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Evangelische Jugend bedauert den Austritt der Sportjugend aus dem Landesjugendring (LJR)
"Damit wird die Jugendpolitik im Land eindeutig geschwächt. Gerade in schwierigen Zeiten sollten die Verbände gemeinsame und nicht getrennte Wege gehen", so Rolf Ulmer, Vorsitzender der Evangelischen Jugend im Land. Die Evangelische Jugend in Baden und Württemberg bedauert deshalb den Austritt der Sportjugend (BWSJ) aus dem LJR sehr.
Der LJR macht in Baden-Württemberg eine hervorragende jugendpolitische Interessenvertretungsarbeit für Kinder, Jugendliche und die Jugendverbände. Diese basiert einerseits auf der kompetenten Arbeit des Vorstandes und der Geschäftsstelle des LJR. Andererseits auf dem breiten Spektrum der Mitgliedsverbände, das von der Sozialistischen Jugend Deutschlands – die Falken bis zur Sportjugend reichte. Die Evangelische Jugend kann nicht verstehen, warum der Sport dieses erfolgreiche und anerkannte Bündnis verlässt. Letztlich bleiben die Beweggründe des Austrittes mehr als fragwürdig.
Wie alle anderen Jugendverbände auch hat die Evangelische Jugend vor allem im letzten Jahr viel Zeit und Gedanken in die Kommunikation mit der Sportjugend investiert. Sie bedauert deswegen umso mehr, dass die intensiven Gespräche nicht zu einem Einlenken der Sportjugend geführt haben.
Die Evangelische Jugend wird sich aus Überzeugung weiter in den LJR als Arbeitsgemeinschaft von großen und kleinen Jugendverbänden einbringen. Gerade als großer Jugendverband sieht sich die Evangelische Jugend in der Mitverantwortung für eine vielgestaltige Landschaft der unterschiedlichen Jugendverbände mit unterschiedlichen Wertehintergründen. Rolf Ulmer: "Für uns ist klar, dass die Anliegen der Jugendarbeit nur dann gut vertreten werden können wenn viele unterschiedlichen Akteure ihre Argumente beisteuern. Jeder Alleingang schadet dem Interesse von Kindern und Jugendlichen."
Rolf Ulmer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend
Eberhard Koch, Stv. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend
geschrieben von Berthold Frieß am 02.12.2004 um 10:43 Uhr.