
Bernhausen/Stuttgart (ejw) – 400 Freizeitsportler in 52 Mannschaften aus ganz Deutschland und der Schweiz folgten der Einladung der Sportarbeit des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (ejw) zu 50 Jahre Indiaca in Württemberg nach Filderstadt. Gefeiert und gespielt wurde am 12./13. Juli in und um die Bernhäuser Rundsporthalle.
Mannschaften im Outfit der letzten fünf Jahrzehnte präsentierten sich zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten. Die Vertreterinnen der 50er Jahre traten in Fahrtenhemd auf. Denn so waren jene jungen Männer gekleidet, die 1953 beim Jungenschaftslandeslager in Mellau im Bregenzer Wald zum ersten Mal mit dem aus Südamerika stammenden Federball spielten. Adolph Luckhan, später Landesjugendwart im Evangelischen Jungmännerwerk, war damals mit dabei. "Weil man auf den kleinen abschüssigen Wiesen keinen Fußball spielen konnte, kam die Indiaca gerade recht. Und weil die Jungs schnell ins Spiel kamen und Spaß daran hatten, kam es nach diesem Sommerlager zur raschen Verbreitung im ganzen württembergische Land" erklärte Luckhan in Bernhausen den Siegeszug des Spielgeräts. Mitte der 70er Jahre wurde die Indiaca sogar vom Deutschen Sportbund zum Spielgerät des Jahres erkoren.
Begegnung und Bewegung nannte ejw-Sportreferent Siegfried Rembold zwei wichtige Wirkungen des Indiaca-Sport. Gelegenheiten zur Begegnung gab es für die rund 400 Turnierteilnehmer in Bernhausen viele. Neben dem Sport war in der sogenannten "big night" auch Disko, Gottesdienst und Nachtgeschichten angeboten. Besondere Höhepunkte waren das Konzert mit Judy Bailey am Samstagabend mit insgesamt rund 700 Besuchern und ein Jugendgottesdienst zu Beginn des Sonntags mit dem Bernhäuser Jugendpfarrer Ulrich Scheffbuch. Dass auch ganz viel und Leidenschaftlich Indiaca gespielt wurde, machte spätestens die Siegerehrung am Sonntagabend deutlich. Da wurden dann die Siegerinnen und Sieger gefeiert. "Doch eigentlich gibt es bei Indiaca keine Verlierer" erklärte Indiaca Fachwart und Cheforganisator der Veranstaltung, Henrik Struve, eine Eigenheit von Indiaca. Das Erlebnis, dabei gewesen zu sein, zählt fast so viel wie der Sieg.
Als Sieger standen am Ende fest:
Bei Mädchen B Malsheim 1 vor Flacht und Becheln (Westbund), bei Mädchen A gewann Rutesheim vor Flacht 1 und Entringen, bei den Damen Malmsheim vor Döffingen.
Bei den Jungen B siegte Malmsheim von Rutesheim. Bei den Jungen A Malsheim 1 vor Rutesheim 2 und Malsheim 2. Bei den Herren gewann Söhnstetten vor Köln und Mörsbach. Im Mixed ging der Sieg an Sylbach vor Chiasso (CH) und Mörsbach.
geschrieben von Helmut Häußler am 14.07.2003 um 14:00 Uhr.