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Landesjugendring fordert Unterstützung vom DFB
Pommes Frites, Kartoffelchips, Schokoriegel und süße Limonade – ungesunde und einseitige Ernährung ist eine wesentliche Ursache für Übergewicht von Kindern und Jugendlichen. "Gesundheit beginnt im Kopf" behauptet der Landesjugendring Baden-Württemberg und will mit einem Projekt Gesundheitsbildung und Ernährung zum Thema für Kinder und Jugendliche machen.
Bei der Vollversammlung des Landesjugendrings stellte der Vorsitzende Berthold Frieß heute in Karlsruhe das Projekt vor. "Wir wollen Kinder und Jugendliche anregen, sich mit ihrem Körper und ihrem Selbstwertgefühl auseinander zu setzen", so Frieß. Das Projekt soll klären, welchen Beitrag die Jugendbildung zur Gesundheitsförderung leisten kann.
Doch die Jugendarbeit kann den Bewußtseinswandel nicht allein schaffen - eine herausragende Rolle haben vor allem Menschen mit Vorbildfunktion wie Sportler, meint Frieß: "Wenn in der Werbung der Eindruck entsteht, Sportler seien trotz oder sogar aufgrund von Alkohol, Süßigkeiten und Fast-Food fit, ist das gefährlich."
Im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr sieht Frieß allen voran den Deutschen Fußballbund (DFB) in der Pflicht: "Die Werbepartner der deutschen Nationalmannschaft heißen McDonalds, Coca-Cola, Ferrero, Crunchips und Bitburger – von ausgewogener, gesunder Ernährung keine Spur!", kritisiert er.
Frieß fordert den DFB auf, die Bemühungen der Jugendverbände für Jugendgesundheit zu unterstützen: "Spitzenfußballer und mit ihnen der DFB sollten ihrer Rolle als Vorbilder gerecht werden und sich mit Verantwortung entscheiden, für welche Produkte sie eintreten", so Frieß. Die Delegierten der Vollversammlung forderten den Bundesjugendring auf, aktiv zu werden und mit dem DFB über ihre Sponsorenpolitik zu sprechen.
Verantwortlich: Berthold Frieß

Im Landesjugendring haben sich 27 landesweite Jugendverbände mit einer Million Mitgliedern in Baden-Württemberg zusammengeschlossen. Das Spektrum reicht von konfessionellen über musische und kulturelle bis hin zu politischen und gewerkschaftlichen Verbänden; von Hilfsorganisationen bis zu Naturschutzverbänden. Auch die rund 130 Jugendringe der kommunalen Ebene sind dem Landesjugendring angeschlossen.
geschrieben von Irene L. Bär am 22.11.2005 um 14:14 Uhr.
 
 

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