20.11.2013 - Eberhard Fuhr (Redaktion)

Abschied von einer großen, starken Persönlichkeit

Hermann Kupsch mit 95 Jahren heimgegangen

Am Samstag, den 16. November, ist Hermann Kupsch, wenige Wochen nach seinem 95. Geburtstag, heimgegangen. Er wurde am Mittwoch, den 20. November, im Kreis der Familie beigesetzt. „Der CVJM in Deutschland nimmt heute mit Trauer, aber in großer Dankbarkeit Abschied von seinem Freund, Förderer und Bruder Hermann Kupsch.“ So Präses Karl-Heinz Stengel, anlässlich der Trauerfeier,  bei der auf Wunsch von Christa Kupsch auch Roland Werner und Matthias Ruf teilnahmen. Pfarrer Ulrich Parzany gründete seine Ansprache auf Römer 14,7-8: „Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.“

Karl-Heinz Stengel schreibt in seinem Nachruf: „Viele von uns haben Hermann in den letzten Wochen nochmals besucht. Vor allem aus Anlass seines 95. Geburtstages gab es noch einmal gute Begegnungen, viele haben von ihm in den letzten Tagen noch einen Dankesbrief mit einem handschriftlichen Gruß erhalten.  Nun hat ihn unser Herr und Heiland nach einem erfüllten und reich gesegneten Leben zu sich in seine himmlische Herrlichkeit und Ewigkeit gerufen.“

Hermann Kupsch war geprägt vom lebendigen Glauben und Vertrauen auf Jesus Christus. Neben vielen Ehrenämtern in Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft galt seine große Liebe der CVJM-Arbeit. Er trat 1934, vor fast 80 Jahren, in den CVJM Würzburg ein. 1955 wurde er in den Vorstand des CVJM-Landesverband Bayern gewählt und kam im gleichen Jahr auch in den Hauptausschuss des CVJM-Reichsverbandes. Seit 1962 gehörte er dem Vorstand des CVJM-Reichsverbandes an. 1969 wurde er zum Präses des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland berufen. Dieses Leitungsamt hatte er 18 Jahre lang inne. Währenddessen war er 16 Jahre Mitglied des Exekutiv- bzw. Finanzkomitees des CVJM-Weltbundes in Genf und nahm an sieben Weltratstagungen teil. Zu den Höhepunkten seiner Reisen und Begegnungen mit den internationalen Partnern gehörte 1973 der Besuch des indischen YMCA mit dem Empfang beim Staatspräsidenten und der damaligen Premierministerin Indira Gandhi.
Das Gemeinsame und Wesentliche

Hermann Kupsch hat den CVJM in Deutschland entscheidend geprägt. Er hat 50 Jahre lang an  den Mitgliederversammlungen des CVJM-Gesamtverbandes teilgenommen. Die Arbeit im CVJM hat sich in all den Jahren seiner Mitarbeit verändert. Viele der Veränderungen wurden von ihm entscheidend mit initiiert und mit gestaltet. Er hat die CVJM-Bewegung zusammengehalten und den Verantwortlichen den Blick für das Gemeinsame und das Wesentliche im deutschen CVJM aufs Herz gelegt. Sein Eintreten für den in der Pariser Basis festgelegten Kernauftrag hat den CVJM geprägt. Zwei Zitate von Hermann Kupsch:  „Es war mir ein Anliegen, dass die missionarische, evangelistische Linie nicht verloren geht, sondern die Hauptsache bleibt, das Proprium, das Eigentliche, das den CVJM auszeichnet vor anderen Jugendverbänden.“ „Ich wünsche dem CVJM und seinen Haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern etwas mehr von dieser heiligen Einseitigkeit, die klar zwischen wesentlichen und unwesentlichen Dingen zu unterscheiden weiß.“

In seinem Einsatz für den CVJM wurde Hermann Kupsch durch seine Frau Christa unterstützt. Gemeinsam haben sie den CVJM in Deutschland finanziell außerordentlich beschenkt. Am 2. März 1992 wurde die Hermann-Kupsch-Stiftung mit einem Startkapital von 500.000 DM gegründet. Dieses Startkapital wurde im Laufe der Jahre großzügig aufgestockt. Die CVJM-Deutschland-Stiftung und die CVJM-Kolleg-Stiftung kamen hinzu. Insgesamt konnten bisher 1,5 Millionen Euro bisher  an über 190 Projekte ausgeschüttet werden. Nach der deutschen Einheit war besonders die neu entstehende CVJM-Arbeit in den östlichen Bundesländern dringend auf Unterstützung angewiesen. Mit den Stiftungserlösen konnten viele Initiativen gestartet werden.

Bis heute können wir im CVJM-Gesamtverband Neues wagen und mutige Schritte gehen, weil wir Projektstellen aus den Stiftungserlösen finanzieren können. Hermann und Christa Kupsch haben einen Großteil ihres Vermögens auf der Himmelsbank Gottes mit Ewigkeitswert angelegt.

Dafür sind wir als Verantwortliche im deutschen CVJM und in den Mitgliedsverbänden sehr dankbar. So nehmen wir mit einem Herzen voller Dank Abschied von einer großen, starken Persönlichkeit, einem liebenswerten Bruder, Freund und  Ermutiger. Wir sagen Dank für einen jahrzehntelangen, hingegebenen Dienst im CVJM, im Reich Gottes.

Karl-Heinz Stengel (Präses),
Dr. Dr. Roland Werner (Generalsekretär),
Matthias Ruf (Geschäftsführer)

Weitere Informationen und Download Nachruf von Karl-Heinz Stengel:
www.cvjm.de

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