22.02.2010

Afrikas Jugend im Aufbruch

Jugendkonferenz der Afrikanischen Allianz des CVJM motiviert junge Leiter, sich selbst und ihre Gesellschaft zu verändern

links: Micha Leng Aus zwölf afrikanischen Staaten fanden sich Ende Oktober Jugendleiterinnen in Addis Abeba zum YMCA Africa Alliance Youth Summit ein. Neben diesen Delegierten der unterschiedlichen afrikanischen CVJM konnten außerdem als Gäste Jugendleiter aus Kanada, den USA, Norwegen, England und Deutschland kommen und bei diesem besonderen Ereignis in der äthiopischen Hauptstadt dabei sein. Hochmotivierte Mitarbeiter der YMCA Africa Alliance forderten vollen Einsatz der Teilnehmer und boten ihnen die Möglichkeit zur Veränderung und den Anstoß zu vielem Neuen. Die sieben Tage standen unter dem Motto „From Subject to Citizen“ – also „Vom hilflosen Menschen zum mündigen Bürger“. Dabei wurden die Jugendleiter aus den unterschiedlichen afrikanischen YMCA dahingehend ermutigt, sich verändern und neu prägen zu lassen. Eindrückliche Vorträge, Diashows und Videos sensibilisierten die Teilnehmer für die Problematiken Afrikas. Bilder aus Bürgerkriegsgebieten, sowie Berichte von ehemaligen Kindersoldaten und Verbrechern schockierten und rüttelten wach. In Kleingruppen, in Diskussionen und Debatten wurden Gründe für Probleme, sowie deren tiefen Wurzeln in den Köpfen von Menschen gesucht. Dabei wurde keineswegs die Verantwortung auf andere abgeschoben, sondern ganz bewusst selbst übernommen. „Was haben wir falsch gemacht, dass zu diesen Ergebnissen beitrug? Zu Krieg, Armut, Arbeitslosigkeit, HIV/Aids…? Wo sind unsere Denkmuster und Motive falsch – und durch was ändern wir diese?“ Die Bereitschaft zur Selbstkritik sowie zu dem Schritt Verantwortung für Dinge zu übernehmen, die man selbst gar nicht verschuldet hat, war tief beeindruckend. Der Gesamtleiter der Konferenz, Vezi aus Südafrika, machte gleich zu anfangs klar, dass man nur das verändern kann, wofür man konkret Verantwortung übernimmt. Und dass die Veränderung einer Gesellschaft in den Köpfen der Menschen beginnt. Im eigenen Kopf. Es war spannend und eindrücklich miterleben zu dürfen mit welchem Feuereifer die Teilnehmer Schritte unternahmen um in ihrem CVJM einen positiven Veränderungsprozess anzustoßen. Aktionspläne wurden entwickelt, von jedem persönlich, sowie für den heimischen CVJM. „Was für Ziele möchte ich persönlich in den nächsten sechs Monaten und welche in den nächsten drei Jahren erreichen? Was für Ziele habe ich mit meinem CVJM, was werden wir verändert haben?“ Wir drei, die wir als Partner aus dem CVJM hier aus Württemberg bzw. aus Kassel, teilnehmen durften, wurden sehr angeregt, unsere Aufgabe in diesem Prozess zu überdenken. Was für eine Verantwortung haben wir, die wir Partnerschaftsprojekte in Ländern Afrikas durchführen? Und ebenso begannen wir uns mit der Frage auseinanderzusetzen, was das Thema dieses Kongresses für Deutschland bedeutet. Übernehmen wir ebenfalls die Verantwortung für soziale und gesellschaftliche Probleme? Erarbeiten auch wir konkrete Strategien und eine Veränderung unseres Denkens um Dinge wie soziale Verarmung, Arbeitslosigkeit, Jugendkriminalität in unserem Land anzupacken? Und was ist eigentlich unser Bild von Afrika und den Afrikanern? Nehmen wir sie als die ständigen und ewigen Empfänger von Wohltätigkeiten war oder sind wir offen auch von ihnen etwas zu bekommen – zu lernen für das Gute zu kämpfen, zu lernen die Freiheit die wir hier haben auch dementsprechend zu würdigen und zu nutzen? Viele Fragen wurden aufgeworfen, neue Dinge angestoßen. Vollbepackt mit Eindrücken und dem Drang, das Thema weiterzuverfolgen, kehrten wir aus Afrika zurück, wo wir viele neue Freunde fanden.

Webcode 2010ejw0222

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