22.10.2007 - rr

ejw-Fest findet großen Anklang

Über 500 Festgäste beim 1. ejw-Fest im Bernhäuser Forst


Bilder vom ejw-Fest sind hier: www.ejwue.de/bildergalerie

Aus allen Teilen Württembergs haben sich Freunde, Freundinnen und Förderer des ejw am 21. Oktober im Bernhäuser Forst, der Tagungs- und Bildungsstätte des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg getroffen. Ein buntes Programm mit zahlreichen Mitmach-Aktionen aus den unterschiedlichen Bereichen informierte über die aktuelle Arbeit des ejw.





Inhaltliche Akzente setzte Oberkirchenrat Werner Baur
in 5 Thesen mit seinem Impulsreferat zum Thema:

"Jugendarbeit als Zukunft der Kirche."

1. Jugendarbeit ist nicht die Zukunft der Kirche.
Sonst würde sich Jugendarbeit zu wichtig nehmen. Jesus Christus ist der, der die Kirche trägt. Evangelische Jugendarbeit ist gegründet auf de Wort Gottes, das gibt ihr Zukunft. Bildungsarbeit ist Voraussetzung, um sich reformatorische Erkenntnisse zu eigen machen zu können.
2. Jugendarbeit ist Ausdruck unserer Verantwortung als Kirche
Glaube macht Beine, man kann ihn nicht im Sitzen kultivieren. Jugendarbeit steht für eine Kirche, die sich öffnet.
3. Jugendarbeit der Kirche gibt denen Zukunft, die sie brauchen und ein Recht auf Zukunft haben.
Jugendarbeit eröffnet Perspektiven, nennt beim Namen, erschließt Lebenswelten. Jugendarbeit ist ein genialer Ort, wo junge Menschen lernen, was sie für's Leben brauchen. Unsere Persönlichkeit wächst am Gegenüber, Jugendarbeit ist Begegnungsarbeit. Jugendarbeit ist Einladung zur Beteiligung und zur Teilhabe. Sie bietet Raum zur Partizipation und ist gerade so eine gute Möglichkeit auch zur Identifikation mit Kirche.
4. Jugendarbeit ist auch vitale Lebensäußerung für christliche Gemeinde.
Was wäre Kirche ohne die Vitaltität, das Widerständige und kritische von jungen Menschen, ihren wichtigen Impulsen und ehrlichen Fragen.
5. Jugendarbeit braucht Vertrauen, Freiraum und geistliche Begleitung.
Jugendarbeit braucht Selbstständigkeit, um junge Menschen zur Eigenständigkeit erziehen zu können. Junge Menschen brauchen einen Vertrauensvorschuss der deutlich macht: "Ihr seid willkommen!" Dieser Freiraum ist genial formuliert in der "Schwabenformel": "selbstständig im Auftrag!" Jugendarbeit ist Teil der Kirche und nicht Zukunft der Kirche. Sie hat dieselbe Zukunft, die der ganzen Kirche verheißen ist.

Bei einer anschließenden Podiumsdiskussion betonten alle Vertreter der Synodal-Gesprächskreise die besondere Bedeutung des Evangelischen Jugendwerks für die Landeskirche.
Vlnr: Friedemann Stöffler (Kirche für Morgen)
Bernd Wildermuth (Offene Kirche)
Marion Blessing (Moderation)
Hanna Fuhr (Evangelium und Kirche)
Steffen Kern (Lebendige Gemeinde)
Befragt wurden sie zu Chancen und Herausforderungen für das ejw, den Einsatz für Freiräume für Jugendarbeit und nach ihrer Vision für eine Jugendarbeit 2020. Einhellig war die Zukunftsperspektive eines engagierten und innovativen Evangelischen Jugendwerks, das selbstständig im Auftrag der Landeskirche wirkt. Die "Schwabenformel" sei deshalb eine "Segensformel" für unsere Kirche. Alle Gesprächskreise wollen sich dafür einsetzen, Freiräume zu schaffen, damit Jugendliche kreativ Kirche gestalten können.
"Man muss viel Liebe investieren, wenn Glaube sich entfalten soll, und man muss viel Freiheit riskieren, wenn die Kirche lebendig bleiben soll."
(Otto Dibelius).

Mit musikalischen Leckerbissen aus 60 Jahren Schwäbischer Posaunendienst feierten die Bläser ein besonderes Jubiläum. Kaffee und Kuchen aus der Küche des Bernhäuser Forstes verwöhnten den Gaumen. Zeit für Gespräche, Begegnung und ein fröhliches Wiedersehen mit Freunden aus einer reichhaltigen und langjährigen Jugendwerksgeschichte bestimmten den zweiten Teil des Nachmittags. Ein besonderer Genuss war die gemütliche Bücherstube von buch+musik auf Ebene 8 mit Panoramablick auf die Filderebene und den Flughafen.
Für die Kinder wurde ebenso ein vielfältiges Programm mit Spielstationen, Stockbrot, Basteln, und Blind-Kick geboten.
"Klasse Idee". "Gut, dass ihr so was macht." Wir sind sehr gern hierher gekommen und haben es nicht bereut." Danke, dass ihr uns eingeladen habt." So konnte man es immer wieder hören. Informieren, Begegnen, Freunde treffen - das Konzept des erstmalig stattfindenden ejw-Fest hat sich bewährt und wird sicher fortgesetzt werden.


Im dritten Teil des Nachmittags wurde in einem Gottesdienst mit dem Stuttgarter Prälat Ulrich Mack der neue Fachliche Leiter des ejw, Jürgen Kehrberger, in sein neues Amt eingeführt.
Harald Alber, Vorsitzender des ejw, ermutigte ihn mit Josua 1,9 für die neue und herausfordernde Aufgabe im ejw. Gottes Zusage gibt Kraft auch in schwierigen Zeiten.
Von OKR Werner Baur wurde Jürgen Kehrberger als Diakon der Evangelischen Landeskirche eingesetzt und verpflichtet.

Weitere Informationen zu Jürgen Kehrberger:
Pressemitteilung mit biografischen Angaben.
druckfähiges Bild zum Download (2,5 MB)
Kehrberger07.jpg



Bilder vom ejw-Fest sind hier: www.ejwue.de/bildergalerie


Der Termin für 2009 steht schon fest:

Sonntag, 11. Oktober 2009 - natürlich wieder im Bernhäuser Forst, der mit seinem bewährten Team unter der Leitung von Esther Bobinger charmant verwöhnte.


Ich bin dabei!

Ich bin dabei!

Ingo Rust

Finanzbürgermeister Stadt Esslingen

"Evangelische Jugendarbeit gehört zu den besten Schulen für Führungskräfte in Wirtschaft und Gesellschaft. Das durfte ich selbst erleben und unterstütze deshalb auch heute noch die Arbeit des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg."

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