30.10.2013 - Eberhard Fuhr

„ChurchNight“ oder Halloween?

Protestanten feiern kreativ und selbstbewusst den Reformationstag

Bei der ChurchNight-Kampagne des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) werden am Abend des Reformationstages (31.10.) bundesweit an den verschiedenen Veranstaltungsorten mehr als 100.000 Besucher erwartet, die gemeinsam den „Geburtstag“ der Evangelischen Kirche feiern. Einige Veranstaltungen fanden aufgrund der Herbstferien bereits in den Tagen davor statt. Selbst in Nishnij Tagil in Russland und in Windhoek in Namibia wird es in diesem Jahr eine ChurchNight geben. Wo andere Halloween feiern, erschließe diese Aktion in kreativer Weise christliche Traditionen heißt es in einem Grußwort des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) zu der Kampagne. Die Aktion sei zudem ein wichtiges Zeichen für Ökumene und Toleranz, da sie durch die Nacht hindurch eine Brücke vom protestantischen Reformationstag zum katholischen Allerheiligen schlage.

„Geht gar nicht! Oder doch?“

Die ChurchNight-Kampagne ist unkonventionell, jung und frech. Konzert-nächte, Mittelaltermärkte, öffentliche Thesenanschläge, Rock in der Kirche oder Jugendgottesdienste mit interaktiven Predigtelementen sind nur einige Veranstaltungsbeispiele. Im Mittelpunkt der diesjährigen Kampagne steht das Motto „Geht gar nicht! Oder doch?“. Damit greift die ChurchNight-Kampagne das EKD-Themenjahr „Reformation und Toleranz“ auf. Martin Luther und der Gedanke der Toleranz scheinen sich auszuschließen. „Hier stehe ich und kann nicht anders“ – das war Luthers Bekenntnis auf dem Reichstag zu Worms, als er seine Überzeugungen vor aller Welt widerrufen sollte. Glaube und Gewissen sind grundsätzlich frei, so die Auffassung der Reformatoren. Luther hatte den Mut seinen eigenen Standpunkt klar zu äußern entgegen aller Autoritäten und Auffassungen seiner Zeit. Nicht immer hat er diese Freiheit auch anderen zugestanden, sondern auch Grenzen der Toleranz überschritten. Dennoch sind Gewissensfreiheit und Toleranz im Wesentlichen auch ein Ergebnis der Reformation.

 
Die ChurchNight-Kampagne möchte junge Menschen ermutigen eigene Standpunkte zu entwickeln. In einer pluralistischen Gesellschaft und Kirche des 21. Jahrhunderts ist es wichtig eigene Standpunkte zu formulieren und Standpunkte anderer verstehen zu können. Das ist die Vorrausetzung für Toleranz. „Je fester und sicherer ich stehe, desto leichter kann ich mich von dort aus bewegen. Es beginnt ein Dialog. Aus dem Gedanken „Geht gar nicht“ folgt: „Oder doch?“ sagte Angela Schwarz, Projektleiterin für ChurchNight im EJW zum Start der diesjährigen bundesweiten Aktion.

ChurchNight live im WebTV


Am 31. Oktober sendet das Team von kirchenfernsehen.de ab 20 Uhr live aus der Martinskirche in Stuttgart-Möhringen. Angesagte Bands, junge Menschen und ihre bewegenden Geschichten, Nachwuchsprediger auf der Kanzel, Talks um das Thema „Geht gar nicht! Oder doch!“ sowie Live-Schaltungen zu anderen ChurchNight-Orten gehören zum Programm dieser zweistündigen Live-Sendung. Sie wird auf www.uptv.me, dem jungen Kanal von kirchenfernsehen.de zu sehen sein. Der Evangelische Pressedienst Südwest (epd) berichtet darüber.

Die Kampagne des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) entstand 2006. Schirmherr ist Dr. h.c. Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Hintergrundinfos kompakt:
www.churchnight.de/presse

Ausgewählte Veranstaltungen:
http://www.churchnight.de/presse/veranstaltungen-2013/

Eberhard Fuhr
EJW-Landesreferent für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising

Ich bin dabei!

Werner Baur

Oberkirchenrat

"Jugendarbeit und außerschulische Jugendbildung sind eine wichtige und äußerst wirksame Talentschmiede unserer Gesellschaft."

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