25.09.2011

ejw-Jugendtag: 6.500 Jugendliche wollen es gut machen

Ermutigung, neue Ideen und mitreißende Musik unter strahlendem Sonnenschein beim Jugendtag 2011

Bildergalerie zum ejw-Jugendtag

eMagazin Jugendtag (6MB)        Filme Jugendtag

Zum Beginn des Jugendtags bekannte Pfarrer und ejw-Leiter Gottfried Heinzmann vor 6.500 Jugendlichen auf dem Stuttgarter Marktplatz, dass ihm das Motto des Tages „MACH's gut" oft nicht weiterhilft. Zu oft wollen wir es gut machen, aber scheitern an uns selbst. Aber genau dann ist Jesus bei uns.
Der ejw-Leiter ermutigte die Jugendlichen: „Jesus vergibt dir deine Fehler. verändert und schenkt dir den Mut, Dinge anzupacken, die dir schwer fallen." Durch Jesus können wir es gut machen: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!", oder eben in der Kurzform des Tages-Mottos: „MACH's gut!"
Eine Teilnehmerin beschrieb, wie wichtig dieser Event für ihren Glauben ist: „Die Stimmung, diese Gemeinschaft, das ist faszinierend, wie die Jugendlichen ihren Glauben hier öffentlich auf der Straße leben. Wir haben diese Freiheit, dass wir dabei nicht eingesperrt werden, deshalb ist es wichtig, das auch so zu leben!"
Was das Tagesmotto „MACH's gut" konkret für das Leben der Jugendlichen bedeutet, erfuhren diese den ganzen Tag über bei den verschiedensten Angeboten und Gelegenheiten:

Wettbewerb der guten Taten: „MACH's gut!"
Um junge Christen herauszufordern, sich über gute Taten im Sinne Jesu Gedanken zu machen, hatte das Jugendwerk gemeinsam mit der ejw-Stiftung Jugend.Bibel.Bildung den landesweiten Wettbewerb „MACH's gut" ausgeschrieben. Daraufhin versuchten christliche Jugendgruppen in den verschiedensten Städten und Regionen auf kreative und mutige Weise, diesen biblischen Auftrag für ihre Mitmenschen erfahrbar zu machen: In Freudenstadt putzen sie Autos für Straßenkinder auf den Philippinen. Die Konfirmanden aus Calw sammelten alte Schulränzen und verschenkten sie an Familien, die sich selbst keine leisten konnten. Und der Gewinner des Wettbewerbs, die Tübinger Jungschar „SOumSECHS", verschenkte im Zug Äpfel mit dem „Mach's gut"-Logo und kam so mit den anderen Fahrgästen über Gott ins Gespräch.
Mehr zur MACH'S gut-Aktion

68 Seminare zu den unterschiedlichsten Glaubens-Themen
Vom Marktplatz über die Büchsenstraße bis zur Mensa und dem Cinemaxx drängten sich die christlichen Jugendlichen. Sie besuchten Stände, probierten sich in diversen Aktivitäten aus und wählten aus 68 unterschiedlichen Seminaren, deren Themen von Jesus-Nachfolge im Alltag über gesellschaftliches und missionarisches Engagement bis hin zur persönlichen Bibellese und Gebet reichten.
Die Jugendlichen erfuhren von den neu vom ejw entwickelten Konzepten „HausHochHinaus", um junge Menschen und traditionelle Kirche zusammenzubringen. Einige der darin vorgestellten geistlichen Formen konnten schon selbst erlebt und ausprobiert werden.

MACH's gut als christliche Band - der Nachwuchs-Wettbewerb
Da im Leben von Jugendlichen seit jeher Musik eine große Rolle spielt, fördert das Jugendwerk junge christliche Musik durch „EIGENSINNiCH - der Bandwettbewerb". Die in der Vorausscheidung gewählten besten sechs christlichen Jugendbands traten zum großen Finale in der Stuttgarter Uni-Mensa an, das die Band „For me and my Sons" für sich entscheiden konnte.

Zum ersten Mal konsumkritische Stadtführung
Dass die Zeiten vorbei sind, in denen Evangelisation und die soziale Tat zwei unterschiedliche Welten waren, zeigte die „konsumkritische Stadtführung" zum Jugendtag. Der ejw-Weltdienst-Referent Markus Häfele war überrascht, wie viele Jugendliche sich mit ihm durch die Innenstadt aufmachten, um unsere Lebensweise zu hinterfragen: Wo würde Jesus einkaufen? Wie würde Jesus handeln?
Vor einem Kaffeeladen erfuhren die Jugendlichen, wie viel ein Kakao-Bauer an seiner Ernte verdient und überlegten sich, was es heißt, wie Jesus die Menschen hinter den Produkten im Blick zu haben. Würde Jesus nicht lieber Fair-Trade Kakao kaufen, um den Kakao-Bauer-Familien ein auskömmliches Leben zu ermöglichen?
Vor einem Jeansgeschäft verdeutlichte Häfele, wie Textilarbeiter an Staublunge starben, als sie für uns die Jeans per Sandstrahler bearbeiteten und nannte die Modelabels, die trotz Protesten an diesen gefährlichen Arbeitsbedingungen nichts ändern.

Filmvorführung mit Filmemacher und Hauptperson des Films
Im Hospitalhof zeigte Filmemacher Bernd Umbreit seinen neuen Film „Essstörung" über die gleichnamige Krankheit. Die Hauptperson des Films war persönlich anwesend und ermutigte betroffene Jugendliche, dass diese Krankheit überwindbar sei: „Meine Lebensfreude ist wieder da, stärker als je zuvor".

Sight & Sound im Cinemaxx über die Mission in unserer Stadt
Im Cinemaxx wurden die Jugendlichen multimedial durch Videoclips, Interviews und Impulsen herausgefordert, was das „MACH's gut" in ihrer Stadt und ihrer Nachbarschaft bedeuten könnte: Haben wir den Tunnelblick oder bekommen wir mit, was um uns herum passiert?
Jesus fragt uns: Wann hast Du mich im Gefängnis besucht? Wann hast Du mir geholfen? Denn „was ihr getan habt einer diesen meiner geringsten Brüder, das habt ihr mit getan".
Auch in dieser Session zeigt sich wieder die Innovationskraft des ejw in der Jugendarbeit. Als Gast-Referent war der Leiter des Weigle-Hauses in Essen, Tobias Klug, eingeladen und berichtete von deren Vision, „Jugendhaus für die Zukunft der Stadt" zu sein. Er forderte die Teilnehmer heraus, den biblischen Auftrag „Suchet der Stadt Bestes" auch für die Jugendarbeit neu durchzudeklinieren.
Tobias Klug selbst wurde vom Mitgefühl für die Menschen um ihn herum ergriffen, als er Gott direkt darum bat: „Hey Gott, lass mich einen Augenblick die Welt mit deinen Augen sehen!" Danach habe er ganz anders gespürt, dass wir Gott nicht egal sind. Er forderte die Jugendlichen heraus: Lasst ihr Gott auf die Kommandobrücke eures Lebens und übergebt ihm sogar das Kommando?

Vielfalt der geistlichen Formen in den Gottesdiensten
Die Vielfalt der evangelischen Jugendarbeit zeigte sich auch in den abschließenden Gottesdiensten: Die Räumlichkeiten reichten von einem Raum mit Liegedecken über eine Open-Air-Bühne bis zur klassischen Kirche. Der eine Gottesdienst war international und englisch-sprachig, der andere sehr jugendlich und in der Stiftskirche wurde Landesbischof Dr. h.c. Frank O. July nach seiner Predigt von spontan aufbrandendem Applaus überrascht.
Der Landesbischof erzählte, wie gern er die Religionskritiker zum Jugendtag hergebracht hätte, die sich anlässlich des Papst-Besuchs in den letzten Tage negativ zum christlichen Glauben äußerten. Hier hätten sie wie die vielen anderen anwesenden Außenstehenden lebendigen und überzeugenden Glauben erleben können.
Dann fügte er er dem Tagesmotto „MACH's gut" eine weitere Dimension hinzu und erinnerte daran, dass wir manchmal Dinge „wieder gut" machen müssten. Auch da hätte das Jugendwerk eine lange Tradition: Er verwies auf das durch die Deutschen zerbombte serbisch-orthodoxe Kloster Lepavina, dass durch die tatkräftigen Teilnehmer der Aufbaulager des ejws und der Stuttgarter Kirche wieder aufgebaut wurde - auch ein Beispiel für „MACH's gut".

Schlusspunkt und was die Gäste sagten
Der mitreißende Auftritt der Ulmer Band Sacrety setzte auf dem Stuttgarter Marktplatz den fulminanten letzten Höhepunkt eines ohnehin an Höhepunkten reichen Tages, ehe die Jugendlichen voll neuer Eindrücke und Ideen und im Glauben gestärkt in ihren Alltag nach Hause fuhren.
Professor Gerhard Hess, Evangelischen Hochschule Ludwigsburg, zeigte sich begeistert: „Der ejw-Jugendtag war für mich wieder eine beeindruckende Veranstaltung, bei der die vielfältige und bunte Jugendarbeits-Landschaft sichtbar wurde. Beeindruckend war für mich die lockere und offene Atmosphäre mit guten Gesprächen und Begegnungen."
Einer der äthiopischen Gäste des Jugendtags rief zu Hause in Äthiopien an. Seine Tochter fragte ihn, wie es in Deutschland sei. „Oh, es ist in Deutschland wie im Himmel", sagte er, „like in heaven."
Matthias Brender

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