31.10.2007 - Autor: 

Freiwilligendienste ausbauen

Freiwilligendienste müssen ausgebaut werden, fordert der Vorstand der aej.

Für die Angebote der Freiwilligendienste in evangelischer Trägerschaft bewerben sich drei Mal mehr junge Menschen als Plätze zur Verfügung stehen. Im Interesse junger Erwachsener fordert der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend in Deutschland (aej) daher den Ausbau der Freiwilligendienste.

"Alle jungen Menschen, die dies wünschen, sollen die Möglichkeit eines Freiwilligendienstes erhalten.", verlangt Rolf Ulmer, Vorsitzender der aej. "Jugendliche wollen sich für andere engagieren und zugleich wichtige Erfahrungen für ihr eigenes Leben sammeln. Das belegt sowohl unsere aej-Studie zu Realität und Reichweite in der Jugendverbandsarbeit als auch der zweite Freiwilligensurvey der Bundesregierung aus 2004", betont Rolf Ulmer.


Die evangelischen Träger gehören zu den zahlenmäßig bedeutendsten Anbietern von Freiwilligendiensten. Kirchliche Arbeitsfelder bieten zahlreiche Möglichkeiten für den Dienst am anderen. Zugleich gehört Bildungsverantwortung gegenüber jungen Menschen zum kirchlichen Selbstverständnis. Daher lehnt die aej wie auch alle evangelischen Träger es ab, beim Ausbau der Freiwilligendienste an diesem Doppelcharakter aus Persönlichkeitsentwicklung und Einsatz für andere Menschen zu rütteln.


Bei der Weiterentwicklung der Freiwilligendienste müssen die jungen Menschen als Subjekte in den Mittelpunkt gestellt werden, an ihren Interessen die Angebote weiterentwickelt werden. Der Staat ist gefordert, die bedarfsgerechte Ausstattung finanziell zu fördern. "Es gibt Bereiche, insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit, in der eine Refinanzierung aus eigener Kraft nicht möglich ist. Hier braucht es staatliche Unterstützung, denn es ist zwingend erforderlich, dass Freiwillige arbeitsmarktneutral eingesetzt werden", erläutert Mike Corsa, Generalsekretär der aej.


Die aej begrüßt den Ansatz, beim Ausbau der Freiwilligendienste gesellschaftlich benachteiligte Personengruppen stärker zu berücksichtigen. Nachweislich können insbesondere junge Menschen mit Migrationshintergrund oder ohne bzw. niedrigem Schulabschluss von Freiwilligendiensten profitieren. Freiwilligendienste stellen aber keine Reparaturwerkstatt für Fehler an anderer Stelle dar.


Das mittelfristige Ziel muss sein, allen jungen Menschen einen qualitativ hochwertigen Freiwilligendienst zu ermöglichen. In einem weiteren Schritt sollen dann Freiwilligendienste allen Menschen offen stehen.


Gwendolyn Mertz (aej)

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Werner Baur

Oberkirchenrat

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