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Landesbischof Gerhard Maier bedauert, dass Diskussionen um Finanzen im Vordergrund stehen
Stuttgart/ Ulm. Die Kirche sei zu sehr mit sich und ihrer finanziellen Situation beschäftigt,sagte Landesbischof Gerhard Maier während einer Podiumsdiskussion im Ulmer Stadthaus anlässlich des Posaunentages am vergangenen Wochenende im Ulm.
Ideen, die in die Zukunft wiesen, würden dadurch in den Hintergrund gedrängt, so Maier. Zwar überwiege die Hoffnung, aber schade sei, dass sowohl in der Kirche als auch in der gesamten Gesellschaft, Chancen zu zögerlich ergriffen würden.
Dennoch gehe es in der württembergischen evangelischen Landeskirche auch jetzt schon um mehr als nur die schwierige finanzielle Lage, leider aber werde das in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.
Neben Gerhard Maier nahmen auch der baden-württembergische Staatsminister Christoph-E. Palmer und der Ulmer Oberbürger-
meister Ivo Gönner an dem Gespräch teil.
Palmer beklagte die schleppende Umsetzung von unabdingbaren Reformen in der Gesellschaft. "Das Land ist in einer schwierigen Situation, weil wir verspätet auf Reformkurs sind", und weiter, "wir merken langsam erst, dass wir über unsere Verhältnisse leben".
Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner bedauerte die mangelnde Information der Bevölkerung. Die meisten Menschen würden gar keine Kenntnis davon nehmen, welche Veränderungen notwendig seien, so Gönner.
geschrieben von Klaus Rieth am 05.07.2004 um 17:46 Uhr.