
Am 11. Oktober hatte das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (ejw) zum zweiten Mal zu einem großen Jahresfest eingeladen. Vorbereitet waren ein interessantes und vielfältiges Programm - und Freiräume für Gespräch und Begegnung. Eine farbenprächtige Ausstellung der Arbeitsbereiche des ejw informierte anschaulich über aktuelle Aktionen und Projekte.

Für theologischen Tiefgang sorgte Professor Dr. Siegfried Zimmer von der Päd. Hochschule Ludwigsburg mit seinem wegweisenden Vortrag zum Thema: „Faszination Evangelium" .
Vortrag zum Ausdrucken (pdf-Datei, 200 kb)
Vortrag zum Anhören (mp3 Datei 20 MB !!!)
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Vortrag auf CD mailto: rainer.rudolph@ejwue.de
"In dem Wort „eu angelion" geht es um eine gute Nachricht, die für viele Menschen von Bedeutung ist, also eine öffentliche, relevante erfreuliche Nachricht. Das Evangelium ist aber ein ungeheurer Konzentrationsprozess, es ist die eine Nachricht, von dem einen Mann Jesus Christus in einem Punkt der Weltgeschichte. Der Auferstandene und das was er sagte, wurde zum Schlüssel für die Heilige Schrift. Als Jesus von Nazareth öffentlich aufzutreten begann, da hatte er sein Thema gefunden - und das ist das Reich Gottes.
Alle Werte werden umgewertet, alle Ordnungen und alle Mächte dieser Welt, die uns im Griff haben, die Geldgier, die Habsucht, die nach Jesu Meinung die Wurzel von allem Übel ist, die Gefühlskälte, die Karrieresucht, aber auch die Deprimiertheit, das Abwerten von Menschen, das sind die Mächte dieser Welt und mit dem Reich Gottes verändern sich die Machtverhältnisse.
Das Gegenteil von Evangelium ist die Macht des Gesetzes. Martin Luther hat es so aktualisiert, es ist die Macht der Beurteilung, dass wir uns gegenseitig abtaxieren wie eine Ware auf dem Markt. Wie schön bist du, wie erfolgreich... Das Gegenteil zum Gesetz der Beurteilung ist die raumschaffende Liebe des Evangeliums. Das Evangelium ist ein Versprechen, eine Zusage. Dieses Versprechen ist eine schöpferische Kraft. Die Macht des Evangeliums hat eine sprachliche Gestalt im ganzen neuen Testament. Es ist das unverhoffte, unerwartete Versprechen. Gott möchte uns über seine Versprechungen gewinnen. Mit seinen Versprechungen richtet Gott sein Evangelium auf, unabhängig von unseren Qualitäten. Das tiefste Versprechen, das es überhaupt gibt, ist das Versprechen, dass Gott seine Feinde liebt. Lasst uns eine Beute werden der Feindesliebe Gottes."
In einem kurzen Filmbeitrag leuchtete der ejw-Jugendtag vom 27. September in bunten Bildern und lebhaften Klängen noch einmal auf.
Der Stellvertretende Vorsitzende des ejw, Edgar Kaemper dankte zu Beginn für das Engagement und die Treue zum ejw. „Genauso vielfältig wie die Arbeit des ejw und die Menschen die sie tun, ist Ihre Unterstützung. Danke, dass Sie als die Freunde, Förderer Unterstützer da sind. Dass ist nicht selbstverständlich. Sie sind da, wenn wir Rat brauchen, Sie sind da, wenn wir tatkräftige Unterstützung brauchen und Sie sind da, wenn es um Finanzen geht. Und Sie sind da, wenn es ums Gebet geht, ohne dass wir nichts von dem tun könnten, was wir im ejw tun. Danke!" Ansprache anhören (mp3-Datei 4,5 MB)
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In seinem Grußwort betonte Oberkirchenrat Werner Baur, wie wichtig die Arbeit des Evangelischen Jugendwerks ist und welche Bedeutung sie für die gesamte Evangelische Landeskirche hat. „Jugendarbeit ist Herzenssache." „Was für ein Schatz für die Kirche, welch ein Segen für das Land, wenn junge Menschen so begleitet werden." An die Freunde und Förderer des ejw geht deshalb ein herzliches Dankeschön, dass sie diese wichtige Arbeit ermöglichen. Grußwort anhören (mp3-Datei 1,6 MB)

Welche Unterstützung das ejw durch den ejw-Förderverein und durch die ejw-Stiftung Jugend.Bibel.Bildung erfährt, berichteten die Vorsitzenden Hermann Hörtling und Walter Löffler.
vlnr. H. Hörtling, G. Heinzmann, W.Löffler
Einen Überblick über das weitere Programm des Festes gab der Geschäftsführer des ejw, Marcus Witzke, der für die Vorbereitung des ejw-Festes verantwortlich war. Kaffee und leckere Kuchen stärkten für alte und neue Begegnungen und lebhafte Gespräche. Großen Anklang fand auch das reichhaltige Angebot von buch+musik. Besondere Anziehungskraft hatten dabei die Pläne des großen Neubaus und das Modell des Bernhäuser Forstes, aber auch die Ausstellung von den Anfängen des „Ur-Forstes" vor 40 Jahren. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Landessynode soll mit dem Neubau von (Speise)Saal und Küche ab Ostern 2010 begonnen werden. Zahlreiche neue Vorschriften, vor allem für Küchen- und Tagungsbereich lassen sich in einem Neubau besser - und kostengünstiger umsetzen. Außerdem entstehen hier noch dringend benötigte zusätzliche große Tagungsräume. Pläne siehe Bildergalerie
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| Architekt Keller mit dem neuen Modell | Marcus Witzke, Geschäftsführer des ejw |
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| Reichhaltiges Angebot von buch+musik | Alma Ulmer, Studienleiterin Bernh. Forst |
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| Klaus Lohrbächer | Manfred Bletgen, ehem. Studienleiter |
Durch 40 Jahre „Bernhäuser Forst-Geschichte" führten der ehemalige Studienleiter Manfred Bletgen und die derzeitige Studienleiterin vom Bernhäuser Forst Alma Ulmer in einem spannenden Rückblick.
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Anschaulich und mit reichem Hintergrundwissen erzählte Klaus Lohrbächer vom Künstler Roland Peter Litzenburger und führte in die Bilder der Ausstellung auf dem Bernhäuser Forst ein. Bis März 2010 bleiben die ausgestellten Bilder im Bernhäuser Forst zugänglich.
Leckerer Popcornduft lockte Nase und Auge in einen Seminarraum. Neben Spiel- und Bastelangeboten machte eine Ausstellung des Arbeitsbereiches Kinder auf das brennende Thema: Armut mit Kindern aufmerksam. Haustechniker Cornelius Grupp vom Bernhäuser Forst sprang spontan für den erkrankten Zauberkünstler ein und berichtete in einem spannenden Bilder-Vortrag von seiner früheren Missions-Tätigkeit in Afrika.
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Mit schwungvollen Posaunenklängen präsentierte sich ein Bläserensemble von Unterjochfreizeiten unter der Leitung von Michael Püngel. Im vollbesetzten Saal des Bernhäuser Forsts trafen sich alle zum Gottesdienst. TEN SING live bot eine Kostprobe mit einem mitreißenden Lied. Video anschauen |
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Pfarrer Gottfried Heinzmann, Leiter des ejw, ermutigte in seiner Predigt, die von Gott anvertrauten Talente zu entdecken und zu gestalten. |
Der Herr, mit dem wir es zu tun haben, bringt uns großes Vertrauen entgegen. Großzügig teilt Gott seine Gaben aus. Vergebung, Liebe, Barmherzigkeit - die Gnadengaben Gottes sollen nicht gebunkert, sondern unter die Leute gebracht werden. Fröhlich - fast leichtfertig - sollen wir mit ihnen umgehen. Und fröhlich - voller Vertrauen auf den großzügigen Herrn sollen wir Rechenschaft vor ihm ablegen.
Begabungen haben auch immer mit Bewertungen zu tun.
• Was ist wichtig im Leben?
• Für wen setze ich mich ein?
• Wem sollen meine Gaben zu Gute kommen?
Als Menschen, die mit dem Vermögen Gottes wuchern, können wir das Wunder der Vermehrung an uns selbst erleben. Die Energie, die wir für seine Sache einsetzen, erhalten wir zurück. Die Liebe, die wir in seinem Namen weitergeben, geht nicht verloren. Die Zeit, die wir anderen schenken, wird gesegnet.
„Nimm teil an der Freude deines Herrn" - das ist nicht nur die Belohnung der treuen Knechte, nachdem sie ihre Gewinne abgegeben haben. „Nimm teil an der Freude deines Herrn" - das ist die Einladung, die wir aus diesem Gleichnis hören.
• Nimm teil an der Freude, die in dir wächst, wenn ein bedürftiger Mensch von deinem geteilten Brot satt wird.
• Nimm teil an der Freude, die in dir aufkeimt, wenn ein Mensch nach der Begegnung mit dir ermutigt weitergehen kann.
• Nimm teil an der Freude, die im Himmel ist, wenn durch dein Begleiten, durch dein Leben, durch deine Liebe ein Mensch den Weg zu Gott findet.
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Im Rahmen des Gottesdienstes wurde das neue Hausleiter-Ehepaar vom Bergheim Unterjoch, Katharina und Frieder Klöckner von Jürgen Kehrberger, dem Fachlichen Leiter des ejw, eingesetzt. |
Reich gefüllt mit Begegnungen und Erlebnissen verabschiedeten sich die Freundinnen und Freunde des ejw, nicht ohne sich gleich für das nächste ejw-Fest im Oktober 2011 zu verabreden. Dort wird dann - hoffentlich - schon der Neubau stehen und zusammen mit dem ejw-Fest in einem Tag der Offenen Tür eingeweiht werden.
Dankbar für das gute Gelingen an diesen Tag sind nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ejw, die kurz nach dem Jugendtag alle Hände voll zu tun hatten. Manfred Bletgen, lange Jahre Studienleiter im Bernhäuser Forst und jetzt im Vorstand des ejw-Fördervereins, fasst als Bilanz zusammen:
| „Ich habe heute so viele strahlende Augen gesehen. Menschen, die gesagt haben: Das ist mein ejw. Hier erlebe ich das ejw als Familie, hier können wir zusammen mit Frau und Kindern kommen. Hier treffen sich Freunde und Weggefährten wieder. Gut, dass es dieses Fest gibt." |
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| Rainer Rudolph |
Den Vortrag von Siegfried Zimmer und die Predigt von Gottfried Heinzmann gibt es auf CD zum Anhören. Hier bestellen: rainer.rudolph@ejwue.de
Bilder vom ejw-Fest 2009 http://www.ejwue.de/bildergalerie/_k127/
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Das von Siegfried Zimmer empfohlene Buch:
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Webcode 2009ejw1016