12.06.2008 - rr

Fachtag in Bad Boll

"Schule verändert sich – die Evangelische Jugendarbeit gestaltet mit"

Am 10. Juni fand in der Evangelischen Akademie ein Fachtag zum Thema "Jugendarbeit und Schule" statt, welcher in Kooperation mit dem Evangelischen Jugendwerk in Württemberg und dem Landesjugendring durchgeführt wurde. Mit über 70 Teilnehmenden – Jugendreferenten, Schuldekanen, Pfarrern, Diakonen, Lehrern, kommunalen Vertretern usw. (natürlich waren auch jeweils weibliche Vertreterinnen anwesend) - war die Veranstaltung sehr gut besucht. Der große Zuspruch bewies einmal mehr, welch hohe Brisanz und Aktualität dieses Thema sowohl für die Akteure der Jugendarbeit, als auch für die Schulen und Kommunen besitzen.


Nach Grußworten von Joachim L. Beck, dem Leiter der Akademie Bad Boll, Marcus Witzke, dem Geschäftsführer des Evangelischen Jugendwerks und Stefan Hermann, Schuldekan in Böblingen/Herrenberg und Mitglied des Ausschusses für Bildung und Jugend in der Landessynode, berichtete Dr. Carsten Rabe, Leiter des Referats Jugend im Kultusministerium, von den neuesten Entwicklungen in Sachen Jugendbegleiter und der Rolle, die die Vereine und Verbände in diesem Konzept einnehmen. Eva Lang, Geschäftsführerin des Landesjugendrings, erläuterte in ihrem Beitrag die Unterschiede zwischen formeller, informeller und non-formaler Bildung und betonte, dass die verschiedenen Formen der Bildung für Jugendliche gleichermaßen wichtig seien. Darüber hinaus wurde aus ihrem Referat deutlich, dass es den Vereinen und Verbänden um eine Kooperation auf Augenhöhe geht und darum, dass deren Angebote in der Schule als ein Beitrag zur Bildung von Jugendlichen betrachtet und anerkannt werden – und nicht als bloße Betreuungsarbeit betrachtet gilt.


"Warum Jugendarbeit die Schule mitgestalten soll – ein Plädoyer"

So lautete der Titel des dritten Referats an diesem Morgen. Markus Ocker, Pfarrer, Oberstudienrat und langjähriger haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter der SMD und des ejw machte deutlich, dass wir als Christen schon zu lange erwarten, dass die Menschen zu uns kommen ("Komm-Struktur"), anstatt zu ihnen zu gehen ("Geh-Struktur"). Sowohl aus gesellschaftlicher, kirchlicher und theologischer Sicht sei es wichtig, dass Kirche an der Schule präsent sei – genauso wichtig wie ihre außerschulischen Angebote. Diesen Spagat angesichts knapper personeller und finanzieller Ressourcen zu schaffen – darin läge die Herausforderung der nächsten Jahre, so Ocker.


Am Nachmittag hatten die Seminarbesucher nach einem Vortrag von Benjamin Wahl ("Wie klären wir für uns, ob wir in das Kooperationsfeld einsteigen wollen?"), Projektreferent im Landesjugendring, die Möglichkeit, Workshops zu besuchen, wo Kooperationsmodelle aus der Praxis vorgestellt wurden. Das reichte von der Ausbildung von Pausenspielmentoren über die Veranstaltung von Klassentagungen bis hin zu "Kids-Time" – dem Backnanger Modell von "Jungschar an der Schule".


Handreichung kostenlos

Wer nicht die Möglichkeit hatte, diese Veranstaltung zu besuchen und neugierig geworden ist, kann sich die Handreichung zum Fachtag, die alle Referate und Praxisbeispiele enthält, kostenlos über die nachstehende E-Mail-Adresse bestellen.

Bestelladresse: simon.lademann@ejwue.de


Für Beratungsgespräche in Sachen Kooperation Jugendarbeit und Schule steht das Team der Schülerinnen – und Schülerarbeit gerne zur Verfügung.

Sonja Gutmann


 

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