
Samstagvormittag, 12. Februar, 11 Uhr. Es riecht lecker nach Rührei, Kaffee und Würstchen,... - der Brunch ist angerichtet. Der Saal im Gemeindehaus "Ringhof" in Freudenstadt ist voll.
Über 100 Leute haben sich auf den Weg gemacht, um beim diesjährigen Impulstag mit dabei zu sein:
junge Erwachsene und Ehren- und Hauptamtliche
, die mit jungen Erwachsenen unterwegs sind.
Um Impulse zu bekommen für sich selbst und/oder für die Arbeit mit jungen Erwachsenen, um Leute zu treffen, um sich etwas Gutes zu tun.

Bernd Umbreit, Filmemacher aus Oberstenfeld, bekannt durch diverse Dokumentarfilme aus dem Fernsehen, nimmt nach dem Brunch mit hinein in einen seiner Filme. „Zeit, die mir noch bleibt". Ein Film über die Geschichte von Markus H., der die Diagnose Lungenkrebs erhält, eine Strahlentherapie aber bewusst ablehnt. Dafür nimmt er langsam und bewusst Abschied vom Leben. Entwirft seinen Grabstein, plant eine letzte Reise nach Marokko. Über ein Jahr lang hat Bernd Umbreit diesen eigenwilligen, mutigen Umgang mit Krankheit und Sterben einfühlsam mit seiner Kamera begleitet.
Nach dem Film hätte man eine Stecknadel fallen hören.

Stille. Betroffenheit. - Emotionen, die Bernd Umbreit aufnimmt, indem er persönlich und authentisch von seinem Erleben dieser Begegnung, dieser Zeit erzählt und auf Fragen antwortet.

In der sich anschließenden Pause gehen die Gespräche an vielen Stellen weiter.

Außerdem ist Zeit für Praxismarkt, Büchertisch, Begegnungen.
Am Nachmittag stehen in sechs Seminaren ganz unterschiedliche Themen auf dem Plan: Zeit- und Lebensmanagement, Praxisideen für die Arbeit mit jungen Erwachsenen,
,„some fr
esh expressions of church", Schuld und Vergebung, Umgan
g mit Familienprägungen oder das Kennenlernen von sieben Zugängen, Gott zu entdecken...

Der abschließende Gottesdienst, gestaltet von einem Team aus ejw-Fachausschuss und Freudenstädtern greift das Thema des Vormittags nochmals auf. Die Band Barfuß aus Pfalzgrafenweiler macht Musik.
Anne Winter, Landesreferentin für die Arbeit mit jungen Erwachsenen im ejw, geht in ihrem Impuls der Frage nach, was die „Zeit, die mir noch bleibt", egal wie lange oder kurz sie währt, zu „erfüllter", zu „gelingender" Zeit macht.
- „Es war ein Tag voller Leben", sagt ein Teilnehmer zum Schluss, „‘schön‘ wäre das falsche Wort, besser: es war ein bewegender, ein erfüllter, ein gelungener Tag."
Eine andere Teilnehmerin meinte beim Verabschieden „Eigentlich bin ich vor allem gekommen, um einige Leute mal wieder zu sehen - und jetzt gehe ich mit soviel guten Gedanken und Impulsen für mich selbst nach Hause."

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