16.05.2013 - Oliver Pum

1 und 1 ist mehr als 2

Vernetzungstreffen zum Thema "Grundschule" am 13. Mai 2013

„Klingt alles wirklich interessant. Aber wie finde ich denn nun einen Kooperationspartner aus der evangelischen Jugendarbeit?“. Diese Frage einer Grundschul-Rektorin konnte rasch beantwortet werden: Schon zehn Minuten später saß sie mit dem Jugendreferent aus ihrer Stadt beim Kaffee und plante mögliche Kooperationsprojekte. So praktisch kann es werden, wenn die Schülerarbeit drei Mal im Jahr zum „Vernetzungstreffen Jugendarbeit und Schule“ einlädt.

Im Vorbereitungsteam waren wir gespannt: würde das Thema Jugendarbeit und Grundschule angenommen werden? Bei der Erhebung zur Kooperation von Jugendarbeit und Schule im Jahr 2012 wurden immerhin 135 Kooperationen zwischen kirchlicher Jugendarbeit und Grundschule benannt und auch eine Umfrage der Kirchenmusik im Jahr 2013 listet eine große Zahl an Kooperationen mit Grundschulen auf. Vom großen Interesse am Vernetzungstreffen waren wir dann begeistert: fast 50 Teilnehmende waren ein neuer Rekord für das Vernetzungstreffen und die Kooperation mit dem PTZ - dem Pädagogisch Theologischen Zentrum der Ev. Landeskirche – sorgte dafür, dass auch eine große Zahl von Lehrerinnen und Lehrern teilgenommen hat. So kam es zu einem lebendigen Austausch zwischen den unterschiedlichen Akteuren aus Kirche, Jugendarbeit und Schule.

Im einführenden Referat wies Damaris Knapp - im PTZ unter anderem für den Bereich Grundschule zuständig - auf die veränderten Bedingungen hin, unter denen Kinder heute aufwachsen und welche Konsequenzen dies für die Grundschule, insbesondere auch für den Religionsunterricht hat. Sie entwarf das Bild der Grundschule als einem „Ort des Lernens und Lebens“, der Brücke in die Gesellschaft hinein ist. Sie wies auch darauf hin, dass Bildung mehr ist als schulisches Lernen und religiöse Bildung mehr als Religionsunterricht - aber auch mehr als kirchliche Jugendarbeit. Als Bausteine gelingender Vernetzung zwischen Jugendarbeit und Schule benannte sie neben strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen insbesondere die Offenheit und das Miteinander der beteiligten Personen und rief dazu auf, bestehende Schnittstellen zu nutzen und Leben und Lernen von Kindern und Jugendlichen gemeinsam zu gestalten.

In den anschließenden Workshops stellte Diakonin Kornelia Spieth aus Göppingen ein Modell der Kooperation von Kirchengemeinde und Grundschule vor. Ulrich Schlumberger, Konrektor an der Steinenbergschule in Stuttgart, berichtete von den Chancen einer Ganztagsgrundschule. Dorothea Hufnagel erzählte von ihren Erfahrungen aus der Schulseelsorge in Tübingen, wo sie ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Schülerinnen und Schüler hat. Wolfgang Ilg bot eine Austauschplattform in kleiner Runde zunächst für Einsteiger, dann für „Fortgeschrittene“. Sybille Kalmbach und Sybille Thiess-Braun stellten den Schülerbibelkreis der Ludwig-Uhlandschule in Gärtringen vor: „die coolste Pause der Woche“. Und Susanne Jasch und Damaris Knapp vom PTZ zeigten die Möglichkeiten von Konfi 3 an der Grundschule auf.

Schließlich berichteten Wolfgang Ilg, Damaris Knapp und Oliver Pum von aktuellen bildungspolitischen Entwicklungen wie dem Zukunftsplan Jugend, dem 14. Kinder- und Jugendbericht, den Gesprächen über die Ausgestaltung der Ganztagsgrundschule, lokalen Bildungsnetzwerken und der Arbeit an den neuen Bildungsplänen, in denen viele Schnittstellen für die Kooperation von Schulen und außerschulischen Partnern enthalten sind.

Das nächste Vernetzungstreffen findet am Mittwoch, 13. November 2013, im ejw statt. Infos dazu sowie die Protokolle aller Vernetzungstreffen gibt es unter: www.schuelerarbeit.de/vernetzungstreffen

Oliver Pum


Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) koordiniert, fördert und gestaltet die evangelische Jugendarbeit in Württemberg. Unser Ziel ist es, junge Menschen zum Glauben an Jesus Christus einzuladen, ihren Glauben im Alltag zu stärken und sie bei ihrem Engagement für Jugendarbeit und Gesellschaft zu unterstützen. Kurz gesagt: begegnen, begleiten und befähigen. Deshalb unterstützen wir Kinder, Konfirmanden, Jugendliche, Familien und (junge) Erwachsene über unsere sinnstiftenden Arbeitsbereiche, Veranstaltungen, Bildungsangebote und Reisen. Zudem bringen wir die einzelnen Jugendwerke vor Ort sowie in den Bezirken voran. Als größter konfessioneller Jugendverband in Baden-Württemberg bieten wir jährlich circa 306.000 jungen Menschen regelmäßige und circa 462.000 einmalige Angebote. Wir arbeiten selbstständig im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und mit einem großen Netzwerk an Partnern. Mehr über uns erfahren Sie unter www.ejwue.de/ueber-uns/wer-wir-sind/ 

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Lukas Haile (Jugendkirche CHOY Althengstett (17/18))

Studium Religions- und Gemeindepädagogik mit Sozialer Arbeit an der EH Ludwigsburg

"In meinem Freiwilligendienst habe ich viel über mich selbst und meinen Glauben gelernt und durfte das Arbeitsfeld des Jugendreferenten genauerer kennenlernen. Durch die Erfahrungen im Freiwilligendienst und die genialen Seminare konnte ich mich bestärkt und befähigt auf meinen Weg als Hauptamtlicher begeben."

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