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Innerkirchlich und gesellschaftlich muss die Jugend auf gleicher Augenhöhe beteiligt sein.
Bad Herrenalb (epd). Kinder und Jugendliche müssen die evangelische Kirche stärker mitgestalten können. «Darin liegt ein Riesen-Potenzial», sagte der badische evangelische Landesbischof Ulrich Fischer am Wochenende beim Bundeskongress der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) in Bad Herrenalb bei einer Podiumsdiskussion.
Bei Entscheidungen würden Positionen der Jugend oft nur unzureichend gehört. Auch in der Außendarstellung von Kirche bleiben Jugendliche eine Randerscheinung. «Sowohl bei innerkirchlichen, als auch bei gesellschaftlichen Debatten muss die Jugend auf gleicher Augenhöhe beteiligt sein», forderte aej-Generalsekretär Mike Corsa und appellierte an die Jugendlichen, Themen zu besetzen.
«Die Jugend ist nicht die Gemeinde von morgen, sondern von heute», betonte der Superintendent der Evangelisch-methodistischen Kirche, Peter Vesen. «Jugendliche brauchen Erwachsene mit ihren Erfahrungen, während für die Älteren Ideen und Impulse der Jugend wichtig sind», sagte Vesen. Begegnungen dürften nicht auf Gremienarbeit beschränkt bleiben, betonte auch Thies Gundlach vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): «Wir müssen neue Formen des Miteinanders finden», sagte der Theologe.
«Jugendliche sollen und müssen sich einbringen können», sagte Christoph Otto, Jugend-Delegierter in der EKD-Synode. Dazu müssten innerhalb und außerhalb der bestehenden Strukturen neue Foren der Begegnung entwickelt werden. Ein großes Problem sieht der badische Landesbischof mit dem Achtjährigen Gymnasium (G8) und dem Ausbau der Ganztagsschulen. Hier stehe die kirchliche Jugendarbeit vor der Herausforderung, sich innerhalb und außerhalb der Schulen zu positionieren, sagte Fischer.
(epd-suedwest 2533/22.11.2008)
geschrieben von rr am 25.11.2008 um 14:09 Uhr.