
Die brennenden Synagogen, die zerbrochenen Schaufensterscheiben, die auf die Straßen geworfenen Möbel, die Plünderungen.
Was in der Reichspogromnacht geschah, war öffentliches Zeichen für das, was folgen sollte: der Völkermord am europäischen Judentum.
In den Kirchen herrschte damals mehrheitlich Schweigen, Wegschauen oder gar heimliche Zustimmung. Nur wenige mutige Stimmen nannten die Verbrechen beim Namen.
Der 9. November ist ein Tag der Erinnerung an die Leiden der Opfer; er ist ein Tag der Buße und Umkehr aus der langen Geschichte christlicher Judenfeindschaft; er ist ein Tag der Besinnung auf das mutige Zeugnis derer, die damals widersprochen haben.
Die württembergische Landeskirche ruft dazu auf, den 9. November als Tag der Erinnerung und der Umkehr einzuführen. An vielen Orten unserer Landeskirche gibt es dazu Veranstaltungen. Die Landesstelle des ejw nimmt die Anregung auf und gestaltet die Hausandacht in dieser Woche zu diesem Thema.