27.11.2007 - Autor: rr

3. Preis für CVJM Fellbach e.V.

Der CVJM Fellbach e.V. wurde für das Projekt "Zeichen setzen: Schwarz-weißer Aufbruch, Fellbach und Kakuri, Nigeria" mit dem dritten Preis geehrt.



Tatkräftiges Handeln gegen die Armut und für globale Gerechtigkeit

Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg 2007 für herausragendes Engagement verliehen


Im Rahmen eines bunten Aktionstages wurde am Samstag, 24. November in Stuttgart in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft der Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg 2007 verliehen. Der Preis wurde von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) initiiert, um herausragendes entwicklungspolitisches Engagement zu ehren. Er wird in einem dreijährigen Turnus vergeben.


3. Preis für CVJM Fellbach 500 Euro

gestiftet durch: Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)

Kategorie: Kinder und Jugendliche

mehr zum CVJM Fellbach: www.cvjm-fellbach.de


Projekt: "Zeichen setzen: Schwarz-weißer Aufbruch in Fellbach und Kakuri, Nigeria"

Preisträger: CVJM Fellbach e. V.


Laudatorin: Christa Vossschulte, Vizepräsidentin des Landtags von Baden-Württemberg



Seit acht Jahren pflegt der CVJM Fellbach eine intensive Partnerschaft zum YMCA in Kakuri in Nigeria. Auf Initiative der Jugendlichen des CVJM Fellbach konnten u. a. so viele Gelder aufgebracht werden, dass heute in Kakuri eine Klinik für Kinder bis fünf Jahre gebaut wird. Und wer weiß, dass in Nigeria jedes 5. bis 6. Kind unter fünf Jahren, auch wegen mangelnder medizinischer Versorgung stirbt, der weiß, welch wichtigen und großartigen Beitrag die Jugendlichen aus Fellbach damit geleistet haben. Vielen Dank!



Der Geschäftsführer der Stiftung, Karl-Hans Schmid, betonte in seinem Grußwort: "In Baden-Württemberg gibt es ein außergewöhnlich vielfältiges Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, die durch partnerschaftliches Handeln helfen, Armut in Entwicklungsländern zu mindern und die für eine nachhaltige Entwicklung weltweit eintreten." Er unterstrich, dass der heutige Tag und die Ehrungen ein Zeichen des Dankes für das Geleistete und zugleich Ermutigung und Motivation sein sollen, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.


Wirtschaftsminister Ernst Pfister als Schirmherr des Tages zeigte sich beeindruckt von dem Ideenreichtum und der Vielfalt aller Projekte. "Wir brauchen Menschen, die den Mut haben, Eigeninitiative zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Menschen, die sich nicht auf eine bequeme Zuschauerrolle zurückziehen, sondern Zeit, Geld und persönliche Fähigkeiten einsetzen, um zu helfen", betonte der Wirtschaftsminister.


Bereits am Vormittag fanden die Ehrungen für die Sonderkategorie "Landesweite Initiative Meine Welt. Deine Welt. Eine Welt. 2007" statt. Der erste Preis ging an die Stadt Albstadt für das Projekt "Zeichen setzen für Bisoro/Burundi". Im Mittelpunkt der Eine-Welt-Wochen stand die Stadt Bisoro, zu welcher Albstadt gemeinsam mit dem französischen Chambéry seit über 15 Jahren eine Partnerschaft pflegt. Auf den zweiten Platz kam Schwäbisch Gmünd mit einem vielfältigen Programm für Jung und Alt. Das badische Rheinstetten erhielt den dritten Preis mit ihrem Programm "Afrika entdecken! … für Groß + Klein".


Für sein Lebenswerk geehrt wurde Werner Reiter aus Heilbronn. Seit fast 30 Jahren engagiert er sich als Mitglied der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in der Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika. Sein Wirken zeichnet sich durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit aus, die sich maßgeblich an dem Motto der Hilfe zur Selbsthilfe orientiert. Die Laudatio hielt Wirtschaftsminister Ernst Pfister. Er dankte Werner Reiter für sein großartiges und unermüdliches Engagement für die Menschen in Afrika. Bewundernswert sei der ganzheitliche und konkrete Ansatz, so Pfister.


In der Kategorie Kommunale Entwicklungszusammenarbeit und Lokale Agenda 21 erhielt die Abteilung Umwelt und Naturschutz des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt der Stadt Friedrichshafen den ersten Preis für das Projekt "Café Friederico" – ein Marketing- und Kommunikationskonzept für den Fairen Handel im Rahmen der Lokalen Agenda 21 in Friedrichshafen. Das Friedrichshafener Konzept sei zum Exportschlager für andere Kommunen geworden, lobte Dr. Herbert O. Zinell, Oberbürgermeister der Stadt Schramberg und Vorsitzender des Kuratoriums der SEZ, in seiner Rede. Auf den zweiten Platz kam die Stadt Buchen und das Burghardt-Gymnasium Buchen mit ihrem Projekt "Eine Schule in Afghanistan: "Buchen-Schule" in Chagmagh". Über den dritten Preis freute sich die Kulturinitiative Freudenstadt e. V. für ihr "Afrika-Fest Freudenstadt 2005-2007".


Den ersten Preis in der Kategorie Kinder und Jugendliche erhielt die Erich-Kästner-Schule in Ostfildern für ihre "Internationale Lernpartnerschaft Ostfildern, Stuttgart, Berlin, Moreno (Argentinien)". Landtagsvizepräsidentin Christa Vossschulte unterstrich in ihrer Laudatio, dass es möglich sei, dass Fremde aus weiter Ferne zu Freunden werden können – dies beweise das Projekt der Schülerinnen und Schüler. Der zweite Preis ging an die BUNDjugend Baden-Württemberg für den "Jugendaktionskongress 2006: In 6 Tagen um die Welt.".


Der CVJM Fellbach e. V. wurde für das Projekt "Zeichen setzen: Schwarz-weißer Aufbruch, Fellbach und Kakuri, Nigeria" mit dem dritten Preis geehrt.


Für ihr Engagement gegen Kinder- und Sklavenarbeit in indischen Steinbrüchen wurde der Freiburger Verein XertifiX e. V. mit dem ersten Preis in der Kategorie Nicht-Regierungsorganisationen und privates Engagement ausgezeichnet. "XertifiX bekämpft aktiv unmenschliche Zustände und motiviert deutsche Steinmetze zum Kauf gesiegelter Steine", betonte Sabrina Fritz, SWR, in ihrer Laudatio. Den zweiten Preis erhielt der Verein zur Förderung Entwicklungswichtiger Vorhaben e. V. aus Stuttgart mit seinem Engagement "Bildung für nachhaltige Entwicklung im Energie-, Umwelt- und Klimasektor, Indien". Ein dritter Preis ging jeweils an Yalla e. V. und Hala Gerullis aus Herrenberg für das Projekt "Orientalische Tage – Geschäfte der Innenstadt kooperieren mit einem Eine Welt Verein" und Dikome/Kamerun e. V. aus Schopfheim für ihr Projekt "Fair Trade – Kaffee vom Kleinbauern bis zur Theke".


Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 16.250 Euro für den Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg 2007 wurden gestiftet von Karl-Hermann Blickle, Balingen, Orsa Immobilien & Bauträger GmbH, Dr. Ing. h.c.F. Porsche AG, Stuttgart, Werner Schmidt-Weiss, dem SparkassenVerband Baden-Württemberg und der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ).


Wie bunt und vielfältig das entwicklungspolitische Engagement in Baden-Württemberg ist, zeigte ein Markt der Möglichkeiten. Hier präsentierten die Preisträger der verschiedenen Kategorien ihre Projekte. Dabei waren auch Kommunen mit all denjenigen Gruppen, die sich an der diesjährigen landesweiten Initiative Meine Welt. Deine Welt. Eine Welt. beteiligt hatten. Im Rahmen der Initiative fanden in 31 Kommunen in Baden-Württemberg im September und Oktober rund 300 Veranstaltungen zum Thema Eine Welt statt. Die landesweite Initiative zielt auf eine breite Sensibilisierung bezüglich weltweiter Strukturen und dem Ungleichgewicht zwischen armen und reichen Ländern. Durch gemeinsame Veranstaltungen von Kommunen mit Kindergärten, Schulen, Vereinen, kirchlichen Gruppen und Unternehmen sollen neue Wege zur Vermittlung der Thematik gefunden und Auswirkungen des eigenen Handelns aufgezeigt werden.





Kontakt:

Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit

Baden-Württemberg (SEZ)

Nicole Kimmel

Werastraße 24

70182 Stuttgart

Tel.: 0711 / 2 10 29-40

Fax: 0711 / 2 10 29-50

E-Mail: kimmel@sez.de

www.sez.de


 

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