28.04.2009 - ef

Auf Spendentour mit dem Fahrrad durch Afrika

Hilfe im sudanesischen Flüchtlingslager spürbar. Fünfzehn Jugendliche haben Metallausbildung in Addis Abeba begonnen.

Bei seiner CVJM-Weltdienst Tour 2009 wurde Werner Bitzer am 14.02.2009 in Addis Abeba auch vom YMCA Ethiopia empfangen.
(Foto/Copyright: Dirk Weber)

Am 10. Januar ist Werner Bitzer, der frühere Geschäftsführer der Diakonischen Bezirksstelle Bernhausen, zu einer Spenden-Radtour durch ganz Afrika in Kairo gestartet. In 120 Tagen wollte er 11.900 Kilometer durch zehn afrikanische Länder radeln. Nach rund 6.500 Kilometern wurde er in Tansania von einem LKW angefahren und dabei so schwer verletzt, dass er seine Tour abbrechen musste.

„Diese Tour war für mich nicht nur eine persönliche Herausforderung. Ich möchte damit auch ganz gezielt auf Projekte in Afrika hinweisen, die mir wichtig sind und dafür auch um Spenden bitten“ fasste er seine Motivation für dieses Projekt zusammen. Unter dem Motto „Afrika erfahren – die CVJM-Weltdienst Tour 2009“ hat er deshalb in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (ejw) zu einer Spendenaktion aufgerufen, mit der eine Schule des YMCA Khartoum im Flüchtlingslager Gabarona (Sudan) und eine Ausbildungswerkstatt Metall in Addis Abeba (Äthiopien) unterstützt werden. Bisher sind dafür 31.355 EUR zusammengekommen. Im nächsten Jahr möchte er "wenn es irgend geht, ab Iringa in Tansania weiterfahren" berichtete heute bei einem Pressegespräch in Tübingen.

Interview mit Werner Bitzer bei Radio Ton am 29.4.
news/images/mp3.25.jpg jetzt anhören  (mp3-Datei 2 MB) oder Download (rechte Maustaste, speichern unter)

Interessante Zeitungsartikel dazu:
news/images/pdf-symbol-25.jpgTagblatt  (pdf 800 kb)
news/images/pdf-symbol-25.jpgReutlinger Generalanzeiger  (pdf 700 kb)

Schule im Lager Gabarona

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Foto/Copyright: Werner Bitzer

Mattias Hiller, Landesreferent Internationale Arbeit im ejw, bekam gestern von Dr. William Wageeh, dem Vorsitzenden des YMCA in Khartoum aktuelle Nachrichten aus dem Sudan. Waghee berichtete ihm in einem Telefonat, dass durch die sehr hohen Nachmittagstemperaturen von 49 °C und die große Trockenheit in Khartoum und Umgebung Hirnhautentzündung ausgebrochen sei. Der YMCA Khartoum habe deshalb im März und April alle Kinder in der Schule in Gabarona impfen lassen, zum Teil konnten auch die Mütter und Geschwister mitgeimpft werden. „Die Leute in dem Lager sind noch immer in einer sehr schwierigen Lage. Nahrungsmittel fehlen, und auch der Schutz gegen Tageshitze und nächtliche Kälte in der Wüste ist unzureichend. Nun kommt die zusätzliche Hitze und Trockenheit dieser Jahreszeit hinzu. Und es gibt keine auch nur andeutungsweise ausreichende Wasserversorgung des Lagers. Dadurch sind die Kinder weiterhin geschwächt und gefährdet. Der YMCA wird deshalb mit der finanziellen Hilfe aus der CVJM-Weltdienst Tour von nun außer dem Wasser für die Kinder der Schule auch mindestens pro Kind eine Mahlzeit täglich verteilen“ so William Wageeh in dem Telefonat. „Wir haben auch mit der finanziellen Unterstützung aus dem ejw nach und nach an alle Familien, die Kinder in die Schule schicken, Malarianetze verteilen können. Bereits jetzt merken wir, dass die Kinder seltener Fieber haben. Dadurch gehen auch andere Krankheiten leicht zurück.  Im Lager gibt es aber immer noch sehr häufig Durchfall mit verschiedensten Ursachen.“ Mit den Spendengeldern aus der CVJM-Weltdienst Tour wird jetzt auch das Gesundheitsprogramm des YMCA Khartoum unterstützt.

Ausbildungswerkstatt Metall in Addis Abeba

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Foto/Copyright: Dirk Weber

Mitte März ist ein aus Spendengeldern finanzierter Container mit Werkzeugen und Maschinen für die Ausbildungswerkstatt Metall des YMCA Äthiopien in Addis Abeba angekommen. Martin Goll, gelernter Schmied und Mechanikermeister aus Beutelsbach, der als ehrenamtlicher Berater für das ejw von Mitte Februar bis Mitte April den Start der Werkstatt begleitet hat, berichtete nach seiner Rückkehr. „Der YMCA Äthiopien hat unter anderem das Ziel, jungen, unterprivilegierten Menschen Chancen geben. Seit Anfang März machen fünfzehn junge Menschen dort eine Metall-Ausbildung, alles junge Männer zwischen 16 und 31 Jahren. Sie kommen aus Unterschichtfamilien und haben mehrheitlich vor, nach der Ausbildung sich selbständig zu machen. Manche haben bereits in kleinen Betrieben mitgeholfen“. Die Ausbildungswerkstatt des YMCA ist in dem Stadtteil in Addis Abeba, wo das Kleinhandwerk traditionell seinen Platz hat. Sie wird auch fachlich dort hineinwirken. Der neu berufene Leiter der Ausbildungswerkstatt wurde von Martin Goll in der 70-er Jahren an gleicher Stelle ausgebildet. Zwei weitere Ausbilder wurden in der Zzwischenzeit zusätzlich eingestellt, einer davon machte seine Ausbildung bei „Mensch für Menschen“. Die Jugendlichen werden in Werkbankarbeit, Schweißen, Schleifen, Bohren, aber auch eine Einführung in Drehen, Fräsen theoretisch und praktisch ausgebildet. Diese Qualifizierung eigne sich für Arbeitsplätze in Betriebsschlossereien und Bauschlossereien, die in der boomenden äthiopischen Hauptstadt dringend benötigt werden Mit dem Projekt Ausbildungswerkstatt Metall wir Jugendlichen geholfen, dass sie in Zukunft ohne fremde Hilfe ihr Leben durch ihre Arbeit finanzieren können.

Die Spendenaktion der CVJM-Weltdienst-Tour geht noch bis zum 23. Mai. Auf der Homepage der Aktion gibt es auch ein Quiz zur Tour, bei dem die Teilnehmer ein Centurion-Fahrrad nach Wahl im gewinnen können.

Weitere Informationen:
CVJM-Weltdienst Tour 2009
Schule im Flüchtlingslager Gabarona

Ausbildungswerkstatt Metall

Spendenkonto:
EKK
BLZ 520 604 10
Konto-Nr. 400 405 485
Projek-Nr. 100

Webcode 2009ejw0428

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