20.03.2018 - Autor: Simon Gärtner (Missionsschule Unterweissach)

Frischer Wind für die kirchliche Jugendarbeit

Foto: Jonathan Gebhardt

Über 400 Gäste beim Powerday in Unterweissach

Am vergangenen Samstag fand wieder der Powerday statt. Zusammen mit dem Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (EJW) veranstaltete die Evangelische Missionsschule Unterweissach einen ganzen Tag, der komplett auf die Zurüstung der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit ausgerichtet war. Das Programm stand unter den drei Punkten „Wertschätzung erleben, befähigt werden, gesegnet gehen“. Die Wertschätzung als größter Punkt war als lautes Dankeschön für den Dienst der Teilnehmer den ganzen Tag über spürbar.

Mit über 400 Tagesgästen begann der Tag bei gemeinsamem Brunch und anschließender Bibelarbeit mit dem Referenten Hanns Wolfsberger, Pfarrer zur Dienstaushilfe im EJW, der auch abends im Gottesdienst den geistlichen Teil übernahm. Der Mittag gehörte der „Befähigung“ und ließ mit Seminaren, Workshops, Vorträgen oder freier Zeit zum Austausch untereinander praktisch keine Wünsche offen. Themen wie „Als Christ in einer multireligiösen Welt“, „How to Youtube“ oder „Sex in der Bibel“ sind nur ein paar wenige, die an diesem Tag bearbeitet und bedacht wurden. Der Workshop „Wie kommst du mit neuen Jugendlichen in Kontakt?“ von EJW-Landesjugendreferent wurde von einem der Schüler, der Missionsschule besucht, der davon berichtet.

In Kontakt kommen bedeutet für Christoph nichts anderes als eine Beziehung aufbauen, und diese sind wie er sehr schnell klar macht „der kostbarste Schatz, den es auf der Welt gibt“.  Ein weiteres Statement von ihm „Beziehungen entstehen oder entstehen auch nicht“ machte die Unverfügbarkeit und die Notwendigkeit von Investition in Beziehungen deutlich. Mit diesen Aussagen als vorausgesetztes Wissen für Beziehungsarbeit kam er zum Kern seines Workshops: einem vierstufigen Modell zur Entstehung von Beziehung. „Gesehen werden, ins Gespräch kommen, gemeinsam etwas erleben, vertrauensvolles Miteinander“ sind die vier Schritte, die nach diesem Modell nötig sind, um eine tiefe Beziehung aufzubauen. Auch an der kritischen Begutachtung zum diesem Thema fehlte es nicht. Ganz frei sagte er auch: „Ich fordere uns als Kirche heraus. Wo werden wir von Jugendlichen gesehen.“ Die 18 Teilnehmer hörten interessiert zu und die Nachfrage an dieser Stelle war deutlich spürbar mit den anschließenden Fragen, die auch aus den persönlichen Situationen kamen.

Das „Gesegnet gehen“ wurde abends im Gottesdienst erfüllt. Die Moderation und Band des ganzen Powerdays bestand wie jedes Jahr aus Schülern der Missionsschule. Als zusätzlichen Impuls hatte die norddeutsche Puppenspieler Eike Schmidt einen Auftritt. Mit einem spannenden, witzigen und zum Nachdenken anregenden Anspiel. Es war beeindruckend zu sehen wie viele Möglichkeiten er finden konnte, um ein Kreuz zu zweckentfremden. Er benutzte es für seine kleine Vorstellung unter anderem als Gehstock, Krangerüst, Pogo-Stick, Schwert und sogar Maschinengewehr. Kerngedanke des Ganzen waren die Fragen „Was bedeutet dieses Kreuz für dich?“ und dazu „Was wäre, wenn das alles die Wahrheit oder eine Lüge wäre?“.

Wer auch nach einem so vollen Tag immer noch Kraft oder Zeit hatte, konnte bei chilliger Wohnzimmer-Atmosphäre im Café mit Cocktails und dem Musik-Duo „Wave & Sound“ noch entspannt ausklingen.

Die ersten Gedanken für den Powerday 2019 werden schon gesponnen, und auch da wird es sich sicher lohnen vorbeizuschauen.

Weitere Informationen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen:

  • www.powerday.de

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Werner Baur

Oberkirchenrat

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