26.07.2007

Bedeutung der Jugendarbeit durch die Landesregierung gestärkt

Arbeit der Jugend- organisationen durch "Bündnis für die Jugend" mit Ministerpräsident Oettinger abgesichert


Die fünf Jugendorganisationen im Land zeigen sich am heutigen Donnerstag zufrieden: Baden-Württembergische Sportjugend (BWSJ), Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung (LAGO), Landesjugendring Baden-Württemberg e. V. (LJR), Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung (LKJ) und Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände (AGL) haben mit Ministerpräsident Oettinger einen Vertrag bis 2011 geschlossen.

"Mit dem "Bündnis für die Jugend", das Ministerpräsident Günter H. Oettinger und die Landesorganisationen der Kinder- und Jugendarbeit heute unterzeichneten, löst der Ministerpräsident sein Antrittsversprechen ein. Darüber freuen wir uns. Oettinger zeigt damit, dass für ihn das ‚Kinderland Baden-Württemberg‘ nicht nur ein Schlagwort ist, sondern er tut einen wichtigen Schritt dahin.", sagte Sieghard Kelle, 1. Vorsitzender der LAGO.


In der Vereinbarung betont das Land den hohen Stellenwert der Kinder- und Jugendarbeit für die Zukunft Baden-Württembergs und sichert den Jugendorganisationen finanzielle Planungssicherheit bis 2011 zu. "Diese Zusage in Zeiten der Haushaltskonsolidierung sehen wir als positives Signal und als Investition in die jungen Menschen dieses Landes", lobte Berthold Frieß, 1. Vorsitzender des LJR die Landesregierung. "Das Land bekennt sich mit dem Bündnis explizit zur großen Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit als wichtigem Teil der Infrastruktur. Insbesondere ihr Beitrag zur Bildung junger Menschen werde damit gewürdigt", meint Monica Wüllner, Vorsitzende der Sportjugend. Die Zuschüsse aus dem Landeshaushalt für Jugendarbeit bleiben bis 2011 auf dem jetzigen Niveau. Aber dabei bleibt das Bündnis nicht stehen: "Erstmals in der Geschichte haben sich die Kinder- und Jugendarbeit und die Landesregierung auf jugendrelevante Entwicklungsbereiche geeinigt, die sie gemeinsam anpacken wollen", freut sich Dr. Markus Kosuch, Vorsitzender der LKJ. "Damit wird deutlich, dass die Träger der Kinder- und Jugendarbeit und die Landesregierung eine gemeinsame Verantwortung für eine gute Zukunft dieses Landes wahrnehmen". Als zentrale Entwicklungsbereiche sind im Bündnis die Themen Bildung, politische Beteiligung, Integration von jugendlichen Migranten/innen und die Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher benannt. Für die sind jedoch zunächst keine weiteren Mittel eingeplant, was die Landesorganisationen bedauern. Sie hoffen aber auf den weiteren Dialog mit der Landesregierung: "Wir sind sehr froh darüber, dass das Bündnis einen regelmäßigen Austausch über den Stand der Entwicklungen auf höchster Ebene vorsieht, denn die Jugendorganisationen können diese Aufgaben nicht aus dem laufenden Haushalt finanzieren", so Andrea Hanser, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände.


Für die Landesorganisationen der Kinder- und Jugendarbeit ist die Unterzeichnung des Bündnisses eine Etappe, die den Auftakt für einen umfassenden Dialog mit der Landesregierung bildet. "Das Bündnis ist nicht der Abschluss, sondern der Beginn eines Prozesses", formuliert Sieghard Kelle die Erwartungen der Jugendverbände und -organisationen.

In der Bündnisvereinbarung wird die Kinder- und Jugendarbeit als zentraler Ort für die Beteiligung und Bildung junger Menschen bezeichnet. Sie vermittle Kindern und Jugendlichen vielfältige soziale und kulturelle Kompetenzen. Dabei sind sich die Bündnispartner durchaus einig, dass solche Kompetenzen nicht ausschließlich unter dem Kriterium ihrer beruflichen Verwertbarkeit gesehen werden können. Bildung, so heißt es im Entwicklungsbereich "Ganztagesbildung", gehe weit über den reinen Wissenserwerb hinaus. Deshalb soll die Beteiligung der Kinder- und Jugendarbeit an einem Gesamtbildungskonzept über eine Rahmenvereinbarung zur Kooperation Jugendarbeit – Schule festgeschrieben werden.

Ebenfalls sehr ausführlich beschrieben sind die weiteren Entwicklungsbereiche: politische Beteiligung im Hinblick auf den demografischen Wandel, die Integration, die als Querschnittsaufgabe verankert werden soll wie auch der Themenkomplex der Förderung von benachteiligten und behinderten Kindern und Jugendlichen.

Sieghard Kelle fasst zusammen: "Wir denken, dass wir mit diesem Bündnis eine hervorragende Plattform geschaffen haben, um die Rahmenbedingungen für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg langfristig und zukunftsorientiert zu verbessern".

Die Landesorganisationen der Kinder- und Jugendarbeit wollen sich nun um einen zeitnahen Termin bei Ministerpräsident Oettinger bemühen, damit möglichst bald die ersten Umsetzungsschritte im Sinne der Vereinbarung realisiert werden können.

 

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