11.02.2009 - rr

Fritz Leng in sein Amt eingeführt

Mit einem Gottesdienst in seiner Heimatgemeinde Münchingen wurde Fritz Leng am vergangenen Sonntag in sein neues Amt als Landesreferent für den CVJM-Weltdienst im ejw eingeführt.


links: Fritz Leng                           rechts: Adolf Wagner

In seiner Predigt über die Jahreslosung ging Pfarrer Gottfried Heinzmann, Leiter des ejw, auch auf die Bedeutung der Weltdienst-Arbeit ein.

Predigt von Gottfried Heinzmann zum Download            Webcode 216gh0902

Beim gut besuchten Empfang und anschließenden schwäbischen und äthiopischen Mittagessen erhielt Fritz Leng einige afrikanische Weisheiten mit auf den Weg.

„Wenn du schnell gehen willst, geh allein,
wenn du weit gehen willst, geh mit anderen."

Fritz Leng tritt die Nachfolge von Adolf Wagner an, für den am 1. Juli 2009 die passive Phase der Altersteilzeit beginnt. Er wird jedoch ehrenamtlich für den CVJM-Weltdienst im ejw weiter aktiv sein.

Eberhard Fuhr

Grußwort von Berti Kober

Vorsitzender Fachausschuss CVJM-Weltdienst im ejw

Herzlich willkommen, lieber Fritz!

Was kann man denn zum Willkommen eines Referenten mit einem so umfangreichen Aufgabenfeld sagen, das vom größten Land Afrikas, dem Sudan, bis nach Äthiopien, Eritrea, bis in das Werk des ejw hinein und den CVJM Gesamtverband reicht. Ich will dies für den Fachausschuss CVJM Weltdienst im ejw mit nur zwei Begriffen tun.

Ich habe einen kleinen Engel mitgebracht. Er hat ein rundes Gesicht und sieht ein wenig lustig aus. Jemand in meiner Familie meinte, der passt zu Fritz.
Als Symbol sollen mir dabei die Flügel dienen.


1. Flügel
Abheben, über dem Bisherigen schweben und von oben sehen,
von einer höheren Warte betrachten,
über den Dingen stehen und Ungeahntes erspüren.
Selbstverständliches, das übersehen wurde,
aber auch noch nie Dagewesenes, von einer anderen Sichtweise kennenlernen,
auf Neues aufmerksam werden,
damit sich eine neue Seite auftut.

Abgehoben vom Alltagstrott,
von bisherigen Pfaden und Irrwegen,
vielleicht auch Sackgassen.

Ein Sprichwort der Massai sagt:
"Das Auge, das gereist ist, ist klug."

Vor allem das wünsche ich Dir Fritz in Deiner neuen Arbeit: Flügel.

Um jedoch nicht abzuheben und im Winde verweht und zersaust zu werden wünsche ich Dir noch das andere:

2. Wurzeln
Ich habe hier ein Gesteck aus Wurzeln mitgebracht.

Oft gibt es bei Pflanzen ein sehr filigranes Wurzelwerk:
Feingliedrig,
es gibt dicke und dünne Wurzeln,
oft kreuz und quer,
manchmal scheinen sie fast einander im Wege zu sein.
Und doch hängen sie an der gleichen Pflanze.
Meist sind sie verborgen und kommen nur beim Nachgraben zum Vorschein
und doch sind sie überlebensnotwendig.
Sie transportieren den Saft und schaffen Leben,
damit die Pflanze blüht und erblühen kann.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt zu Recht:
"Seine Wurzeln machen einen Baum stark."

Wir im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg, in den Fachauschüssen, Unterausschüssen, die Mitarbeiter und Spender wollen dies für Dich sein: Wurzel und Netzwerke, die tragen und stützen.
Wieviel Herzblut und Engagement fließt hier ein, dass selbst in konjunkturell schwachen Jahren das Spendenvolumen konstant bleibt. Mir ist dies gestern bei der Scheckübergabe der Orangenaktion des Bezirkes Schwäbisch Hall wieder beispielhaft deutlich geworden:
4,5 t Orangen wurden verkauft. Das waren ca. 250 Kisten, jeweils mit 40 Orangen und ergab die stolze Zahl von 10.000 Orangen. Und das ist nur eine der vielen großen und kleinen Aktionen landauf und landab. All der zeitliche Einsatz ist nur dann möglich, wenn dies eine Herzensangelegenheit ist.

Ein anderes Sprichwort aus Afrika beschreibt dies treffend:
"Wenn du schnell gehen willst, geh alleine.
Doch wenn du weit gehen willst, geh mit anderen."

Beides wünsche ich Dir: Flügel und Wurzeln. Und die brauchst Du auch!
Flügel die Dich über den eigene Kirchturm hinaustragen,
und die Weite des Reiches Gottes sehen , erspüren lassen,
von der Du aber auch weitergeben kannst.
Wir alle wären um vieles ärmer, ohne diese Weite.
Ich wünsche Dir aber auch das Getragensein, verwurzelt sein in unseren Strukturen, aber auch dass bei unserm Herrn, der Dich, uns und die ganze Arbeit letztlich trägt..

In einer Predigt hast Du, lieber Fritz, vor kurzer Zeit George Williams als Ermöglicher bezeichnet, der andere gefördert hatte, Verantwortung übertragen. Da habe ich die Ohren gespitzt. Ich denke, das passt zu Dir. Fritz mag Menschen. Nimmt Sie ernst, kann zuhören. Das spürt man im Umgang mit Dir. Fragt was der Einzelne braucht. Hilfe soll nicht übergestülpt werden.

Flügel und Wurzeln bedeutet: In Würde dem anderen helfen, Hilfe nicht von oben herab, den Empfangenden mit einbinden, mit einbeziehen, nicht herablassend, sondern ihn in seiner Bedürftigkeit ernstnehmen, ihm da helfen, ihn fördern.

Nicht umsonst sagt ein Sprichwort aus Äthiopien:
"Ein gutes Gespräch ist besser als ein gutes Bett."

Oder wie hat Jesaja formuliert:
"Wenn du den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis und aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag." (Jesaja 58,10 [L])
Wie poetisch ist der erste Teile dieses Textes , zunächst keine Macher-Eigenschaften,
loslegen und Hunger stillen, Nahrungsmittel austeilen, sondern Herzen finden, wie sensibel und darauf die Hilfe aufbauen.

Lieber Fritz, wenn Dich die Strukturen nerven, die Abläufe lähmen, versprochene Abmachungen nicht eingehalten werden, lass das Herz sprechen.
Lass' Dich immer wieder erinnern, dass beides zusammengehört: Flügel und Wurzel.
Für Dich liebe Hanne möchte ich etwas überreichen, dass Dir die Zeit, wenn Fritz unterwegs ist ein wenig versüßt.

Ich möchte Dir lieber Fritz, und uns allen folgende Segenswünsche und Zusagen zusprechen:

Wenn ihr jetzt aufbrecht:

Geht mit der Ansage,
daß uns Gott wichtig nimmt
und deshalb sein Tun
mit unserem Tun verbindet,

daß Gott durch uns handelt
und nicht ohne uns
den Hunger nach Gerechtigkeit
in unserer Welt stillt.

Geht mit der Absage
an alle Trägheit,
die die größte Sünde der Gegenwart ist,

an alle Feigheit,
die uns daran hindert, den Mund aufzutun
für die Stummen und Schwachen,

an alle Ungerechtigkeit im Kleinen und Großen,
die wir oft als unabänderlich hinnehmen.

Geht mit der der Zusage,
daß Gott bei uns und mit uns ist,
wenn wir in seinem Namen
hinausgehen und handeln.

Kurt Rommel

 

Webcode 09ejw0208

 

 

 

 

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Thai An Vu

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"Zuerst habe ich gedacht, ich bin ja schon selber Migrantin und in Migrantengemeinden aktiv. Doch in Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen und in anderen Ländern habe ich einen neuen Schatz entdeckt. Es macht Spaß Erfahrungen zu teilen."

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