TeenDance

Gott begegnen - tänzerische Fähigkeiten erweitern - Vertraute finden

„Wir wollen unser Möglichstes geben, damit Gott Jugendlichen begegnen kann, Jugendliche ihre tänzerischen Fähigkeiten erweitern und in uns Vertraute finden."

Es ist erwiesen, dass ein Seil, aus drei Seilsträngen verwoben, reißfest undstabil ist. Die drei Stränge von TeenDance geben dieser innovativen Form von Gruppenarbeit ihre Stabilität.

  • 84% der Jugendliche geben Tanzen als Interesse an.
  • TeenDance vernetzt unterschiedliche Tanzszenen.
  • Ziel ist es, die Choreographien zu präsentieren.

TeenDance und die Bedürfnisse der Jugendlichen

Anita Ackermann führte eine empirische Untersuchung durch inwieweit  TeenDance sich an den Interessen und Bedürfnissen von jungen Menschen orientiert.
Es konnte bestätigt werden, dass Jugendliche von TeenDance begeistert sind, sie die Handlungsorientierung bei TeenDance schätzen, soziale Kompetenzen erwerben und ein Großteil der Teenanger an christlichen Inhalten und Werten interessiert ist.

move out - neues wagen

Im Jahr 2006 wurde im Europapark in Rust eine besondere Tanz-Show aufgeführt. Über 150 Jugendliche aus unterschiedlichen Städten, Schichten und mit unterschiedlicher Herkunft waren daran beteiligt. Die Idee und der Gesamtrahmen wurde vom Evangelischen Jugendwerk in Württemberg entwickelt, die lokalen Gruppe haben jeweils einen Teil der Show entwickelt.

move out ist eine Herausforderung für die Jugendlichen.

Sie lassen sich auf neue Menschen ein, oft mit anderer Hautfarbe oder aus einer anderen sozialen Schicht. So ist es wenig verwunderlich, dass am Anfang Vorurteile und Ängste vorherrschend sind. Durch das gemeinsame Tanzen und die Diskussionen über die Choreographie ist eine Gemeinschaft entstanden. Viele Vorurteile wurden abgebaut.

move out bedeutet aber auch eine neue Bewegungsrichtung der Jugendarbeit.

Raus aus den Gemeindehäusern und sonstigen Orten, an denen sich die Jugendlichen und die Mitarbeitenden sonst treffen.
Projekte gibt es an Hauptschulen, in Jugendhäusern, in offenen Treffs.

teendance.jpgDamit erreicht evangelische Jugendarbeit eine neue Zielgruppe...

...denn gerade Hauptschülerinnen und Hauptschüler sind normalerweise selten in der Jugendarbeit zu finden. Das gilt auch für die Trainerinnen und Trainer. Auch hier sind junge Menschen aus der Hauptschule, dem Gymnasium, der Uni oder schon im Beruf.

Diese Zusammensetzung der Projektgruppen macht move out zu einem wertvollen Projekt für die Weiterentwicklung von Jugendarbeit.
„Die Arbeit war oft mühsam" berichtet Projektleiterin Jule Pfüller. „Es gab immer wieder Konflikte zwischen den unterschiedlich sozialisierten Jugendlichen und manchmal mussten die Jugendlichen auch stärker zum Durchhalten motiviert werden als dies bei der regulären Jugendarbeit der Fall ist."

Die Verantwortlichen von move out sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. In den Gruppen und zwischen den verschiedenen Gruppen hat sich viel getan - es sind neue Freundschaften entstanden und die Jugendlichen gehen inzwischen sehr unverkrampft miteinander um.

Hintergrundinformationen

Für das Projekt move out haben 15 Gruppen im Großraum Stuttgart einen Beitrag für eine gemeinsame Tanzshow entwickelt. Insgesamt sind ca. 200 Jugendliche beteiligt. Höhepunkt des Projekts ist ein großer Auftritt am 29. Juli im Europapark Rust.
Der Erlös der Aktion geht an ein Projekt, mit dem Straßenkinder in Äthiopien unterstützt werden.


Weitere Informationen zu move out: www.move-out.info
Weitere Informationen zu TeenDance: www.teendance.de

Literatur:

Anita Ackermann (2006): TeenDance. Eine neue Form kirchlicher Jugendarbeit aus der Perspektive beteiligter Jugendlicher, Berlin.
ISBN: 3-939000-57-4

Anita Hipp, Jule Pfüller, Achim Großer (2005): Tanzen ist Träumen mit den Füßen, Stuttgart.



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