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Jugendwerk will spielerisch Interesse an Europa wecken
In zehn Tagen durch Europa
Stuttgart (ejw) – Per Interrail in zehn Tagen bis zu zehn Länder Europas bereisen: Eine reizvolle Idee meinen die Entwickler der Aktion "Jurope-Games". Jurope steht für Jungen und Europa. Im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (ejw) hat man diese Form von Sommeraktivität für Gruppen mit 13- bis 17jährigen Jungen entwickelt. Jungengruppen können sich für die Teilnahme bewerben.

Im Sommer 2004 soll "Jurope-Games" stattfinden. Die Veranstalter wollen so einen Beitrag gegen das Desinteresse von Jugendlichen an Europa leisten. "Jugendliche sollen nach den zehn Tagen Gesichter und Erfahrungen vor Augen haben, wenn sie an ein bestimmtes Land denken" erklärt Landes-jugendreferent Rainer Oberländer ein Ziel der Aktion. Oberländer hat zusammen mit Mitarbeitern aus der Jungenarbeit des ejw das Spiel entwickelt.

In den letzten Monaten haben die Organisatoren in fast allen der zehn ausgewählten Ländern Personen ausfindig gemacht, die Jungengruppen in der Zeit zwischen dem 4. und 14. August 2004 als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Beziehungen zu verschiedenen CVJM und Deutschen Auslandsgemeinden haben dabei geholfen. Besucht werden können nicht nur die westeuropäischen Staaten wie Frankreich, Belgien, Niederlande und Luxemburg, sondern auch Polen, die Tschechische Republik, die Slowakische Republik und Ungarn.

Ob es wirklich eine Gruppe schafft, alle Länder zu besuchen, ist laut Oberländer eher unwahrschein-lich. Doch wichtiger sei schließlich der Kontakt. Darin sieht auch der Schirmherr von Jurope-Games, der Baden-Württembergische Staats- und Europa-minister Christoph Palmer, den Sinn. "Jurope-Games ist ein konkreter und vorbildlicher Beitrag zur Völkerverständigung in dem immer enger zusammenwachsenden Europe" erklärt er sein Engagement für die Sache.

Bis jetzt sind laut Oberländer acht Gruppen aus Württemberg wild entschlossen, mit Hilfe eines Tourbuchs und einer Digitalkamera ihre Reise durch Europa anzutreten um 100 Aufgaben – zehn in jedem Land – zu lösen. Die meisten der Lösungen können digital dokumentiert werden. So lautet zum Beispiel eine Aufgabe: "Sucht das Rathaus von xy-Stadt. Zählt die bunten Mülltonnen vor dem Eingang und besorgt euch eine Leiter. Macht ein Foto bei dem einer aus eurer Gruppe auf der Leiter steht, die nicht angelehnt werden darf. Der Mitspieler muss so viele Sprossen nach oben klettern, wie ihr Mülltonnen gezählt habt." Eine andere Aufgabe könnte lauten: "Organisiert ein Volleyballspiel gegen eine ‚Landesauswahl‘. Eure Kontaktperson vor Ort fungiert als Schiedsrichter." Darüber hinaus muss jede Gruppe in einer ihr zugelosten Stadt vor Beginn der Reise ein Partnerprojekt organisieren. Noch können sich weitere Gruppen für die Teilnahme bewerben.

Während der Tage im August werden die Organisatoren, aber auch die Angehörigen und Freunde der Mitspieler, im Internet den Spielverlauf verfolgen können. Sorgen machen sich laut Oberländer noch manche Gruppen über die Finanzierung. Die Veranstalter bemühen sich zur Zeit noch um Ermäßigungen und um Sponsoren. "Eigentlich sollte das kein Problem sein, denn wer Geld in Begegnungsprogramme investiert, tut etwas für die Zukunftsfähigkeit Europas" ist sich dann auch Rainer Oberländer sicher.

Gruppen, die noch mitmachen wollen, können sich melden bei Rainer Oberländer, Evangelisches Jugendwerk in Württemberg, Haeberlinstraße 1-3, 70563 Stuttgart,Telefon 0711/9781-252 /-287
per E-Mail: rainer.oberlaender@ejwue.de

geschrieben von Helmut Häußler am 18.12.2003 um 18:00 Uhr.
 
 

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