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Die neue Gemeinschaftsschule kann von der Haltung der Jugendarbeit lernen, meint Norbert Zeller vom Kultusministerium
Jugendarbeit als Partner der Schule

Mit der Rekordbeteiligung von über 40 Multiplikatoren fand am 13.10.2011 das Vernetzungstreffen Jugendarbeit und Schule in der Landesstelle des ejw statt. Als Gastreferent für diesen Tag konnte Norbert Zeller, der Leiter der neuen „Stabsstelle Gemeinschaftsschulen, Schulmodelle, Inklusion" im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport gewonnen werden. Er gilt als einer der profiliertesten Bildungspolitiker der SPD und verantwortet maßgeblich die Schulentwicklung der neuen Landesregierung.

 

Auf den Tag eine Woche nach der großen Auftaktveranstaltung des Kultusministeriums zur „Gemeinschaftsschule" (Video-Dokumentation hier) stellte sich Zeller im ejw den Fragen von Verantwortungsträgern aus Jugendarbeit, Schule und Kirche. Die Gemeinschaftsschule soll als neues Schulmodell ab dem Schuljahr 2012/2013 alle Bildungsabschlüsse an einer Schule ermöglichen. Sie ist eine gebundene Ganztagsschule mit rhythmisiertem Konzept und schon von ihrem Wesen her auf die Kooperation mit außerschulischen Partnern angewiesen. Zeller würdigte in seinem Vortrag die Bildungspotenziale evangelischer Jugendarbeit und bestärkte die Anwesenden, vor Ort die Schulentwicklung mitzugestalten. Dabei ging er auch auf die Formulierung aus dem Koalitionsvertrag ein „Eine eventuell auszubauende schulnahe Jugendarbeitsstruktur benötigt zusätzliche Investitionen". Die Landesregierung wolle Schulen zukünftig mehr Möglichkeiten eröffnen, aus ihrem Schulbudget auch außerschulische Kooperationspartner mitzufinanzieren, dabei gehe man über die Ansätze der Personalausgabenbudgetierung hinaus, so Zeller. „Es geht nicht darum, auf eine günstige Weise die Jugendarbeit einzuverleiben. Es geht darum, den eigenständigen Stellenwert der außerschulischen Jugendbildung zu erhalten und mit der Schule zusammenzubinden."

 

Die anwesenden Experten (Jugendreferenten, Schuldekane, Schulleiter, Lehrkräfte sowie Vertreter verschiedener Institutionen im Kontext Jugendarbeit und Schule) würdigten die Aufbrüche in der Bildungspolitik. „Das ist genau im Sinne des schulpolitischen Papiers der evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg, für das die Kirchen noch vor wenigen Jahren öffentliche Prügel bezogen haben", stützte Referatsleiter Wolfgang Kalmbach vom Evangelischen Oberkirchenrat die Anliegen der Bildungsreform, die beispielsweise eine Ganztagsschule ohne Hausaufgaben zum Ziel hat.

 

Nach einer Kleingruppenphase mit anschließender Podiumsdiskussion verabschiedete sich Norbert Zeller mit einem Dank für die engagierte Arbeit der Kirche im Schnittfeld von Jugendarbeit und Schule. Sein Versprechen „Ich komme gerne wieder zu Ihnen" wurde mit Applaus aufgenommen.

 

Im weiteren Verlauf des Vernetzungstreffens boten sechs Workshops umfangreich Gelegenheit für Informationen und Austausch, beispielsweise zu folgenden Themen: „Diakonie, Kirchengemeinde, Jugendarbeit und Schule", „Schulseelsorge" oder „Wie tickt die Schule im Umgang mit Kooperationspartnern?".


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Norbert Zeller

 

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Podiumsdiskussion mit Experten aus der Jugendarbeit

 

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Interessierte Zuhörer, im Bild Jugendreferenten aus dem ejw sowie Vertreter des Evangelischen Schulwerks, der Schuldekane, der Evangelischen Akademie Bad Boll und der Jugendarbeit der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart

 

Das nächste Vernetzungstreffen wird am Donnerstag, 19.01.2012 in Ludwigsburg stattfinden.

geschrieben von Wolfgang Ilg am 13.10.2011 um 19:31 Uhr.
 
 

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