27.02.2007

AMOS-Preis für Zivilcourage

Major Florian Pfaff erhält Preis für Zivilcourage

Verleihung am 4. März 2007 in Stuttgart


Der AMOS-Preis der OFFENEN KIRCHE für Zivilcourage in Kirche und Gesellschaft wird auf Vorschlag der EAK Württemberg an Major Florian Pfaff, München, verliehen. Die Laudatio hält der Journalist und diplomatische Korrespondent mehrerer Medien bei der UNO, Andreas Zumach, Genf.


Florian Pfaff wird gewürdigt für den Mut und die Beharrlichkeit, den Gehorsam zur Mitwirkung am Irak-Krieg zu verweigern. Trotz angeordneter psychiatrischer Untersuchung, gegen massiven Druck seiner Vorgesetzten, trotz Degradierung und drohender fristloser Entlassung erzielte er erfolgreich einen letztinstanzlichen Freispruch vor dem Bundesverwaltungsgericht. Florian Pfaff hat damit für Soldaten das Recht erstritten, gezielt im Fall von verwerflichen Befehlen (Vergehen und Verbrechen) auch aus Gründen des Gewsissens den Gehorsam verweigern zu dürfen, gemäß Art. 4, Abs. 1 des Grundgesetzes. Obwohl das Urteil ihm Rehabilitierung zuspricht, versucht die Bundeswehr noch immer, Soldaten wie ihn in Angriffskriege zu zwingen, übt auch auf Florian Pfaff noch Druck aus, dem er aber nicht nachgibt.


Andreas Zumach ist seit 1988 diplomatischer Korrespondent der taz und anderer Medien bei der UNO in Genf. Er befasst sich vorrangig mit Fragen des Völkerrechts, der Sicherheits- und Friedenspolitik und der Menschenrechte.


In seinem gemeinsam mit dem ehemaligen UNO-Koordinator im Irak, Hans von Sponeck, verfassten Buch "Irak-Chronik eines gewollten Krieges" (im Februar 2003 erschienen, 1 Monat vor Kriegsbeginn) analysierte er die Hintergründe dieses völkerrechtswidrigen Krieges und warnte vor den inzwischen eingetretenen Folgen.


Im Dezember 2002 veröffentlichte Zumach weltexklusiv in der taz den - bis heute offiziell geheim gehaltenen - Waffenreport der irakischen Regierung an den UNO-Sicherheitsrat, der das ganze Ausmaß der Kollaboration des Westens und der Sowjetunion mit dem Regime von Saddam Hussein in den 80er Jahren dokumentiert.



Die Verleihung des AMOS-Preises 2007 erfolgt durch die Offene Kirche, Evangelische Vereinigung in Württemberg, am Sonntag, dem 4. März 2007, 12.00 Uhr, in der Erlöserkirche in Stuttgart, Birkenwaldstraße 24, in einer öffentlichen Veranstaltung. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert, die ausschließlich aus Spenden aufgebracht werden.




Die Erlöserkirche ist ab Stuttgart-Hbf erreichbar mit U 5, 6, 7 bis Haltestelle Türlenstraße (1 Haltestelle), dann aufwärts 5 min und links in die Birkenwaldstraße. - Leider keine Parkplätze vorhanden!




Kontakt:


Fritz Röhm, Geschäftsführer AMOS-Preis, Spitzwegstraße 17, 70192 Stuttgart


Telefon 0711 / 81 27 45




Herzliche Einladung !

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70563 Stuttgart
Fon 07 11/97 81-0


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