17.07.2006

Breite Basis für das "C" im CVJM!

Danke Südafrika!
"KickOff 2010" für CVJM Südafrika

Wir sind zurück im Zelt an diesem Morgen. Der Tag der Besuche in den Nischen und Plätzen der südafrikanischen Gesellschaft war gestern. Nun am Freitag, geht die Arbeit im Zelt weiter.


Die Sonne brennt schon morgens aufs Zelt. Und die Klimaanlage bläst früh mit voller Stärke. Trotzdem ist es heiß. Denn heute ist in der Mitte des Zeltes ein Plattform aufgebaut. Wie ein Boxring ohne Seile liegt die Fläche im Scheinwerferlicht.Ein echter "Open Space". Und hier werden nun Ergebnisse präsentiert. Nacheinander kommen Leute auf die Plattform. In kurzen Statements werden die Delegierten zur Unterstützung aufgefordert.

Und das Spektrum ist bunt und weit:


"Wir brauchen Y-TV – einen weltweiten internet-TV-Kanal der CVJMs!"


"Wir brauchen Standards für gerechten Handel!

Was die CVJM im Westen kaufen, wird von CVJM-Mitgliedern in Asien unter unmenschlichen Bedingungen produziert! Das darf nicht sein! Kümmert euch darum, was ihr kauft, wer es

herstellt, wie es transportiert wird!"


"Das C im CVJM muss neu gefüllt werden!

Die CVJM werden sonst zu oft missverstanden! Lasst uns klären, was wir meinen mit C, damit wir erreichen wozu Gott uns einlädt."


"Wir müssen aufhören, Konflikte und Gewalt zu ignorieren.

Wir machen uns schuldig, wenn wir schweigen und Jugendarbeit so machen, als würde uns die Gewalt in Schulen, auf Strassen und in Häusern nichts angehen!"


Es gibt Standpunkte zu Ökologie, zu Gender-Gerechtigkeit, zur Art der Bibelauslegung.

Manches wird heftig und engagiert aufgenommen, wie die Frage, ob Menschen anderer Religion im YMCA Mitglied werden oder sogar Leitungsfunktionen übernehmen können. Es wird aber auch in Frage gestellt, ob eine Gruppierung noch CVJM heissen darf, wenn der ganze Vorstand aus über 60-Jährigen besteht. Und einige fordern eine Frauenquote von 50%, andere sogar eine Jugendquote von 100% für alle Gremien.


Es sind junge Leute aus allen Kontinenten, die das präsentieren. Die CVJM der Welt sind jünger geworden. Die Statements sind schwungvoll und lebendig! Und es wird deutlich: Die CVJM finden zu einer neuen Einheit.


Die Herausforderungen durch HIV/Aids und die Globalisierung machen die Aufgaben für die CVJM der Welt sehr deutlich. Und es ist zu spüren, dass die CVJM bereit sind, die gemeinsame Herausforderung anzunehmen.


Zum Ende der Sitzung werden die Jugendvertreter im Exekutiv-Committee des Weltrates gewählt. Doch vor den Wahlen gibt es eine Zeit der Stille und ein Gebet. Denn die Delegation aus dem Libanon hat die Nachricht erhalten, dass sie vorläufig wohl nicht nach Hause kann: Alle Wege in den Libanon sind zerbombt oder blockiert...


Mit der Wahl der 23 Komitee-Mitglieder ist die Arbeit des Tages dann zu Ende. Doch der Tag ist noch lange nicht vorbei!


Denn der Abend gehört den 90 Nationen, die hier versammelt sind! Die CVJM der Welt präsentieren sich, sagen "Danke Südafrika!". Denn es war eine großartige Erfahrung, mit Menschen aus allen fünf Kontinenten die Ziele der größten Freiwilligenorganisation der Welt zu diskutieren. Das Zelt wird zur Party. Immer wieder gibt es Tanz auf der Bühne. Und als hätte Afrika uns alle erfasst, steht das Pulikum auf und tanzt mit! Bis spät in die Nacht bebt das Zelt.


Den Schlusspunkt bildet die deutsche Delegation. In KickOff-T-Shirts, fairen Fußbällen und Mützen, mit den 32 Fahnen der WM-Teilnehmer ziehen sie ins Zelt ein. Sagen "Danke Südafrika" und übergeben die T-Shirts und Bälle an den CVJM Südafrika. Eine Herausforderung für den CVJM diese Landes, die zur Tagung des Weltrates grossartige Gastgeber waren. Bei der ersten WM auf afrikanischem Boden 2010 wird der CVJM Südafrika nun auch Gastgeber der Welt sein!


Matthias Hiller

ejw/CVJM-Weltdienst

 

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