Vom 9. - 18. Dezember werden in Kopenhagen die internationalen Klimaverhandlungen stattfinden, in denen sich die Staaten der Welt vertraglich auf einen gemeinsamen Weg und ihren eigenen Beitrag zur "Rettung" des Weltklimas verständigen wollen/ sollen/ müssen. ("Rettung" bedeutet den Versuch, die durchschnittliche Erderwärmung auf "nur" 2 Grad Celsius bis 2050 einzudämmen ... ).
Zum Ende der Kopenhagener Weltklima-Konferenz - 9. bis 18. Dezember - werden aus diesem aktuellen Anlass die Experimentellen Bildungsräume eXpi- ein Zweig der Schülerinnen- und Schülerarbeit im ejw - eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Umweltbeauftragten der Landeskirche durchführen.
Als Mitwirkende stehen schon fest:
Hans-Hermann Böhm, Umweltbeauftragter der ev. Landeskirche Württemberg:
"Was die Landeskirche aktiv gegen den Klimaschutz unternimmt"
Berthold Frieß, Landesgeschäftsführer BUND "Von Rio über Kyoto nach Kopenhagen - politische und inhaltliche Eckpunkte zur Klimapolitik"
Der politische countdown für die Kopenhagener Verhandlungen läuft bereits, wie wir derzeit alle den Medien entnehmen können. Hinter der aktuellen "Klimafrage" verbergen sich allerdings auch "alte" Fragen:
- die Frage nach weltweiter Gerechtigkeit: Verursacher des Problems sind vor allem die "entwickelten Industriestaaten", bedroht und z.T. existentiell betroffen sind vor allem Staaten der "3. Welt".
- die Frage der Generationengerechtigkeit: aller Voraussicht und wissenschaftlichen Erkenntnis nach werden schon die Klimaveränderungen, die in den letzten 50 Jahren verursacht wurden, die Lebensbedingungen vieler Generationen in den nächsten Jahrhunderten negativ beeinflussen
- die Frage nach unserem Lebensstil: Wie wollen wir als Christen ge-meinsam verantwortlich leben ? Wollen wir die Schöpfung bewahren und nachfolgenden Generationen ebensolche Lebensbedingungen er-möglichen wie wir sie selbst haben ? D.h. wollen wir nur so viel von der Erde "verbrauchen" wie sie "produziert", also Nachhaltigkeit als Grundprinzip unseres Lebens verstehen und anerkennen ?
Es ist geplant, neben Experten z.B. Jugendliche einzuladen, die am weltweiten Aktionstag am 12. Dezember in Kopenhagen waren.
Einen Handzettel der Veranstaltung erhalten Sie
hier.
geschrieben am 18.12.2009 um 08:46 Uhr.