15.04.2005 - Autor: rr

Danke, Manfred Bletgen (ejw)

Abschiedsfeier im Bernhäuser Forst als großes Dankfest

Nach über 30 Jahren als Jugendvangelist, Fachbereichsleiter und Studienleiter im Bernhäuser Forst ist Manfred Bletgen am Sonntag, 10. April 2005 mit einem großen Dankfest im Bernhäuser Forst verabschiedet worden.


Prominente Gäste aus der reichen Jugendwerksgeschichte erinnern an die Segensspuren einer orientierenden Persönlichkeit im Evangelischen Jugendwerk in Würtemberg.



Der Dank-Gottesdienst wurde von Christoph Zehender und dem Bläserteam des ejw unter Leitung von Michael Püngel musikalisch gestaltet.


Manfred Geywitz und Ralf Hutter zeigten mit einer ergreifenden Szene zu "Abraham unterweg nach Moria" etwas vom Projekt Theatergottesdienst und der packenden Art von Manfred Bletgens Bibelauslegung.


Andreas Malessa betonte in seiner Predigt, dass Christen die Heimat nicht hinter sich, sondern vor sich haben. Manfred Bletgen habe es verstanden, zu den Menschen der Postmoderne in authentischer Sprache zu reden.

Entscheidend sei, dass Gott Wohnung nimmt in unseren Herzen.

"...lass mich deine Krippe sein."

Damit tragen wir unsere Heimat transportabel in uns.

Das Fundament des Glaubens heißt nicht: Das Wort ward Beton und ruhte unter uns.


Wir können den Glauben mehr als ein Spinnennetz sehen. Das erhält seine Festigkeit und Stabilität durch die Anzahl der Haftpunkte. Deshalb ist es wichtig, Glaubensnetze zu knüpfen und Glaubenszelte aufzuschlagen.


Was hält den, der seine wirkliche Heimat noch sucht? Für ihn gibt es eine Stadt im Himmel und einen Gott, der sich zur Zukunft bekennt


Das Team vom Bernhäuser Forst verwöhnte mit besonderen Leckerbissen wie italienischer Teller und Manfreds Lieblingsteller (mit Fisch!).



In vielen Grußworten wurden Segensspuren und Früchte aus dem Lebenswerk von Manfred Bletgen sichtbar.

Stellvertretend hier Alma Grüßhaber (oben links im Bild) für den

Beirat des Bernhäuser Forst:


"Lieber Manfred, verehrte Gäste

Was ein Rad- oder gar ein Fahrrad ist, weiß jeder. Was ist aber ein "Beirat des Bernhäuser Forstes", ordentlich mit "t" am Schluß geschrieben? Neun Jahre hattest du einen Beirat in Sachen Studienarbeit- und wir meinen, dass vieles identisch mit einem Fahrrad ist.

Zum einen gibt es da den Rahmen, der alles zusammenhält, den Lenker, die Bremse, die Beschleunigung per Gänge. Der Dynamo sorgt für die Beleuchtung. Der Sattel ist nicht unwichtig – auch zwei Räder mit guter Bereifung. Ein Gepäckträger – oder wie hier – ein "Korb" für Lasten gehört dazu.

Wer war Lenker, Dynamo, Bremse, Rücklicht – wer brachte Gegenwind, Steilstrecken, Abfahrten ein? Wo mussten wir absteigen, wo schieben, wo bremsen? Wir wollen heute nicht zuordnen – obwohl es hübsch wäre – denn ein Beirat, der 9 Jahre arbeitete – und im übrigen in dieser Zeit auch 9 Mitglieder hatte – ist so dynamisch wie das Fahrradfahren – ein Trekking besonderer Art.

Wir hoffen, "geländegängig" mit dir gefahren zu sein, danken für viele anregende und aufregende Gespräche, danken für deine Geduld und dein Vertrauen, wenn wir andere Themen und Zeitfragen auf die Tagesordnung setzten, als du wolltest. Wir danken für deine geistlichen Impulse – deine Andachten und deine Visionen, die du uns nicht vorenthalten hast.


Nun hat unser Beirats-Fahrrad einen Anhänger. Wir haben ihn dazu platziert, weil zur Beiratsarbeit das Entwickeln und Klären von Themen gehört. Du hast diese Titel und Themen gebündelt, und "Das Erste" und "Das Zweite" Programm des Bernhäuser Forstes daraus gemacht – als Jahresprogrammheft.

(Das Programm folgt noch)


Hermann Hörtling, fachlicher Leiter des ejw moderierte den Abend mit tiefsinnigen Beziehungen zur Geschichte des Philippus aus Apostelgesch. 8.


In seinem Schlußwort bedankte sich Manfred Bletgen in besonderer Weise beim Team vom Bernhäuser Forst.


noch ein paar Originaltöne:

"Man kann in diesem Haus nur im Team arbeiten sonst geht es nicht."


"Gerade in den Herausforderungen des letzten Jahres ist mir nocheinmal neu bewußt geworden:

Jeder Tag, den ich lebe ein geschenkter Tag."


"Wenn man progressiv nach vorne denken will, ist man nicht allein.


"Ohne Vergebung brutalisiert unser Leben."


"Die Landesstelle des ejw darf sich nicht separieren, jede Abschottung ist tödlich.

Man muss sich die Bälle zuspielen, das ejw als freies Werk in der Kirche hat Verheißung für die Zukunft."


"Ohne Vision verkommt das Jugendwerk zur organisierten Bedeutungslosigkeit."


Wenn der Wind bläst, bauen die einen Mauern

und die anderen Windmühlen. aus China



"Wir brauchen Elis und Samuels" rief Manfred Bletgen den Festgästen zu. (nach 1. Samuel 3)


"Das ejw braucht Elis, Männer und Frauen, die sagen, wann Gott redet. Es geht um das Kernstück, ob Gott ist. Vollmächtiger Zeugendienst ist gefragt. Menschen suchen heute unmittelbare religiöse Erfahrung.

Förderer des ejw sein, heißt: jungen Menschen zu sagen, wo und wann Gott redet.


Und das ejw braucht Samuels

"Die Lampe war noch nicht erloschen." Das ist ein Bild für den Heiligen Geist. Er leuchtet noch in der Kirche, im Jugendwerk. Junge Menschen kommen, sie suchen Heimat, Bedeutung, Gotteserfahrung.

Wir müssen von dem reden, was wir erlebt haben.

So werden Ehrenamtliche befähigt und ermutigt, aus ihren Glaubenserfahrungen zu leben.






Bilder vom Dankfest

www.ejwue.de/bildergalerie



Biographisches

aus seinem reichen Leben und Wirken als orientierende Persönlichkeit

Artikel aus dem UnterUns 3 2005

Download (pdf-Datei 580 kb)



Informationen zum Bernhäuser Forst,

der Tagungs- und Bildungsstätte des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg gibt es hier:

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