
Stuttgart/ Reutlingen. Der Rektor der Evangelischen Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg, Christian Rose, wird neuer Prälat in Reutlingen. Rose folgt Claus Maier im Amt nach, der im Juni in den Ruhestand geht. Der Landeskirchenausschuss hat den neuen Prälaten berufen.
"In dem rasenden Getümmel schenk uns Glaubensheiterkeit" - dieser Satz aus einem alten Pfingstlied von Philipp Spitta ist Rose zum Lebensmotto geworden. "Mit Glaubensheiterkeit möchte ich mich einsetzen für eine missionarisch-diakonische Kirche, die offen ist für die vielfältigen Veränderungsprozesse im Gemeinwesen", so Rose. Evangelische Bildung und ökumenisches Miteinander seien ihm dabei ebenso wichtig wie Freiräume für Seelsorge und Spiritualität. Ende des Jahres wird er das Amt als Prälat antreten.
Christian Rose, 1955 in Göppingen geboren, hat zunächst Verwaltungswissenschaften, später evangelische Theologie studiert. Anschließend war er wissenschaftlicher Assistent an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen und promovierte. Ab 1994 war er Gemeindepfarrer in Heidenheim, um 1998 als Professor an die Evangelische Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg zu wechseln mit den Arbeitsschwerpunkten Biblische Theologie und Gemeindediakonie. Seit 2003 ist Rose Rektor der Fachhochschule in Ludwigsburg. Der handballbegeisterte Theologe wohnt in Sachsenheim, er ist verheiratet und Vater von vier Kindern.
Christian Rose ist Mitglied im Verwaltungsrat der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg sowie im Präsidium der Rektorenkonferenz Evangelischer Fachhochschulen in Deutschland. Er hat den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft der Rektoren und Dekane im Sozial- und Gesundheitswesen in Baden-Württemberg. Er ist Verfasser zahlreicher wissenschaftlich-theologischer und religionspädagogischer Publikationen.
Claus Maier, der seit 1989 Prälat in Reutlingen ist, wird am Sonntag, 17. Juni, mit einem Festgottesdienst in Reutlingen verabschiedet. Zur Prälatur Reutlingen zählen die 14 Kirchenbezirke Balingen, Böblingen, Calw, Freudenstadt, Herrenberg, Leonberg, Münsingen, Nagold, Neuenbürg, Reutlingen, Sulz am Neckar, Tübingen, Tuttlingen und Urach.
Der Landeskirchenausschuss beruft die Prälaten und die übrigen Mitglieder des Oberkirchenrates. Seiner Zustimmung bedarf die Besetzung von Dekansstellen sowie anderer für die Landeskirche besonders wichtiger Stellen. Dem Ausschuss gehören der Landesbischof, der Präsident der Landessynode und drei weitere Mitglieder der Landessynode an.
Klaus Rieth
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geschrieben von rr am 09.05.2007 um 13:32 Uhr.