27.03.2017 - Steffen Kaltenbach / Redaktion: Eberhard Fuhr

Es werde Würde

Die Preisträger des Manfred-Müller-Preises 2017 (Foto: Verein zur Förderung Evang. Schülerinnen- und Schülerarbeit in Württemberg e.V.

Manfred Müller Preis für befreiende Jugendbildungsarbeit 2017 verliehen

„Löwenzahn“, „Ausreißer“ und „nethelp4u“ heißen die Preisträger der dritten Auflage des Manfred Müller Preises für befreiende Jugendbildung. Am 26. März 2017 hat der Verein zur Förderung Evangelischer Schülerinnen- und Schülerarbeit in Württemberg e.V. die drei Initiativen in Bad Cannstatt ausgezeichnet. Überreicht wurde der mit insgesamt 3000 Euro dotierte Preis von Berthold Frieß, dem Direktor des Landtags von Baden-Württemberg.

Die diesjährige Jury bildeten Prälatin Gabriele Wulz aus Ulm, Cornelia Grothe (Arbeitsgemeinschaft der Evang. Jugend in Niedersachsen), der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Jörg Dinkelaker (Universität Halle-Wittenberg), Kirchenrat Hans-Joachim Janus (Evang. Oberkirchenrat Stuttgart), Hosea Hauff (Preisträger 2015) und Pfarrer Steffen Kaltenbach, Vorsitzender des Vereins.

Der erste Preisträger, „Löwenzahn“ aus dem Westallgäu, hat auf basisdemokratischer Grundlage Jugendlichen mit Fluchterfahrungen einen Gestaltungsrahmen eröffnet, in dem sie Naturerfahrungen im Wald mit Kunst, Theater, Musik und gemeinsamem Kochen verknüpfen konnten - ein Freizeitprojekt, das erste Schritte der Integration aus der Gemeinschaftsunterkunft heraus ermöglicht hat.

Das Theaterprojekt „Ausreißer“ entstand durch die Initiative von jungen Theaterschaffenden in Kooperation mit dem Verein für Internationale Jugendarbeit Stuttgart. Die Internationalität des Ensembles junger Menschen, die zufällig in Stuttgart zusammengekommen sind, bringt eine intensive interkulturelle Auseinandersetzung mit der Sehnsucht nach Menschenwürde und einem selbstbestimmten Leben auf die Bühne.

Seit zehn Jahren gibt es „nethelp4u“, die E-Mail – Beratung für Jugendliche durch ebenso junge Peers in der Evangelischen Jugend Stuttgart. Bis hin zur Suicidprävention reicht die Thementiefe, in der die jungen Beraterinnen und Berater intensiv geschult und hauptamtlich begleitet werden.

Der Verein zur Förderung evangelischer Schülerinnen- und Schülerarbeit in Württemberg e.V. hatte den Manfred Müller Preis dieses Mal unter dem Motto „Es werde Würde“ ausgeschrieben. Berthold Frieß ging in seiner Laudatio von Artikel 1 Grundgesetz aus und beschrieb die Verwirklichung dieses fundamentalen Grundrechts als eine bleibende Aufgabe für die Gesellschaften Europas gerade auch hinsichtlich einer humanen Flüchtlingspolitik. In der Jugendarbeit, so Frieß „kann Würde werden.“
Kirchenrat Stefan Alger dankte dem Verein für die Ausschreibung des Preises im Namen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Alle drei Preisträger hätten den Namensgeber mit Freude und Stolz erfüllt. Bekräftigt wurde diese Einschätzung von einer großen Abordnung der Familie Manfred Müllers.

Hintergrund:
Der Manfred Müller Preis für befreiende Jugendbildung erinnert an den früheren Oberkirchenrat Dr. Manfred Müller, der in der Zeit des Nationalsozialismus seine schützende Hand über die verschiedensten Formen evangelischer Jugendarbeit hielt, und der aus einer tiefen Bindung an das Evangelium heraus auch kritisches Nach- und Vordenken in aller Freiheit mit einer toleranten Haltung gefördert hat.



Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) koordiniert, fördert und gestaltet die evangelische Jugendarbeit in Württemberg. Unser Ziel ist es, junge Menschen zum Glauben an Jesus Christus einzuladen, ihren Glauben im Alltag zu stärken und sie bei ihrem Engagement für Jugendarbeit und Gesellschaft zu unterstützen. Kurz gesagt: begegnen, begleiten und befähigen. Deshalb unterstützen wir Kinder, Konfirmanden, Jugendliche, Familien und (junge) Erwachsene über unsere sinnstiftenden Arbeitsbereiche, Veranstaltungen, Bildungsangebote und Reisen. Zudem bringen wir die einzelnen Jugendwerke vor Ort sowie in den Bezirken voran. Als größter konfessioneller Jugendverband in Baden-Württemberg bieten wir jährlich circa 306.000 jungen Menschen regelmäßige und circa 462.000 einmalige Angebote. Wir arbeiten selbstständig im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und mit einem großen Netzwerk an Partnern. Mehr über uns erfahren Sie unter www.ejwue.de/ueber-uns/wer-wir-sind/ 

FSJ/BFD lohnt sich!

FSJ/BFD lohnt sich!

Miriam Rath ( EJW Bernhausen (16/17))

Studium Religions- und Gemeindepädagogik mit Sozialer Arbeit an der EH Ludwigsburg

"In meinem FSJ konnte ich viel über mich selbst und den Umgang mit anderen lernen, eigene Ideen verwirklichen, meine Stärken und Schwächen ganz neu entdecken und einen Einblick in die Arbeitswelt bekommen. Ich durfte viele Kontakte knüpfen, die mir einen Weitblick ermöglichen und eine wertvolle Bereicherung für meine aktuelle ehrenamtliche Jugendarbeit, aber auch für meinen späteren Beruf als Jugendreferentin sind."

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