13.12.2012 - Autor: Eberhard Fuhr (ejw)

Bibelgespräch im leeren Schlecker-Laden

Interessante Beispiele aus der CVJM-Arbeit beim CVJM-Treff vorgestellt

„Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst“. So beschreibt Tobias Götz die neue Veranstaltungsform des CVJM Owen. Mit einem Quiz und sportlichen Herausforderungen veranstaltet ein Kernteam von 8 Leuten jährlich unter dem Motto „Sieg oder flieg“ eine Spielshow, zu der gezielt andere Gruppen wie beispielsweise die örtliche Feuerwehr eingeladen werden. „Wir bekommen Zuspruch von allen Seiten, es kommen Leute in den CVJM zurück, die früher einmal dabei waren. Dadurch verändert sich unser CVJM“ berichtet er in einer kurzen Talkrunde am vergangenen Samstag beim jährlichen CVJM-Treff in Walddorfhäslach. Angefangen hatten sie im Gemeindehaus mit 250 Besuchern. Bei der zweiten Veranstaltung waren es schon 350 Leute. Im nächsten Jahr möchten sie die Teckhalle für diese Veranstaltung nutzen.

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Talkrunde beim CVJM-Treff am 01. Dezember 2012 in Walddorfhäslach

Vier Themen an vier ungewöhnlichen Orten


Der CVJM Hülben beschreitet andere Wege, um junge Leute zu erreichen. Zu nächst wollten die Verantwortlichen ein Konzept für Konfirmierte entwickeln, dann stellten sie fest, dass viele junge Leute nach der Jungenschaft und dem Mädchenkreis den Kontakt zum CVJM verloren haben und der Fokus eigentlich auf den über 17-Jährigen liegen muss. So einwickelten sie ein „geniales Konzept mit geringem Aufwand“ erzählt Gregor Eisenlohr den CVJM-Verantwortlichen bei der Veranstaltung und man spürt, dass er ganz begeistert davon ist. Vier Abende an vier ungewöhnlichen Orten zu vier verschiedenen Themen war die einfache Formel. Das gemeinsame thematische Bibellesen mit einer intensiven „Ausquetschrunde“ stand dabei im Vordergrund. In der Schalterhalle der örtlichen Bank ging es um das Thema „Dollar und Moneten“, im Sitzungssaal des Rathauses war das Thema „Entscheidungen“ dran, im leeren Schlecker-Laden diskutierten die 25 bis 45 jungen Leute über das Thema „Niederlage“ und in der Ölmühle stand das Thema „Gethsemane“ auf dem Programm. Der Ort der Veranstaltung wurde geheim gehalten und erst 24 Stunden zuvor veröffentlicht. „In einem neutralen Raum werden ehrlichere Fragen gestellt, als im Gemeindehaus“ stellte Eisenlohr fest. Nach der Veranstaltungsreihe treffen sich regelmäßig mindestens 14 junge Leute zu der Veranstaltung, die auf gut schwäbisch „des Deng“ genannt wird. Sie stimmen im Internet über ihre Themen ab und legen dies eine Woche vorher fest. Die gute Resonanz bestätigt ihnen, dass sie damit auf dem richtigen Weg sind. So stellte der Vater eines Jungen fest, dass diese Form für seinen Sohn „des Deng“ ist.

Berichte bei der „CVJM-Landesschau“

Zu dem traditionellen Treffen des CVJM Landesverband in Württemberg trafen sich rund 350 Vorstände, verantwortliche Mitarbeiter und Freunde des CVJM. Neben einem geistlichen Impuls von Uwe Rechberger, dem Vorsitzenden des CVJM Landesverbands, standen bei der „CVJM-Landesschau“ auch Berichte der Landesreferenten Matthias Kerschbaum und Katja Heimann auf dem Programm, wie auch ein Interview mit Klaus-Michael Souchon, dem Studienleiter des CVJM-Zentrum Walddorf. Er sieht für die CVJM als Verein große Chancen, da diese Jugendbewegung „im Gegensatz zu den Kirchengemeinden überkonfessionell, überregional und international arbeitet“. Dieter Braun, der seit 1. September die Aufgabe, jugendevangelistische Praxismodelle regional zu entwickeln, vor Ort zu erproben und diese im gesamtdeutschen Kontext zu multiplizieren, berichtete von sieben Jugendwochen, die im Oktober in Württemberg stattgefunden haben.

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Dieter Braun beim CVJM-Treff in Walddorfhäslach

„Erwartungsvoll auf Jesus sehen und Gott Raum geben“


Beim abschließenden Abendmahlsgottesdienst wurde Ilse-Dore Seidel von Pfarrer Gottfried Heinzmann, dem Leiter des EJW, in ihr Amt als CVJM-Landesreferentin in Württemberg eingesetzt. In Ihrer Predigt erinnerte sie an Maria, die Mutter von Jesus, die sehr erwartungsvoll gewesen sei und „die ihre ganze Erwartung auf Gott ausrichtete und nicht auf Menschen.“ In Australien, wo die 41-Jährige in den letzten beiden Jahren als Gemeindepädagogin in einer evangelisch-lutherischen Gemeinde tätig war, sei ihr bewusst geworden, wie sehr nicht nur unser Weihnachtsfest von bestimmten Erwartungen und kulturellen Zusammenhängen geprägt sei. Sie fragte: „Schränken wir Gottes Wirken möglicherweise ein durch unsere Vorstellungen, wie Gemeinde, christliche Gemeinschaft und Jugendarbeit auszusehen hat, weil wir von dem ausgehen, was uns geprägt hat? Dabei wissen, glauben und verkündigen wir doch, dass Gott universal ist und nicht gebunden an bestimmte Orte, Formen, Traditionen und Generationen.“ Sie ermutigte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Menschen auf die universale Herrschaft Gottes durch Christus aufmerksam zu machen. „Das sehe ich als unseren Auftrag: Jesus zur Welt bringen. Und wenn wir uns diesem Auftrag erwartungsvoll öffnen, passiert, dass Gott uns mit seiner Schöpferkraft erfüllt, die uns wiederum befähigt, diesen Auftrag zu erfüllen. Mit Euch gemeinsam möchte ich erwartungsvoll auf Jesus sehen und Gott Raum geben, damit er in dieser Welt gut ankommt!“

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Ilse-Dore Seidel, Landesreferentin CVJM-Landesverband in Württemberg



Kurzes Gespräch mit Ilse-Dore Seidel

Der Kollege kommt aus Franken, die Kollegin aus Hessen.
Ich komme aus …
Das ist etwas kompliziert. Geboren bin ich in Niedersachsen, gelebt habe ich in Hessen und in Nordrhein-Westfalen. Zuletzt habe ich in Australien gelebt.
Jetzt wohne ich in Stuttgart-Vaihingen.
Warum jetzt in Württemberg?
Um ehrlich zu sein, hat mich nicht die Region gereizt, sondern die Stellenbeschreibung als CVJM-Landesreferentin in Württemberg.
Meine Schuhgröße ist: 41
Meine Lieblingsfarbe ist: grün
Meine Lieblingsessen ist: Mangos und Garnelen
Wenn ich Musik höre, entscheide ich mich oft für: Worship.
Mein Lieblingsfortbewegungsmittel ist: mein Auto.
Wenn ich nicht für den CVJM aktiv bin, mache ich gerne: Sport.
Mein erster Eindruck in der Haeberlinstraße war: freundliche Menschen und ein sehr helles Haus.
Für die ersten 100 Tage im CVJM Württemberg habe ich mir vorgenommen: vor allem zuhören und wahrnehmen.
Mein Lieblingsvers aus der Bibel ist:
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. (Matthäus 6,33)

Die Fragen stellte Eberhard Fuhr

Ich bin dabei!

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Ingo Rust

Finanzbürgermeister Stadt Esslingen

"Evangelische Jugendarbeit gehört zu den besten Schulen für Führungskräfte in Wirtschaft und Gesellschaft. Das durfte ich selbst erleben und unterstütze deshalb auch heute noch die Arbeit des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg."

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