Prälatin und Prälaten formulieren in ihren Neujahrsbriefen aktuelle Aufgaben der Kirche
Stuttgart/ Reutlingen/ Ulm.
Der
Stuttgarter Prälat Ulrich Mack wies in seinem Brief zum neuen Jahr an die Gemeindeglieder auf die Wechselbeziehung von Sonntagsheiligung und wirtschaftlicher Prosperität hin:
"Warum entsprechen die Gebiete in Deutschland mit florierender Wirtschaft und positiver Würdigung in der Pisastudie den Gebieten mit relativ hohem Gottesdienstbesuch?"
Dass sich viele Landtagsabgeordnete ausdrücklich für den Schutz des Sonntags eingesetzt haben, verdiene Beachtung. Kirche und ihre Repräsentanten fänden im öffentlichen Leben wieder mehr Gehör, stellt Mack fest. Der Sinn geistiger und geistlicher Werte werde neu erkannt.
"
Prälat Claus Maier aus Reutlingen lobt in seiner Neujahrsbotschaft die nach wie vor hohe Qualität der klassischen kirchlichen Tätigkeiten: Gottesdienst, Seelsorge, Konfirmanden- und Religionsunterricht. "Uns wird Vertrauen entgegen gebracht, unsere Kindergärten und Schulen sind gefragt", so Maier. Er wolle eine Lanze brechen für das Beständige. "Das Bild vom Wachsen lehrt uns, dass sich eben nicht alles machen lässt. Wachsen braucht seine Zeit".
Für offene Auseinandersetzungen um den Weg der Kirche wirbt die
Ulmer Prälatin Gabriele Wulz in ihrem Neujahrsbrief. Neues sei immer bedroht, vor allem durch Sorge und Angst, "die das Keimende erstickt". Es komme darauf an, die Erinnerung an Gottes Verheißung, Neues zu schaffen, wach zu halten. Nichts sei in Zeiten der Veränderung verführerischer als die Sehnsucht nach Stabilität.
Astrid Günther
Der vollständige Wortlaut der Neujahrsbriefe ist im Internet nachzulesen:
http://www.elk-wue.de/landeskirche/praelaturen/neujahrsbriefe-der-praelaten/
geschrieben am 10.01.2007 um 18:33 Uhr.