11.05.2013 - Eberhard Fuhr (ejw)

Eine Vision für die Jugendarbeit entwickeln

Delegierte des ejw beschäftigen sich mit Zukunftsthemen

Foto: Thomas Vollmer (Copyright: ejw)

Bei der Delegiertenversammlung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) sind am heutigen Samstag neben der Wahl des neuen Vorstands und der Beratung des Haushaltsplans vor allem Zukunftsthemen auf der Tagesordnung gestanden. Gottfried Heinzmann, Leiter des ejw, wies in seinem Bericht darauf hin, dass bei allen Veränderungsprozessen neben der gegenseitigen Ermutigung immer auch die Frage nach dem Auftrag zu stellen sei. Wichtig sei, eine Vision für die Zukunft der Jugendarbeit zu entwickeln. „Wie soll die Arbeit des ejw in 10 Jahren aussehen? Für wen sind wir da – für alle Jugendlichen oder nur für die evangelisch Konfirmierten? Wo findet Jugendarbeit statt? Im Gemeindehaus, an der Schule, an den Wochenenden? In den Ferien? Wo setzen wir Schwerpunkte? In der Gruppenarbeit, in den Freizeiten oder in Projekten?

Es gelte, die gesellschaftlichen und auch die internen und strukturellen Veränderungen aktiv zu gestalten. „In der Begegnung mit Jesus Christus finden Kinder und Jugendliche eine sinnstiftende Orientierung für ihr Leben. In der Jugendarbeit erleben sie eine tragfähige Gemeinschaft, gewinnen Werte und entwickeln Lebenskompetenz. Dadurch gestalten sie Zukunft, Kirche und Gesellschaft im weltweiten Horizont“ zitierte er die Ziele des ejw. Er hält es für notwendig, dass gemeinsam die Vision zu entwickeln, damit Kinder und Jugendliche auch in Zukunft dies erleben können.

Bericht Gottfried Heinzmann

Das Socialmedia-Team des ejw berichtete den ganzen Tag live von der Veranstaltung.
Alle Beiträge auf einen Blick

Im Rahmen des Eröffnungsgottesdienstes wurde Andreas Gatter, Bereichsleiter Finanzen, IT und Personal in sein Amt eingeführt. Die Absolventinnen und Absolventen der ejw-Leitungsakademie, einer zweijährigen Fortbildung für Ehrenamtliche erhielten ihre Abschlusszertifikate.

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Das Opfer des Gottesdienstes war für die Finanzierung des ejw-Jugendtags. Es ergab den Betrag von 1.127,13 EUR, ein ermutigendes Zeichen für das Kernteam des Jugendtags.

Harald Alber, scheidender Vorsitzender des ejw, wies in seinem Bericht darauf hin, dass jede fünfte Schule zwischenzeitlich mit der Evangelischen Jugendarbeit kooperiere und im letzten Jahr über 500.000 EUR an Spenden für das ejw, ohne die Projekte des ejw-Weltdienstes, zusammengekommen sind. Er dankte der ejw-Stiftung, dem ejw-Förderverein, dem Förderverein Posaunenarbeit, den Spenderinnen und Spendern und den Sponsoren des ejw.

Bericht Harald Alber (Vorsitzender des ejw)

Jürgen Kehrberger, fachlicher Leiter des ejw hob besonders den Schatz der Freizeiten als "Gemeinde auf Zeit" hervor. Ein "Qualitätsleitfaden für Freizeiten im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg" wurde nach den Berichten in einer Gesprächsgruppe diskutiert. Dieser soll in den nächsten Monaten erprobt und bei der nächsten Delegiertenversammlung als Leitfaden für alle evangelischen Jugendwerke und CVJM in Württemberg verabschiedet werden.

Bericht Jürgen Kehrberger

Marcus Witzke, Geschäftsführer des ejw, teilte den Delegierten mit, dass er das Jugendwerk Ende August verlassen werde. Er gab den Delegierten die Frage auf den Weg, ob die Organisationsstruktur des ejw noch zu den Finanzen passe.

Bericht Marcus Witzke

Landesjugendpfarrer Bernd Wildermuth verwies auf die erst am vergangenen Dienstag veröffentlichten Sinus-Studie "Brücken und Barrieren", die zeigt, dass die Rolle der haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden nicht überschätzt werden könne. "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Brücken in die Jugendarbeit."

Bericht Bernd Wildermuth

Noch vor dem Mittagessen stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten für die Vorstandwahl vor:

In drei getrennten Wahlgängen wurde der Vorsitzende, die beiden stellvertretenden Vorsitzenden und die sechs ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder gewählt.

Gewählt wurden:

  • Vorsitzender: Andreas Lämmle
  • Stellvertreter:
    Tina Dautel, Edgar Kaemper
  • Vorstandsmitglieder:
    Uli Steinnestel, Heidi Brose-Schilling, Benjamin Hirzel, Nina Scheeff,
    Harald Endreß, Sven Schal

Video:

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Denkwerkstatt Zukunft mit drei neuen Themenbereichen

Bei der Delegiertenversammlung 2011 gab es den Startschuss zur "Denkwerkstatt Zukunft" mit dem Leitmotiv:
Veränderungsprozesse in der Jugendarbeit so gestalten, dass evangelische Jugendarbeit auch in Zukunft ihren Auftrag erfüllen kann, Kindern und Jugendlichen in ihren Lebenswelten zu begegnen und ihnen das Evangelium von Jesus Christus zu verkündigen.

Bei der Delegiertenversammlung 2012 gab es die Themen:
•    Jugendarbeit und Schule
•    Demografie und ländlicher Raum
•    Neue Medien

Heute wurden drei weitere Themen eingeführt
•    Jugendarbeit in der Stadt
•    Geld und Ehre
•    Jugend- und Konfiarbeit

Zu den jeweiligen Themen gibt es ein praxis-orientiertes Denkkarten-Set, mit dem sich die Gremien und Interessierten beschäftigen können.

In der Steuerungsgruppe wurde beschlossen, den Prozess der "Denkwerkstatt Zukunft" noch etwas zu verlängern und erst im Jahr 2015 abzuschließen. Hintergrund ist die Beobachtung, dass die Beschäftigung mit diesen Themen nicht so einfach abgehakt werden kann, sondern Zeit braucht. Gleichzeitig ist deutlich, dass die Bezirke unterschiedlich intensiv an den Themen dran sind. Bestimmte Themen sind  für manche sehr interessant, für andere weniger.

Für die Delegiertenversammlung 2014 sind diese Themen vorgesehen:
•    Neue Formen der Beteiligung
•    Freizeiten und Reisen
•    Geistliche Erlebnisräume

Bei der Delegiertenversammlung 2015 soll der Prozess vorläufig zum Abschluss kommen.

 

Anträge an die Delegiertenversammlung 2013:

 

Weitere Meldungen zur Delegiertenversammlung 2013:


Redaktion: Eberhard Fuhr

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Werner Baur

Oberkirchenrat

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