
Afrika stirbt: Aids, Hunger, Krieg. Madlen Hornung schaut nicht weg, sie hilft. Die Abiturientin am Justinus-Kerner-Gymnasium (JKG) in Weinsberg hat beim 48. Schülerwettbewerb des baden-württembergischen Landtags für ihr großes Engagement und Interesse einen Förderpreis erhalten. 3063 Jugendliche aus 135 Schulen reichten 2129 Arbeiten zum Wettbewerb zur Förderung der politischen Bildung ein: Plakate, Umfragen, Gedichte, Kurzgeschichten. Madlen Hornung (19) aus Obersulm verknüpfte ihre persönlichen Erlebnisse mit Fakten und Daten zum Thema "Aids, Hunger, Krieg – Afrika stirbt. Was geht uns das an?" Die Gymnasiastin bekam dafür einen der drei Landes-Förderpreise.
In Obersulm engagiert sich die 19-Jährige seit fünf Jahren in der evangelischen Jugendarbeit: in der Jungschar, im Konfi-Camp, bei Mitarbeiterschulungen. "Ich möchte auch mit anderen Kindern arbeiten", sagt die Preisträgerin nachdenklich. Als 2005 der CVJM-Weltdienst im ejw die Möglichkeit anbietet, im Sommer ein Kindercamp in Äthiopien mitzugestalten, geht ihr Wunsch in Erfüllung. Dort wird sie mit der harten Realität konfrontiert: mit Armut und Hunger, verheerenden Krankheiten wie Aids, Elend, bettelnden Menschen. I
"Die gesamte Arbeit zeugt von hoher Anteilnahme für Afrika", heißt es in der Laudatio bei der Verleihung des mit 1250 Euro dotierten Förderpreises in Stuttgart.
Mitte Juli wird die Affaltracherin erneut nach Äthiopien reisen, für zehn Monate. Über den CVJM-Weltdienst im ejw hat sie in der Hauptstadt Addis Abeba eine Praktikumstelle für ein Kinderprojekt in einem vom ejw mitfinanzierten Kinderheim.
Zurück läßt Madlen Hornung nicht nur ihre Eltern, ihre beiden Geschwister, sondern auch ihren Esel. Um das Tier soll sich vorwiegend Schwester Inga kümmern.
Quelle: Heilbronner Stimme
mehr Informationen zur Arbeit des CVJM-Weltdienst im ejw
geschrieben von rr am 12.05.2006 um 13:05 Uhr.