24.05.2013

Das Leben neu und anders erfahren

Teilnehmer berichten täglich von der Null-Euro-Tour

Foto: Lukas Golder
Copyright: Evangelisches Jugendwerk in Württemberg

Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) und das Evangelische Jugendwerk Bezirk Schorndorf bieten in den Pfingstferien einen Outdoor-Urlaub für Null Euro an. Vom 21. bis 25. Mai wandern 24 junge Erwachsene mit vier Betreuern von Ulm nach Stuttgart. Sie übernachten in einfachen Unterkünften. Ihre Verpflegung kaufen die 16 bis 20-Jährigen tagsüber ein, abends wird mit zwei Gaskochern, die auf einem Leiterwagen zusammen mit den Lebensmitteln transportiert werden, gekocht und anschließend gemeinsam gegessen. Jeder darf maximal zwölf Kilogramm Gepäck mitnehmen. Bei der Tour sollen die Teilnehmer so manchen Luxus bewusst hinter sich lassen. „Unser Ziel ist, mit wenig Geld unterwegs zu sein, um das Leben neu und anders zu erfahren“, so Tobias Hermann, Bezirksjugendreferent in Schorndorf. Möglich wird diese besondere Erlebnistour durch Zuschüsse und die finanzielle Beteiligung der beiden Veranstalter. Für die Teilnehmer selbst entstehen keine Kosten.

Kurzberichte der Teilnehmenden:

 

Freitag, der 24.05.2013

Der Tag startete heute Nacht um 0:00 Uhr mit dem Geburtstag  einer Teilnehmerin  den wir mit Apfelmus, Kerzen und Kuchen feierten. Deshalb zogen wir  morgens mit wenig  Schlaf, Blasen und großen Muskelverspannungen weiter Richtung Nürtingen. Die Strecke führte nicht wie ursprünglich geplant über Beuren, stattdessen gingen wir die kraftsparende Variante an einer wunderschönen Bundesstraße direkt nach Nürtingen. Da die heutige Etappe nur 11 km lang war, war am Nachmittag etwas Zeit zu verschnaufen. Diese Zeit verbrachten wir zum größten Teil in einem nahe liegenden Hallenbad. Allerdings hatte dieses noch nicht geöffnet und deshalb zogen wir, um uns die Zeit zu vertreiben, unsere abendliche Bibelarbeit vor und spielten noch ein bisschen Indiaka. Schließlich konnten wir endlich in die Duschen rennen und uns am Wasser erfreuen. Nach etwa vier Stunden schwimmen und herumtoben fühlten wir uns wie neu geboren. Nach dem leckeren Abendessen planten wir zusammen einen eigenen Gottesdienst zum Abschlussabend.

Donnerstag, 23.05.2013

Vom Aufgang der Sonne bis zum Regenniedergang
Heute morgen sind wir nicht nur vom lauten Weckruf, sondern auch vom immer heller werdenden Himmel geweckt worden, sodass wir sogar nach einem leckeren Frühstück mit Sonnenbrille auf der Nase loswandern konnten. Davor allerdings haben wir uns gegenseitig Brote geschmiert, mit dem Lieblingsbelag, eines anderen Teilnehmers, weil Jesus unser allein satt machendes Brot ist und wir das Brot für die Welt und seine Liebe weitergeben wollen. Bei Sonnenschein wanderten wir frohen Mutes singend bis zur Gustav-Jackob-Höhle, wo wir Pause machten und die Aussicht genießen konnten. Als Ausgleich dazu stiegen wir danach tief hinab in diese Höhle, in der wir Lobpreislieder sangen, auf dem Bauch vorwärts robbten, in der Dunkelheit schwiegen und uns gegenseitig in schwierigen Gemüts-und Gesteinslagen unterstützten. Völlig schlammverschmiert, aber glücklich, schlichen wir unerkannt zum warmen Lagerfeuer und stärkten uns mit Waffeln, die wir über dem Lagerfeuer gebacken hatten. Ein anfängliches Tropfen entwickelte sich schnell zu einem andauernden Regenschauer, bei dem wir über einige Umwege durch den Wald und querfeldein über Wiesen unserem heutigen Ziel in Owen entgegen wanderten. Leider mussten wir uns auf Grund schwerster Wegbedingungen von unserem allseits geschätzten, beliebten einfach kultigen Bollerwagen kurzzeitig trennen. Aber Dank unserem Vertrauen in Gott, hat er uns auch heute mit einem Glücksgefühl und noch mehr Blasen an den Füßen nach Hause gebracht.OUR GOD IS GREATER!


Mittwoch, 22.05.2013

Klappe die Zweite
Der filmreife zweite Tag begann um 7.15 Uhr mit einem trommelnden Weckruf. Danach starten wir mit Gottes Wort als Bergvagabunden und stärkten uns beim Frühstück mit Müsli und belegten Broten, wobei das Filmteam des Kirchenfernsehens uns beim Mampfen über die Schulter schaute. Wir starteten unsere Tour im Feuerwehrwagen, wobei wir etwas quetschen mussten, sodass nicht nur die Rucksäcke, sondern auch zwei Kammeraden im Kofferraum Platz fanden. Mit den neusten Partyhits wanderten wir unserem Ziel Böhringen entgegen. Das neugierige Fernsehteam begleitete uns den ganzen Tag in allen gut und schlecht Wetter Situationen bei unserer längsten Etappe von 27 km. Mit dem Motto: Nur die harten kommen in den Garten, wanderten wir im unangenehmen Dauerschauer, machten wir Pause neben einem Bauer, der sein Feld mit Gülle düngte und  zogen unseren Bollerwagen trotz ständigem auf und ab mit fast kaputter Achse. Wir Wandervagabunden teilen miteinander nicht nur Kekse und Blasenpflaster, sondern auch ein gutes Gemeinschaftsgefühl, Gespräche über Gott und die Welt und Glaubenserfahrungen. Erschöpft aber glücklich kamen wir dann endlich nach einem ereignisreichen Tag im Gemeindehaus an. Jetzt fiebern wir noch dem warmen Abendessen und dem megamäßig spannenden, gesegneten, relaxten, erholsamen, glaubenswürdigen, gemütlichen und unterhaltsamen Abendprogramm entgegen.
PS: Wir vertrauen darauf, dass Gott unsere schmerzhaften Blasen und Muskeln (von denen wir die Existenz bisher nicht kannten) wegbläst, wie der Wind, der uns heute um die Nase pfiff.

 

Dienstag, 21.05.2013

Viele liebe Grüße aus Blaubeuren. Wir sind gut angekommen, hatten einen guten Tag, tolle Gemeinschaft und die Stimmung und Gespräche sind auch schon super!
Nachdem wir alle aus verschiedenen Teilen Deutschlands  pünktlich am Stuttgarter Hauptbahnhof eingetroffen waren, fuhren wir mit großer Vorfreude nach Ulm. Um uns alle besser kennenzulernen, verabredeten wir uns mit verschiedenen Leuten zu einigen ‚Dates‘. Endlich in Ulm angekommen, machten wir uns auch gleich auf die Socken. Unser Ziel: das 20 Kilometer entfernte Blaubeuren. Nach langem kräftezehrendem, aber dennoch spaßigem Marsch kamen wir unserem Ziel immer näher. Ein paar Regenschauer und Blasen später, kamen wir in unserem Nachtquartier, einem gemütlichem Gemeindehaus an. Ein Teil machte sich nochmals auf den Weg zum Einkaufen, andere wiederum gingen noch den schönen Blautopf anschauen, der Rest ruhte seine müden Füße aus. Zum Essen gab es Spagetti mit Pesto und einen leckeren Nachtisch. Nun freuen wir uns alle auf das Abendprogramm und natürlich auf unsere Schlafsäcke….

Redaktion:
Eberhard Fuhr (EJW)

Weitere Informationen:

Ich bin dabei!

Ich bin dabei!

Werner Baur

Oberkirchenrat

Die evangelische Jugendarbeit in Württemberg eröffnet jungen Menschen vielfältige Räume und Betätigungsfelder, ihre persönlichen Gaben und Talente zu entdecken, zu erproben und zu entfalten.

Jetzt unterstützen!
Spenden

Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Haeberlinstraße 1-3
70563 Stuttgart
Fon 07 11/97 81-0


Zur Anfahrtsbeschreibung

Montag-Donnerstag:
9:00-12:30 Uhr / 13:15-16:00 Uhr
Freitag:
9:00-12:30 Uhr


Kontaktieren Sie uns gerne auch direkt:

Ansprechpartner

Arbeitsbereiche


Sie finden uns auch auf folgenden Plattformen

Wir unterstützen das EJW

Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) bietet als Landesstelle sinnstiftende Angebote, Veranstaltungen und Dienstleistungen für Jugendwerke in Orten und Bezirken, aber auch für Kinder, Jugendliche, Konfirmanden, junge Erwachsene, Erwachsene und Familien. Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) ist die Zentrale für die evangelische Jugendarbeit in Württemberg und arbeitet selbstständig im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.


Das Evangelische Jugendwerk Württemberg (EJW) gehört zu: