17.12.2012 - Autor: Wolfgang Ilg

Auch Zahlen zählen!

Die „Statistik 2013 für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Evangelischen Landeskirchen Baden und Württemberg“ ist auf den Weg gebracht

„Weißt du wieviel Sternlein stehen?“. Wenn 40 Leitungspersonen aus den beiden evangelischen Landeskirchen mit diesem Lied in den Tag starten, muss es sich um einen besonderen Anlass handeln. Und in der Tat: Das „Forum Statistik“ bot ein Novum im Südwesten: Zuständige für die Bereiche Kinder- und Jugendarbeit, Kindergottesdienst, Konfirmandenarbeit und Kirchenmusik waren am 7.12.2012 zusammengekommen, um beim „Forum Statistik“ eine gemeinsame Erhebung zu planen. Statistiken auszufüllen gehört – verständlicherweise – nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen von Pfarrern und Verantwortlichen für die Jugendarbeit vor Ort. Darin war man sich einig. Und dennoch: Sowohl für die realistische Wahrnehmung der eigenen Arbeit als auch für die Außendarstellung gegenüber Kirchenleitungen und Staat sind seriöse statistische Daten unerlässlich.

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Werden bislang vielfach Daten für einzelne Arbeitsbereiche unabhängig voneinander erhoben (bspw. für die Kirchenmusik oder den Kindergottesdienst), soll im Jahr 2013 erstmals eine gemeinsame Erhebung für den Gesamtbereich vorgenommen werden. „Wenn jede Gemeinde eine Stunde Zeit investiert, haben wir damit Daten, mit denen wir lange arbeiten können – und sparen zugleich viele Einzelerhebungen, die wesentlich mehr Mühe machen würden“, zeigten sich auch Vertreter der Praxis vom vorgestellten Konzept überzeugt.

Warum Statistik in der Kinder- und Jugendarbeit bedeutsam ist, schilderte zunächst Prof. Dr. Schweitzer (Universität Tübingen) in seinem Eröffnungsvortrag. Er verwies auf das wachsende Interesse vieler Seiten, religionspädagogische Arbeit sichtbar zu machen. Dieses Plädoyer verstärkte Dr. Jens Pothmann mit einem Blick aus der Bundesperspektive. In der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik in Dortmund habe man die ejw-Statistik 2007 (Berthold Frieß / Wolfgang Ilg: „Evangelische Jugendarbeit in Zahlen“) mit großem Interesse wahrgenommen – „ein Leuchtturm-Projekt“ befand Pothmann (Referat zum Download).

Die Statistik 2013 baut daher auf der Grundlage von 2007 auf, weist allerdings weit über den Bereich des ejw hinaus. Von den Planungen aus der Steuerungsgruppe berichtete Dr. Wolfgang Ilg, der gemeinsam mit Mareike Möhle wieder die wissenschaftliche Arbeit am Lehrstuhl von Prof. Schweitzer übernimmt. Am Beispiel der Daten aus 2007 erläuterte er, welchen Schatz man durch eine flächendeckend erhobene Statistik gewinnen kann. Dr. Axel Schuhen, Geschäftsführer der SilverAge GmbH in Freiburg zeigte, wie mit dem von ihm vorbereiteten Online-Verfahren die Daten von Gemeinden, Bezirken und auf Landesebene erhoben werden.

Nach den Impulsvorträgen konnten viele anstehende Fragen geklärt werden, so dass man am Ende der Veranstaltung einig war: Im Sommer 2013 geht die Erhebung an den Start. Im Jahr 2014 sollen die Daten dann nicht nur in einem Ergebnisband vorgestellt, sondern auch auf regionaler Ebene ausgewertet und für die lokale Arbeit zur Verfügung gestellt werden.

„Ein ambitioniertes Projekt, in das wir heute in erfreulicher Einigkeit gestartet sind“ zog Projektleiter Gottfried Heinzmann ein positives Fazit des Tages. Und erinnerte an die Begrenztheit menschlicher Statistik, die schon im Eingangslied zum Ausdruck kam: „Gott der Herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet, an der ganzen großen Zahl“.

Download:
Logo Statistik 2013 (verschiedene Dateiformate)

Folien zum Vortrag von Prof. Dr. Friedrich Schweitzer: Zählen auch Zahlen?

Vortrag von Dr. Jens Pothmann: Die Sichtbarkeit der Kinder- und Jugendarbeit durch statistische Erhebungen 

Folien zum Vortrag von Dr. Wolfgang Ilg: Perspektiven für die Statistik 2013


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