03.02.2006

Empfang in Villa Reitzenstein

Minister Stächele würdigt ehrenamtliches Engagement

"Ihr seid Boten für eine neue, moderne Bürgergesellschaft!"


in der verbandlichen Jugendarbeit

Bei einem Empfang in der Villa Reitzenstein ließ sich Willi Stächele, Ministers des Staatsministeriums und für europäische Angelegenheiten, am 31. Januar von über fünfzig ehrenamtlich Engagierten aus den Mitgliedsverbänden des Landesjugendrings über die Bedingungen und die Notwendigkeit der Förderung des Ehrenamts in der Jugendarbeit beraten. Dies sei ihm deshalb sehr wichtig, weil er im Engagement von jungen Menschen Hinweise auf eine moderne Bürgergesellschaft sehe, betonte Stächele am Dienstag. Deshalb versprach er, sich für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen und des Images von ehrenamtlicher Tätigkeit, gerade von jungen Menschen, einzusetzen.


Die anwesenden Ehrenamtlichen schilderten, wie sie das Engagement in einem Jugendverband geprägt habe. Sie hätten gelernt, ihre Interessen selbstbewusst zu vertreten und in Teams gemeinsame Projekte zu entwickeln sowie Lösungen für Probleme zu finden. Diese Qualifikationen werden mittlerweile auch von den Arbeitgebern gerne bestätigt.


Die Schilderungen und Anregungen der jungen Ehrenamtlichen zeigten aber auch, dass die Spielräume für ehrenamtliches Engagement immer kleiner werden. Durch die Ausweitung von Unterricht (z.B. durch G 8), den kommenden Ausbau von Ganztagesschulen und die Verlängerung von Arbeitszeiten werden die verfügbaren Zeiten von Kindern, aber auch von deren Betreuer/innen stark eingeschränkt. Die Einführung von Studiengebühren wird sich ebenfalls negativ auf die Engagementbereitschaft auswirken, da Studierende dadurch gezwungen werden, Geld zu verdienen und deshalb weniger Zeit für ihr Engagement in der Jugendarbeit haben.


Minister Stächele sagte zu, sich für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche in den Fragen Sonderurlaub und Anerkennung einzusetzen. Er wies darauf hin, dass die Einführung des Jugendbegleiters u. a. deshalb erfolgen wird, weil damit die Vereine und Verbände auch bei einem Ausbau von Ganztagesschulen Möglichkeiten hätten, ihre Angebote an Kinder und Jugendliche zu richten. Bei der Weiterentwicklung der Bildungspolitik rief er die Verantwortlichen in den Schulen vor Ort dazu auf, ihre Freiräume zu nutzen und z.B. im Gymnasium den Stoff deutlich zu reduzieren.


Der Vorsitzende des Landesjugendrings, Berthold Frieß, bedankte sich für den Empfang und die offene Aussprache. Sie hätte die Behauptung untermauert, dass junge Menschen durch ein Engagement in der Jugendarbeit zu selbstbewussten und für die Demokratie qualifizierten BürgerInnen werden. Die Jugendverbände werden diesen Weg weiter gehen. Der Landesjugendring werde auch weiterhin die Landesregierung gerne beraten, was notwendig ist, damit eine moderne, engagierte Bürgergesellschaft entstehen kann, so Frieß zum Abschluss.


Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände in Baden-Württemberg. Er vertritt die Interessen von einer Million Kindern und Jugendlichen.

Verantwortlich: Berthold Frieß

 

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Thai An Vu

Informatikerin & Ehrenamtliche im EJW-Weltdienst

"Zuerst habe ich gedacht, ich bin ja schon selber Migrantin und in Migrantengemeinden aktiv. Doch in Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen und in anderen Ländern habe ich einen neuen Schatz entdeckt. Es macht Spaß Erfahrungen zu teilen."

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