesehen,
was am Kreuz dort einst geschehen.
Der einzige, geliebte Sohn,
gekreuzigt unter Spott und Hohn.

Dein Vaterherz kennt diesen Schmerz,
der jetzt zerreißt auch unser Herz.

Doch du bist mehr. Du bist das Leben.
Kannst du auch uns den Trost hier geben?
Du bist die Hoffnung, du bist Licht,
ach Herr vergiss uns bitte nicht.

Sprich du zu uns dein Lebenswort,
damit auch hier am Trauerort
die Hoffnung siegt, dass einst der Tag,
wann immer er auch kommen mag,
der Tag der Auferstehung kommen wird,
für alles, was hier noch verwirrt.

Herr, gib uns jetzt ein Hoffnungszeichen,
lass deinen Trost das Herz erreichen.
Gib Glauben, der im Dunkel schon,
hört auf den leisen, hellen Ton,
der Stimme, die ins Leben ruft
auch aus des Todes dunkler Gruft.

Es ist der Heiland Jesus Christ,
der unser aller Retter ist.
Er ruft heraus aus aller Not,
auch aus dem dunklen, bitt‘ren Tod.

Er ruft zu sich, zu neuem Leben,
dort wird es keine Tränen geben.
Kein Leid, kein Schmerz, kein Trauerklagen.
Ob ich das wirklich jetzt kann wagen?
Die Hand ergreifen, die er gibt?
Und ihm vertrauen, der mich liebt.


Rainer Rudolph

Text als pdf-Datei

Webcode 218rr52

Siehe auch: Hilfen für die Jugendarbeit

Webcode 2009ejw0318

 

geschrieben von Rainer Rudolph am 19.03.2009 um 17:43 Uhr.
 


1.

Man muss über den Tod und das Sterben reden wie über alle anderen Themen auch. Erst wenn der Tod und das Sterben kein Tabu mehr sind, werden wir wirklich frei. Der Tod ist die Vollkommenung des Lebens. Wir Leben um zu sterben. Das einzig sichere im Leben ist, dass wir sterben, man weiß nur nicht wann und wie. Wenn wir aber offen mit dem Thema Sterben umgehen, wenn wir uns rechtzeitig damit auseinandersetzen ist es einfacher zu akzeptieren, dass das Ende kommt. Der Tod kennt keine Zeit und keinen Ort. Er kann jeden immer und überall treffen. Er ist allgegenwärtig. Dies soll keine Angst verbreiten, sondern Klarheit schaffen. Klarheit mit uns selbst. Lebt so, dass ihr das Beste aus eurem Leben gemacht habt, zu jeder Zeit!
Karin Sanei am 02.04.2009 um 22:03 Uhr ( E-Mail )

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