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Interview mit der Fachwartin von Indiaca Eichenkreuz Württemberg

Auf www.HobbyMap.de
Susanne Winkler:
"Nach nur kurzer Zeit schafft es jeder die Indiaca zu spielen bzw. zu treffen."

Sie sind die Fachwartin von Indiaca Eichenkreuz Württemberg. Erzählen Sie uns ein wenig über diesen Verein, dessen Entstehung und Ihren Aufgaben in diesem.

Das Eichenkreuz Württemberg ist die Sportsparte des evangelischen Jugendwerks in Württemberg (ejw). Es ist der Dachverband von christlichen Sportvereinen in Württemberg, wobei Indiaca eine Sportart neben Handball, Fußball und anderen ist.
Meine Aufgabe beschränkt sich jedoch auf die Sparte Indiaca. Mit meinem tatkräftigen Arbeitskreis bemühen wir uns um die Ausrichtung von Indiacaturnieren in Württemberg und richten die Landesmeisterschaften in den Bereichen Jugend und Erwachsene aus, die die Qualifikation zur deutschen CVJM und Eichenkreuz Meisterschaft sind. Darüberhinaus bieten wir mit dem Indiacamobil ein mobiles Einsatzteam, das Indiaca in Schulen vorstellt, bei Großveranstaltungen in Europa Turniere organisiert und Vereinen beim Aufbau eines neuen Indiacateams unter die Arme greift.

Wie sind Sie persönlich zum Indiaca gekommen und welche Rolle spielte es bislang in Ihrem Leben?

Ich bin durch die Jungschar zum Indiaca gekommen. Im Sommer war es in meiner Gemeinde üblich den kleinen vereinseigenen Platz zu nutzen um gemeinsam Spaß zu haben. Im Jahr 1996 hat sich mein Team zum ersten Mal zur Deutschen Eichenkreuz Meisterschaft qualifiziert, was uns sehr motiviert hat, dass wir die darauf folgenden Jahre weiterhin dabei waren. Leider fiel mein Team auseinander, doch ich blieb dem Sport treu, begann mich ehrenamtlich zu engagieren, bis ich vor vier Jahren wieder Teil eines Teams wurde.
Die Rolle die Indiaca in meinem Leben spielt, ist eine Besondere, ich sehe es neben der sportlichen Herausforderung vor allem als Möglichkeit junge Leute zum Glauben zu Gott zu führen. Eben auf eine andere Weise, ohne Kirche, sondern durch den Sport, in dem ich meinen Glauben vorleben kann.

Was macht für Sie den besonderen Reiz, das Faszinierende an diesem Sport aus?

Das faszinierende für mich ist, zum einen die Einfachheit des Spiels. Nach nur kurzer Zeit schafft es jeder die Indiaca zu spielen bzw. zu treffen. Egal ob dies lediglich im Kreis am Strand oder in der Halle am Netz geschieht. Oft habe ich von Schülern, die dieses Spielgerät zum ersten Mal in Händen halten gehört, dass es dem Volleyball doch sehr ähnelt.
Zum anderen ist es die Gemeinschaft die in dieser kleinen Sportlergemeinde herrscht. Man kennt sich gegenseitig und freut sich neben den Spielen auf die Begegnungen an den Turnieren. Das große Fairplay finde ich sehr wichtig, es hat sich seit Beginn an eingebürgert Fehler zuzugeben, so dass der Schiedsrichter bei manchen Spielen von den Spielern selbst unterstützt wird. Das ist für mich einmalig bei Teamsports.

Was war bezüglich Indiaca Ihr bislang schönstes/ emotionalstes Erlebnis und warum?

Das waren eigentlich drei Momente mit drei Teams. Zum einen, als ich als Jugendspielerin mit meinem Team den dritten Platz auf einer deutschen Meisterschaft belegt habe. Dann vor vier/fünf Jahren, als ich im Mixedbereich deutscher Meister wurde. Dieses Gefühl, wenn alles klappt, ist einfach phänomenal. Und zuletzt als ich mit meinem damals neu formierten Team den dritten Platz bei der DIL (deutsche Indiaca Liga) belegt habe. Man sieht, es müssen nicht immer Siege sein, oft sind es die Momente mit dem Team, die etwas Wunderbar machen.

Welche Tipps würden Sie einem Einsteiger geben, der mit Indiaca als Hobby beginnen möchte? Welche Voraussetzungen muss man erfüllen bzw. auf was sollte man achten?

Tipps: sich auf unserer Homepage Indiaca.eichenkreuz.de informieren, wo das nächste Team im Umfeld ist oder beim CVJM-Gesamtverband www.Indiaca-Deutschland.de anfragen. Die „Indiacagemeinde“ ist so klein, da kennt so gut wie jeder jeden, auch über Verbandsgrenzen hinweg.
Voraussetzungen gibt es keine, wer Volleyball spielt, müsste keine Schwierigkeiten haben und selbst Grundschulkinder haben jede Menge Spaß an Indiaca.

Das Orginal-Interview gibt's hier...

geschrieben am 07.06.2010 um 12:37 Uhr.


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