02.06.2016 - Autor: Eberhard Fuhr

Christliche Jugendarbeit in multikultureller Gesellschaft

Foto: Archiv EJW

Delegierte des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg verabschieden Erklärung – Neuwahl der Vorsitzenden und des Vorstands

Bei der Delegiertenversammlung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) am Samstag, den 4. Juni 2016 im EJW-Tagungszentrum Bernhäuser Forst beschäftigen sich die rund 150 Delegierten aus ganz Württemberg mit dem Thema, wie eine christliche Jugendarbeit in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft aussehen muss. Dazu wurde eine Erklärung erarbeitet, die in den letzten Monaten in den Bezirksgremien diskutiert wurde. Sie bezieht sich auch das Dokument „Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt“, das im Sommer 2011 vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖKR), der evangelischen Weltallianz (WEA) und dem Päpstlichen Rat für den interreligiösen Dialog (PCID) gemeinsam veröffentlicht wurde.

Interkulturelle Öffnung

In der Erklärung des EJW heißt es, dass Kinder und Jugendliche mit Migrations-hintergrund und unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten oft keinen Zugang zu den Gruppen der evangelischen Jugendarbeit haben. Das EJW möchte, dass alle jungen Menschen in der Gesellschaft an den Angeboten der christlichen Jugendarbeit teilhaben können und ermutigt die Mitarbeitenden, Beziehungen zu Kindern und Jugendlichen anderer Kulturen und Religionen zu leben.

Beitrag zu einem friedlichen Miteinander

Als christlicher Jugendverband sei das EJW gefragt, welchen Beitrag der größte konfessionelle Jugendverband in Baden-Württemberg für ein friedliches Miteinander in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft leisten könne. Das EJW möchte Beziehungen mit Angehörigen von Jugendverbänden und Institutionen anderer Religionen aufbauen und pflegen, die von Respekt und Vertrauen geprägt sind und fordert gegenseitiges Verständnis, Versöhnung und Zusammenarbeit für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Ein Beispiel dafür ist die Initiative „Junge Christen begegnen Muslimen“. Als Begleitmaterial wurde dazu eine Broschüre erarbeitet, mit der sich Jugendgruppen auf einen Moscheebesuch vorbereiten können.

Am Nachmittag der Delegiertenversammlung werden auch der Vorstand und die Vorsitzenden des EJW gewählt. Die Kandidatenliste und alle Informationen zur Delegiertenversammlung stehen unter www.ejw-dv.de zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Ich bin dabei

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Rolf Lehmann

Bürgermeister a. D. / Ministerialdirektor i. R.

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